MÄRKTE EUROPA/Schwach - Börsen lassen nach Rally etwas Luft ab


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Indizes

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FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen haben am Freitag mit Verlusten geschlossen. Damit setzten nach der jüngsten Rally Gewinnmitnahmen ein. Der erneute Anstieg der Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen in Richtung Jahreshochs drückte etwas. Es sei nur eine Frage der Zeit, wann die steigende Rendite eine Korrektur an den Gesamtbörsen auslösen werde, hieß es im Handel. Eine solche würde den Börsen nach der jüngsten Rally gut tun. Der DAX fiel um 1,1 Prozent auf 14.621 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gab etwas weniger stark um 0,8 Prozent auf 3.837 Punkte nach.

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Sorgen beim Thema Corona machte der neuerliche Lockdown in Frankreich. Die Region um Paris wird für einen Monat dichtgemacht. Auch aus Deutschland wurden regionale Lockdowns berichtet. Dem steht aber gegenüber, dass der Impfstoff von Astrazeneca ab sofort in Europa wieder eingesetzt werden kann.

Großer Verfall verläuft ruhig

Der Handel stand zum Wochenausklang auch im Zeichen des so genannten großen Hexensabbats: An der Eurex sind am Mittag die Futures und Optionen auf den Euro-Stoxx sowie den DAX verfallen - am Abend folgten dann die Optionen auf die Einzelwerte. Der Verfalltermin kann erfahrungsgemäß zu nicht vorhersehbaren Kursausschlägen in beide Richtungen führen. Dieses Mal verlief er aber weitgehend ruhig.

Verkauft wurden am Freitag unter anderem Rohstoffaktien, Auto- und Bankenaktien. Gesucht waren dagegen defensive Titel aus den Bereichen Versorger und vereinzelt Pharma. Bei den Autotiteln ging es nach der Rally für BMW um 4,2 Prozent nach unten und für Daimler um 0,7 Prozent, VW-Vorzüge fielen um 0,7 Prozent, die zuletzt besonders stark gestiegenen Stammaktien kamen gleich um 14,2 Prozent zurück.

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Für Telecom Italia ging es in Rom um 7,4 Prozent abwärts. Belastend wirken Unsicherheiten hinsichtlich des geplanten nationalen Breitbandnetzes, das aus der Fusion verschiedener Einzelnetze entstehen soll.

Adidas fielen nach schwachen Vorlagen von Nike um 2,1 Prozent. Nike verfehlte in ihrem jüngsten Quartal sowohl die Gewinn- wie auch die Umsatzerwartungen. Zyklische Titel wurden gemieden: So verloren BASF 3,6 Prozent oder Covestro 5,6 Prozent.

Teamviewer reagierten mit einem Einbruch von 12,4 Prozent auf eine Gewinnwarnung. Diese stand im Zusammenhang mit erhöhten Marketingausgaben in Folge des Sponsoring-Vertrags mit Manchester United. Das Unternehmen rechnet für das laufende Jahr noch mit einer bereinigten EBITDA-Marge von 49 bis 51 Prozent, davor waren es 55 bis 57 Prozent. Im Handel war von einer auf den ersten Blick "verstörenden" Warnung die Rede. Die Zukunft werde zeigen, ob die Vorteile der Partnerschaft mit Manchester United eine Gewinnwarnung solchen Ausmaßes auf Kosten der Aktionäre aufwiegen.

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Bechtle gaben nach Vorlage der endgültigen Bilanzkennzahlen um 0,5 Prozent nach. Der Ausblick auf 2021 sei zwar zuversichtlich ausgefallen, jedoch kappe Bechtle damit auch die Börsenfantasien nach oben, meinte ein Händler: "Sie haben betont, dass sie das ganze Jahr kein Margenwachstum erwarten". Der erwartete Gewinnanstieg werde daher allein vom Umsatz getragen.

Vollzug der Index-Veränderungen könnte Kurse beeinflussen

Zu den Schlusskursen geraten die Index-Veränderungen in den Blick. Dann steigt Infineon in den Euro-Stoxx-50 auf und verdrängt dort Nokia. Im DAX muss Beiersdorf den Platz für Siemens Energy räumen.

In den MDAX treten auch Porsche, Encavis und Nordex ein; Aareal Bank, Metro und Osram steigen in den SDAX ab. Im TecDAX verdrängen die Aktien von SMA Solar die Titel von New Work, und im SDAX ersetzen die Aktien von Leoni, Süss Micro und SGL Carbon die Titel von Hornbach Baumarkt, SNP und Cropenergies.

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Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung

. stand absolut in % seit

. Jahresbeginn

Euro-Stoxx-50 3.837,02 -30,52 -0,8% +8,0%

Stoxx-50 3.276,68 -20,00 -0,6% +5,4%

Stoxx-600 423,35 -3,24 -0,8% +6,1%

XETRA-DAX 14.621,00 -154,52 -1,0% +6,6%

FTSE-100 London 6.708,71 -70,97 -1,0% +4,9%

CAC-40 Paris 5.997,96 -64,83 -1,1% +8,0%

AEX Amsterdam 681,70 -0,69 -0,1% +9,1%

ATHEX-20 Athen 2.004,43 -28,63 -1,4% +3,6%

BEL-20 Bruessel 3.872,81 -49,14 -1,3% +7,0%

BUX Budapest 44.042,12 -423,63 -1,0% +4,6%

OMXH-25 Helsinki 4.902,19 -0,00 -0,0% +6,9%

ISE NAT. 30 Istanbul 1.591,00 -34,72 -2,1% -2,8%

OMXC-20 Kopenhagen 1.440,32 +0,26 +0,0% -1,7%

PSI 20 Lissabon 4.789,47 +58,75 +1,2% -1,0%

IBEX-35 Madrid 8.493,00 -131,60 -1,5% +5,2%

FTSE-MIB Mailand 24.199,42 -161,07 -0,7% +9,6%

RTS Moskau 1.474,05 -14,67 -1,0% +6,2%

OBX Oslo 933,07 -6,96 -0,7% +8,6%

PX Prag 1.080,07 -15,72 -1,4% +5,2%

OMXS-30 Stockholm 2.169,18 -10,80 -0,5% +15,7%

WIG-20 Warschau 1.927,56 -33,19 -1,7% -2,8%

ATX Wien 3.125,35 -39,67 -1,3% +13,8%

SMI Zuerich 10.967,37 -6,39 -0,1% +2,5%

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:22 Do, 17:03 % YTD

EUR/USD 1,1907 -0,08% 1,1926 1,1928 -2,5%

EUR/JPY 129,67 -0,14% 129,78 129,95 +2,8%

EUR/CHF 1,1071 +0,16% 1,1048 1,1069 +2,4%

EUR/GBP 0,8585 +0,30% 0,8558 0,8556 -3,9%

USD/JPY 108,90 -0,06% 108,82 108,94 +5,4%

GBP/USD 1,3872 -0,37% 1,3937 1,3942 +1,5%

USD/CNH (Offshore) 6,5070 -0,02% 6,5097 6,5039 +0,1%

Bitcoin

BTC/USD 58.886,94 +2,07% 58.205,25 59.662,25 +102,7%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 61,54 60,00 +2,6% 1,54 +26,4%

Brent/ICE 64,54 63,28 +2,0% 1,26 +24,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.741,71 1.735,21 +0,4% +6,51 -8,2%

Silber (Spot) 26,23 26,03 +0,8% +0,21 -0,6%

Platin (Spot) 1.201,15 1.204,65 -0,3% -3,50 +12,2%

Kupfer-Future 4,12 4,11 +0,1% +0,00 +16,8%

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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/ros

(END) Dow Jones Newswires

March 19, 2021 13:14 ET (17:14 GMT)

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21.09.26 Infineon Neutral UBS AG
14.09.26 Infineon Neutral UBS AG
09.09.26 Infineon Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
08.09.26 Infineon Outperform Bernstein Research
07.09.26 Infineon Buy Deutsche Bank AG

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