MÄRKTE USA/Fester mit Feuerpause im Iran-Krieg - Fed und US-Earnings im Blick


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DOW JONES--Eine Pause im Iran-Krieg und in der Folge kräftig fallende Ölpreise sorgen zu Wochenbeginn an der Wall Street für steigende Kurse. Der Dow-Jones-Index verbessert sich kurz nach der Eröffnung um 1,1 Prozent auf 52.540 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 legt um 0,8 Prozent zu und für die technologielastigen Nasdaq-Indizes geht es um bis zu 1,0 Prozent nach oben.

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Die USA und der Iran haben am Wochenende ihre Angriffe unterbrochen. US-Präsident Donald Trump habe eine größere Eskalation der Militäraktionen gegen den Iran aufgeschoben, da er versuche, die Diplomatie wiederzubeleben, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf US-Vertreter.

Vor diesem Hintergrund geht es für die Ölpreise deutlich abwärts. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent fällt um 6,0 Prozent auf 90,94 Dollar, hatte im Tagestief aber auch schon unter 89 Dollar notiert. "Die Preisbewegung bei Öl spiegelt die verzweifelte Suche des Marktes nach positiven Nachrichten wider", so die ING-Analysten. Brent war vergangene Woche über die Marke von 100 Dollar je Barrel gestiegen, nachdem der Konflikt auf das Rote Meer übergegriffen hatte. Jeder neue Militärschlag könnte den Ölpreis aber wieder über das Niveau von 100 Dollar springen lassen, warnen jedoch Teilnehmer.

Allerdings halten sich die Marktakteure insgesamt zurück, denn im Wochenverlauf stehen mit einer Reihe wichtiger US-Unternehmenszahlen und dem Ergebnis der US-Notenbanksitzung am Mittwoch noch einige Highlights auf der Agenda. Unter anderem werden Visa, Meta Platforms, Qualcomm, Microsoft, Amazon und Apple ihre Quartalsergebnisse bekannt geben, was für Impulse am Markt sorgen dürfte.

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Die US-Notenbank steht vor einer ihrer schwierigsten Zinsentscheidungen seit Jahren. Ein erneuter Ölpreisschock und eine falkenhafte Fraktion unter den Notenbankern, die auf Zinserhöhungen drängt, prallen auf verhaltenere Daten zur Inflation, die eher für eine Zinspause sprechen. Und an der Fed-Spitze steht mit Kevin Warsh ein neuer Vorsitzender, der bislang keinerlei Hinweise darauf gegeben hat, zu welcher Seite er neigt.

Der vor der Startglocke veröffentlichte Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter für den Juni liefert keinen Impuls, auch wenn die Zunahme mit lediglich 0,3 Prozent deutlich unter dem erwarteten Plus von 2,1 Prozent lag.

Für den Dollar geht es mit der Feuerpause im Iran-Krieg leicht nach unten. Der Dollar-Index verliert 0,1 Prozent. "Die offensichtliche Deeskalation hat die Ölpreise gedrückt und die Inflationssorgen gedämpft", sagt Jonathan Squires von Tapaas. "Ein anhaltender Rückgang der Rohölpreise könnte den Inflationsdruck weiter lindern und die geldpolitischen Erwartungen dämpfen." Auch für die Renditen am US-Anleihemarkt geht es abwärts, im Zehnjahresbereich um 3 Basispunkte auf 4,65 Prozent. Hier wird ebenfalls mit Spannung auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank geschaut. Es wird mehrheitlich mit einer Bestätigung des Zinsniveaus gerechnet.

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Der Goldpreis steigt, nachdem die USA ihre Militärschläge gegen den Iran ausgesetzt haben. Die Feinunze erhöht sich um 0,7 Prozent auf 4.081 Dollar. "Die nachlassenden geopolitischen Spannungen haben die Inflationssorgen verringert und könnten den Druck auf die Fed reduzieren, ihre Geldpolitik weiter zu straffen, was dem Gold im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Fed-Sitzung kurzfristig Unterstützung bietet", meint Soojin Kim, Analystin bei MUFG.

Bei den Einzelwerten fällt die Nvidia-Aktie um 0,7 Prozent. Der Konzern führt derzeit Gespräche mit OpenAI über die Bereitstellung einer Absicherung in Höhe von rund 250 Milliarden US-Dollar für den ChatGPT-Entwickler im Rahmen eines gigantischen Rechenzentrumsprojekts. Die Garantien von Nvidia sollen OpenAI dabei helfen, ein Projekt mit einer Kapazität von 10 Gigawatt zu pachten, das Softbank im Süden von Ohio entwickelt, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten. Insgesamt könnte das Projekt mehr als 500 Milliarden US-Dollar kosten, einschließlich der Chips, die in den Rechenzentren zum Einsatz kommen würden. Es wäre das bislang größte angekündigte Rechenzentrumprojekt.

Mit den fallenden Ölpreisen geht es für die Aktien von Fluggesellschaften nach oben. So steigen United Airlines um 4,0 Prozent und American Airlines um 3,3 Prozent. Dagegen reduzieren sich die Aktien von ExxonMobil und Chevron um 1,9 bzw. 1,8 Prozent.

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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

DJIA 52.540,05 +1,1 +592,80 51.947,25

S&P-500 7.468,59 +0,8 +56,61 7.411,98

NASDAQ Comp 25.215,45 +1,0 +239,63 24.975,82

NASDAQ 100 28.400,08 +1,0 +271,74 28.128,34

US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 4,33 -0,00 4,33 4,29

5 Jahre 4,41 -0,02 4,41 4,37

10 Jahre 4,65 -0,03 4,65 4,63

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:20

EUR/USD 1,1382 +0,1 0,0015 1,1367 1,1385

EUR/JPY 186,32 +0,0 0,0500 186,27 186,3700

EUR/CHF 0,9308 +0,1 0,0008 0,9300 0,9298

EUR/GBP 0,8544 +0,2 0,0013 0,8531 0,8533

USD/JPY 163,67 -0,1 -0,1700 163,84 163,6800

GBP/USD 1,3317 -0,0 -0,0002 1,3319 1,3339

USD/CNY 6,7657 -0,1 -0,0062 6,7719 6,7719

USD/CNH 6,7677 -0,1 -0,0039 6,7716 6,7704

AUS/USD 0,6996 +0,2 0,0017 0,6979 0,6993

Bitcoin/USD 64.937,72 +0,5 324,33 64.613,39 63.927,82

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 84,17 -5,8 -5,14 89,31

Brent/ICE 90,94 -6,0 -5,84 96,78

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.081,05 +0,7 28,49 4.052,56

Silber 58,76 +1,0 0,60 58,17

Platin 1.623,29 +2,2 34,75 1.588,54

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/cbr

(END) Dow Jones Newswires

July 27, 2026 09:40 ET (13:40 GMT)

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