MÄRKTE USA/Freundlich - Schwache Jobdaten lindern Zinsängste


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DOW JONES--Die US-Börsen zeigen sich im Verlauf des letzten Handelstags der Woche mit Aufschlägen, nachdem der offizielle Arbeitsmarktbericht (Payrolls) für Juli überraschend schwach ausgefallen ist. Der Dow-Jones-Index steigt gegen Mittag (Ortszeit New York) um 0,2 Prozent auf 53.981 Punkte. Der S&P-500 notiert 0,6 Prozent höher, der Nasdaq-Composite gewinnt 1,2 Prozent. Im vergangenen Monat wurden außerhalb der Landwirtschaft 23.000 Stellen abgebaut. Volkswirte hatten im Konsens einen Beschäftigungsaufbau von 83.000 prognostiziert. Die schwachen Daten lindern Zinserhöhungsängste, was sich am Anleihemarkt in sinkenden Renditen niederschlägt. Die Zehnjahresrendite fällt um 2 Basispunkte auf 4,65 Prozent. Der Dollar tendiert knapp behauptet. Der Goldpreis zieht deutlicher an. Das zinslos gehaltene Edelmetall profitiert von niedrigeren Marktzinsen.

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Im bisherigen Wochenverlauf veröffentlichte Daten zum Arbeitsmarkt hatten kein einheitliches Bild gezeichnet. Während der Bericht des privaten Dienstleisters ADP am Mittwoch einen unerwartet schwachen Beschäftigungsaufbau im vergangenen Monat auswies, verharrte die am Donnerstag veröffentlichte Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus der Vorwoche auf niedrigem Niveau. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist eines der Kriterien, an denen die US-Notenbank ihre Geldpolitik ausrichtet. Die am Freitag vorgelegten schwachen Arbeitsmarktdaten sprechen gegen Zinserhöhungen in den USA.

Im Fokus stehen daneben weiter die Verhandlungen zwischen Iran und Oman über die Öffnung der aktuell faktisch blockierten Straße von Hormus für die Schifffahrt. Über die Meerenge wird normalerweise ein Fünftel des weltweiten Ölangebots transportiert. Sollte es hier zu einer Einigung kommen, würden geopolitische Risiken etwas verringert, heißt es. Der Nahostkonflikt dürfte dadurch aber noch lange nicht beendet sein, geben Marktteilnehmer zu bedenken. Aktuell tendiert der Preis für das Barrel Brentöl fester bei knapp 84 Dollar.

Unternehmensseitig hat Airbnb bei der Veröffentlichung von Zweitquartalszahlen den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Der Online-Vermittler von privaten Unterkünften verzeichnet nach eigenen Angaben eine rege Nachfrage und nutzt Künstliche Intelligenz (KI) zur Verbesserung der Plattform. Die Aktie verteuert sich um rund 15 Prozent.

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Der Kurs von Atlassian springt um rund 31 Prozent nach oben. Das Unternehmen hat vor allem in seiner Cloudsparte überraschend gut abgeschnitten. Under Armour hat im ersten Geschäftsquartal zwar aufgrund einer geringeren Nachfrage einen Umsatzrückgang verbucht, ist aber in die Gewinnzone zurückgekehrt. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Sportartikelanbieter nun mit einem Umsatzrückgang um einen mittleren einstelligen Prozentsatz; bisher war ein "leichter" Rückgang erwartet worden. Die Aktie fällt um 2,6 Prozent.

Die Schnellrestaurantkette Wendy's (+2,6%) hat nach einem durchwachsenen zweiten Quartal ihren Ausblick für 2026 zurückgezogen und die Dividende gekürzt. Das Unternehmen will unter anderem mit Investitionen die Trendwende schaffen. Positiv werden die Zahlen zum ersten Geschäftsquartal von Take-Two Interactive (+4,1%) aufgenommen. Der Videospieleanbieter sieht nach eigenen Angaben keine Kaufzurückhaltung der Kunden aufgrund des konjunkturellen Umfelds.

Die als zinssensitiv geltenden Technologiewerte profitieren nicht durchweg von den sinkenden Marktzinsen, da Anleger nach wie vor die Nachhaltigkeit der KI-bedingten Gewinne und die massiven Investitionen in Frage stellen. Unter anderem gewinnen Nvidia 2,1 Prozent und Intel 1,8 Prozent. Die am Donnerstag nach Zahlenvorlage abgestraften Aktien von Western Digital und Sandisk verlieren jedoch weitere 3,9 und 1,7 Prozent.

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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

DJIA 53.981,01 +0,2 +95,91 53.885,10

S&P-500 7.755,31 +0,6 +45,35 7.709,96

NASDAQ Comp 26.673,18 +1,2 +324,83 26.348,35

NASDAQ 100 29.698,14 +1,1 +324,81 29.373,33

US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 4,21 -0,04 4,26 4,15

5 Jahre 4,36 -0,03 4,40 4,30

10 Jahre 4,65 -0,02 4,69 4,60

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:15

EUR/USD 1,1564 +0,4 0,0040 1,1524 1,1528

EUR/JPY 182,06 -0,3 -0,5000 182,56 182,6100

EUR/CHF 0,9334 -0,3 -0,0023 0,9357 0,9349

EUR/GBP 0,8565 +0,0 0,0001 0,8564 0,8564

USD/JPY 157,43 -0,6 -0,9900 158,42 158,3900

GBP/USD 1,3499 +0,3 0,0046 1,3453 1,3455

USD/CNY 6,7474 -0,0 -0,0014 6,7488 6,7488

USD/CNH 6,7432 -0,1 -0,0049 6,7481 6,7483

AUS/USD 0,7068 +0,5 0,0038 0,703 0,7036

Bitcoin/USD 64.968,43 +0,9 565,94 64.402,49 64.808,86

ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 78,35 +1,4 1,06 77,29

Brent/ICE 83,51 +1,2 1,02 82,49

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.345,82 +2,5 106,59 4.239,23

Silber 63,46 +3,2 1,98 61,48

Platin 1.753,25 +1,4 24,00 1.729,25

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/cbr

(END) Dow Jones Newswires

August 07, 2026 12:25 ET (16:25 GMT)

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