MÄRKTE EUROPA/Schwach - KI-Aktien unter Druck


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DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte sind wie erwartet schwach in den Dienstag gestartet. Der DAX verliert 1,3 Prozent auf 24.819 Punkte und fällt damit deutlich unter die 25.000er Marke zurück. Der Euro-Stoxx.50 handelt 1,2 Prozent tiefer. Besonders unter Druck stehen Technologieaktien und hier besonders solche mit KI-Fantasie, allen voran Halbleitertitel. Der entsprechende Stoxx-Subindex büßt 2,2 Prozent ein. Für die als defensiv geltenden Pharmaaktien geht es dagegen um 0,8 Prozent nach oben.

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Ein negativer Impuls kommt auch von Konjunkturseite. Die deutsche Wirtschaft ist im Juni aufgrund der anhaltenden Nachfrageschwäche den dritten Monat in Folge geschrumpft, wobei sich der Rückgang leicht beschleunigte. Der von S&P Global erhobene Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - verringerte sich auf 48,0 von 48,8 Punkten im Vormonat und ist damit noch tiefer in den Schrumpfung anzeigenden Bereich gerutscht. Er liegt zugleich auf einem 18-Monatstief.

QC-Portfoliostratege Thomas Altmann bemerkt zur aktuellen Gemengelage, dass die Börsen mit Blick auf die laufenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran bereits so etwas wie das bestmögliche Szenario einpreisten. Das werfe die Frage auf, wo die Impulse für weiter steigende Kurse herkommen könnten. Einige Investoren dürften sich auch aufgrund des drohenden Sommerlochs etwas defensiver verhalten. Denn in den Ferienmonaten hätten dünne Umsätze in der Vergangenheit häufiger zu schwachen Entwicklungen am deutschen Aktienmarkt geführt. Allerdings sei historisch der August deutlich schwächer als der Juli.

Mit besonderem Blick auf den DAX bemerkt Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, dass nach jedem Abprallen an der psychologischen 25.000er Barriere die Gefahr zunehme, dass mehr und mehr kurzfristig orientierte Anleger die Geduld verlören und sich vor der Sommerpause zunächst aus dem Aktienmarkt verabschiedeten. Dazu bleibe die Situation im Nahen Osten fragil und angespannt.

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Am Anleihemarkt geben die Renditen nach den schwachen Konjunkturdaten leicht nach. Der Euro fällt erneut leicht zurück. Während in den USA nach dem jüngsten falkenhaften Auftritt der Fed nun noch im laufenden Jahr mit einer Zinserhöhung gerechnet wird, dürfte die EZB mach Einschätzung des Marktes in den kommenden zwölf Monaten die Füße stillhalten. Dies sollte für den Aktienmarkt hierzulande eher unterstützend wirken, heißt es.

Brenntag liegen behauptet im Markt. Der Chemikalienhändler hat nach einem starken Quartal die Jahresprognose angehoben. Die Analysten von Jefferies stellen aber fest, dass die erhöhte Prognose für den operativen Gewinn in der Mitte der neuen Spanne lediglich genau im Bereich des Konsens liegt.

Verhalten positiv wird von Analysten die Neupositionierung von RWE gesehen, nachdem das Unternehmen seine Beteiligung am Übertragungsnetzbetreiber Amprion zu einem Gesamtpreis von rund 3,6 Milliarden Euro erhöht hat. Für die Metzler-Analysten erhöht die RWE-Beteiligung zwar die Stabilität, macht RWE aber komplexer. Die Maßnahme sei ein Schritt zurück zu einem stärker integrierten Versorger. Laut Bernstein stärkt der Schritt RWE zwar, der Ergebniseffekt bleibe jedoch begrenzt. RWE erhöhte derweil zur Finanzierung des Deals in einem beschleunigten Verfahren das Kapital um knapp 4 Milliarden Euro - zu einem Stückpreis von 54 Euro je Aktie. Das Papier büßt 0,9 Prozent auf 55,14 Euro ein.

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Vonovia verlieren 2,4 Prozent, belastet von einer geplanten Wandelanleihe über 750 Millionen Euro, die gewinnverwässernd wirkt.

In Amsterdam knicken Signify um rund 15 Prozent ein. Das Beleuchtungsunternehmen hat mitgeteilt, sein Aktienrückkaufprogramm nicht wieder aufzunehmen wird und die mittelfristigen Ziele aktualisiert.

INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 6.235,54 -1,2 -75,78 6.311,32 7,7

Stoxx-50 5.308,52 -0,8 -44,59 5.353,11 7,9

DAX 24.819,45 -1,3 -320,24 25.139,69 1,3

MDAX 32.056,54 -1,6 -517,92 27.039,42 4,7

TecDAX 3.911,71 -1,5 -59,24 3.091,28 8,0

SDAX 18.101,33 -1,6 -294,14 13.062,07 5,4

FTSE 10.366,25 -0,7 -71,60 10.437,85 4,4

CAC 8.328,68 -0,9 -71,43 8.400,11 2,2

SMI 13.840,33 -0,1 -8,18 13.848,51 4,3

ATX 6.493,95 -1,5 -100,87 6.594,82 22,0

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:10

EUR/USD 1,1425 -0,0 -0,0002 1,1427 1,1446

EUR/JPY 184,48 -0,1 -0,1900 184,67 184,5500

EUR/CHF 0,9234 -0,1 -0,0005 0,9239 0,9242

EUR/GBP 0,8628 +0,1 0,0004 0,8624 0,8631

USD/JPY 161,46 -0,1 -0,0800 161,54 161,2200

GBP/USD 1,3237 -0,1 -0,0010 1,3247 1,3260

USD/CNY 6,7831 +0,1 0,0086 6,7745 6,7745

USD/CNH 6,7869 +0,1 0,0098 6,7771 6,7756

AUS/USD 0,6953 -0,7 -0,0046 0,6999 0,7011

Bitcoin/USD 62.838,35 -2,4 -1.536,58 64.374,93 64.959,44

ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 72,78 -1,5 -1,08 73,86

Brent/ICE 76,61 -1,7 -1,29 77,90

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.114,91 -1,8 -75,52 4.190,43

Silber 62,47 -4,2 -2,71 65,18

Platin 1.638,15 -2,4 -40,55 1.678,70

(Angaben ohne Gewähr)

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/gos

(END) Dow Jones Newswires

June 23, 2026 03:56 ET (07:56 GMT)

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22.09.26 Vonovia SE Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
07.09.26 Vonovia SE Neutral Goldman Sachs Group Inc.
24.08.26 Vonovia SE Underweight Barclays Capital
24.08.26 Vonovia SE Buy Goldman Sachs Group Inc.
21.08.26 Vonovia SE Buy Jefferies & Company Inc.

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