MÄRKTE USA/Börse von steigenden Ölpreisen belastet - Techniksektor schwach


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DOW JONES--Auch wenn der Iran-Krieg im Bewusstsein der Anleger an Bedeutung verliert, können die US-Börsen ihn nicht gänzlich abstreifen. Vor dem Hintergrund erneut steigender Ölpreise auf die höchsten Stände des Monats deutet der Aktienterminmarkt am Dienstag einen leichteren Handelsbeginn am Kassamarkt an - Technolgiewerte dürften das Feld der Verlierer anführen.

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Investoren fürchten, dass eine Fortsetzung der Rekordjagd am US-Aktienmarkt schwierig sein wird, falls es bei den Friedensgesprächen keine weiteren Fortschritte gibt. Und die deuten sich aktuell nicht an. Die wechselseitigen Angriffe Israels und der libanesischen Hisbollah-Miliz dauern an, und US-Präsident Donald Trump zeigte sich über die jüngsten Vorschläge aus dem Iran zur Beendigung des Krieges skeptisch. Händler sprechen daher im Iran-Krieg von Stillstand. Die Seestraße von Hormus bleibt damit praktisch geschlossen.

"Heute sind es zwei Monate seit Beginn der Angriffe auf den Iran, und damit erreichen wir eine unruhige Nachrichtenflaute. Es ist klar, dass Investoren eine gewisse Wahrscheinlichkeit für einen andauernden stagflationären Schock einpreisen (...). Die Märkte klammern sich an jedes Anzeichen von Friedensgesprächen, und das Ausbleiben solcher Signale schürt die Angst, dass sie nicht stattfinden werden", erläutert Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank.

Anleger halten sich auch angesichts der jüngsten Rekorde bei Nasdaq und S&P-500 etwas zurück. Denn mit dem Ergebnis der aktuellen Notenbanksitzung am Mittwoch und anstehenden Geschäftsausweisen großer Technologiekonzerne im Wochenverlauf stehen wichtige Impulsgeber noch aus. Bis dahin wollen sich Anleger eher bedeckt halten. In welchem Umfang die hohen Bezinkosten in den USA auf das Verbrauchervertrauen drücken, dürften die Daten im frühen Handel offenbaren.

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Im zuletzt sehr gut gelaufenen Technologiesektor gibt es Misstöne. Laut einem Bericht verfehlte die KI-Ikone OpenAI zuletzt die selbstgesteckten Nutzer- und damit auch die Umsatzziele. Damit stünden Investitionen in Datenzentren auf dem Prüfstand. Finanzchefin Sarah Friar habe intern gesagt, dass sie besorgt sei, das Unternehmen könne künftige Computing-Verträge möglicherweise nicht bezahlen, wenn der Umsatz nicht schnell genug steige. In der Folge fallen die Aktien mit Bezug zum ChatGPT-Entwickler vorbörslich - so Oracle und CoreWeave um 6,4 bzw. 7,5 Prozent. Im Technologiesektor sinken AMD um 5,8 Prozent, Nvidia um 3 Prozent und Intel um 4 Prozent.

Die auf die höchsten April-Stände gekletterten Ölpreise schüren Inflationssorgen und lassen baldige Zinssenkungen unwahrscheinlicher erscheinen. Daher steigen am Anleihemarkt die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen um 3 Basispunkte auf 4,37 Prozent. Der Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), Kazuo Ueda, hat sein Bestreben nach weiteren Zinserhöhungen indes bekräftigt. Die Spekulation auf weiter hohe Zinsen stützen die US-Währung - der Dollar-Index zieht um 0,4 Prozent an.

Die Erdölpreise legen um 4 bis 5 Prozent zu. Mitten in die Sorgen über ein verknapptes Angebot wegen der gesperrten Straße von Hormus platzt die Schlagzeile, dass die Förderung Angolas im März trotz eines Anstiegs der weltweiten Ölpreise gesunken ist. Die veraltete Infrastruktur habe dem zweitgrößten Produzenten des Kontinents die Chance genommen, von den Folgen des andauernden Iran-Konflikts zu profitieren, merken die Analysten von Oxford Economics Africa an.

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Der feste Dollar und steigende Marktzinsen belasten unterdessen den Goldpreis - die Feinunze verbilligt sich um 2,7 Prozent. "Die anhaltende Störung der Lieferströme von Öl, Gas und raffinierten Produkten durch die Straße von Hormus hat die weltweiten Inflationssorgen verschärft und damit die Erwartung erhöht, dass wichtige Zentralbanken, einschließlich der Fed und der EZB, die Zinssätze länger hoch halten könnten", urteilt MUFG-Analystin Soojin Kim.

Unter den Aktien sinken Meta Platforms um 0,9 Prozent. Die Facebook-Mutter bereitet sich auf eine Rückabwicklung der Übernahme des auf Künstliche Intelligenz spezialisierten Startups Manus vor, nachdem China das Geschäft aus Gründen der nationalen Sicherheit untersagt hat, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen mitteilen.

United Parcel Service hat im ersten Quartal einen geringeren Gewinn und Umsatz verzeichnet. Der Kurs des Paketdienstleisters ermäßigt sich um 4,4 Prozent. Positiv wird der Geschäftsausweis von GM aufgenommen. Der Automobilhersteller hebt die bereinigte Gewinnprognose wegen geringerer Zollkosten an - der Kurs legt um 0,9 Prozent zu. Höhre Gewinne hieven den Kurs von Coca-Cola um über 3 Prozent an. Auch Sherwin-Williams (+3,4%) hat im ersten Quartal mehr verdient als gedacht.

Bed Bath & Beyond haussieren um über 32 Prozent. Der Heimausstatter grenzte den Verlust ein und übertraf die Markterwartungen. Erstmals seit 19 Quartalen verbuchte der Einzelhändler einen deutlichen Umsatzanstieg. Auch LendingClub überzeugt in der ersten Periode - der Kurs gewinnt 8 Prozent.

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US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 3,85 +0,05 3,85 3,79

5 Jahre 3,99 +0,04 4,00 3,94

10 Jahre 4,37 +0,03 4,37 4,33

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 19:56

EUR/USD 1,1679 -0,4 -0,0041 1,1720 1,1723

EUR/JPY 186,59 -0,1 -0,2300 186,82 186,8600

EUR/CHF 0,9239 +0,4 0,0033 0,9206 0,9209

EUR/GBP 0,8672 +0,2 0,0013 0,8659 0,8657

USD/JPY 159,77 +0,2 0,3500 159,42 159,3600

GBP/USD 1,3465 -0,5 -0,0065 1,353 1,3538

USD/CNY 6,8384 +0,2 0,0156 6,8228 6,8228

USD/CNH 6,8423 +0,3 0,0171 6,8252 6,8261

AUS/USD 0,7151 -0,5 -0,0033 0,7184 0,7189

Bitcoin/USD 76.213,05 -1,0 -760,48 76.973,53 76.767,74

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 101,24 +5,1 4,87 96,37

Brent/ICE 112,53 +4,0 4,30 108,23

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.555,53 -2,7 -126,32 4.681,85

Silber 72,09 -4,5 -3,40 75,50

Platin 1.921,88 -3,1 -60,57 1.982,45

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/rio

(END) Dow Jones Newswires

April 28, 2026 08:37 ET (12:37 GMT)

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