MÄRKTE USA/Zaghafte Erholungsansätze - KI-Sorgen bremsen Tech-Sektor


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DOW JONES--An der Wall Street machen die Kurse ihre anfänglichen Verluste im Verlauf des Freitagshandels wett. Überraschend gut ausgefallene Daten zur Verbraucherstimmung in den USA ermutigen die Anleger zum zaghaften Wiedereinstieg. Der von der Universität Michigan ermittelte entsprechende Index ist im Juni dank moderaterer Benzinpreise etwas stärker gestiegen als von Volkswirten erwartet.

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Gekauft werden vor allem Aktien der Hersteller von Massenkonsumgütern und der Gesundheitsbranche. Der Technologiesektor neigt jedoch weiter zur Schwäche. Hier belastet ein Bericht, wonach das KI-Startup OpenAI seinen geplanten Börsengang in das kommende Jahr hinein verschieben könnte. Überdies geht die Sorge um, ob sich die hohen KI-Investitionen wirklich rechnen. Genährt wurden diese Zweifel schon am Donnerstag von Apple. Der Konzern erhöht aufgrund der stark gestiegenen Speicherchip-Kosten die Verkaufspreise für seine Macs und iPads.

Der Dow-Jones-Index steigt gegen Mittag (Ortszeit New York) um 0,1 Prozent auf 51.973 Punkte. Der S&P-500 gewinnt 0,2 Prozent, und der Nasdaq-Composite tendiert kaum verändert. Mit dem Nasdaq-100 geht es um 0,7 Prozent abwärts.

"Wenn einer der Hyperscaler beginnt, seine Ausgaben zurückzufahren und wenn dessen Aktie dafür belohnt wird - was wahrscheinlich ist -, wird das einen neuen Trend auslösen, KI-Ausgaben zu kürzen. Wir sind noch nicht an diesem Punkt, aber wir nähern uns. Wir würden derzeit keine Big-Tech- oder KI-Aktien kaufen, da ihre Dominanz zu bröckeln beginnt", warnt Marktstratege Richard Reyle von Questar Capital Partners vor einem Ende des KI-Halbleiterbooms an der Börse.

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Nachdem Apple am Vortag mit den Preiserhöhungen um gut 6 Prozent abgestürzt sind, erholt sich der Kurs zum Wochenschluss nun um 0,2 Prozent. Die Kurse von Speichertiteln wie Micron Technology und Sandisk geben um 3,9 bzw. 8 Prozent nach, Seagate Technology büßen 8 Prozent ein. Händler sprechen von Sorgen, KI-Hyperscaler könnten ihre Ausgaben aufgrund der hohen Kosten für Speichermedien zurückschrauben. Doch dürften auch Gewinnmitnahmen im Spiel sein, nachdem Micron am Vortag mit überraschend guten Zahlen und einem starken Ausblick diesem Marktsegment Auftrieb gegeben hatte. Ebenfalls im Technologiesegment brechen ON Semiconductor um 22 Prozent ein. Der Halbleiterkonzern übernimmt Synaptics (-0,9%) für rund 7 Milliarden Dollar in einer rein auf Aktien fußenden Transaktion.

Die Ölpreise geben deutlicher nach, als sie am Vortag mit den Schlagzeilen über einen iranischen Angriff auf ein unter der Flagge Singapurs fahrendes Frachtschiff in der Wasserstraße von Hormus geklettert waren. "Der jüngste Angriff auf ein Schiff wird den Verkehr wahrscheinlich verlangsamen. Da sich der breitere Markt jedoch auf eine Erholung der Ölflüsse aus der Region konzentriert, scheint die Preisdynamik weiterhin abwärts gerichtet zu sein", befinden die ING-Analysten. Erdöl der Sorte Brent verbilligt sich um 4,6 Prozent je Fass. Die Rohölpreise bewegen sich praktisch auf dem Niveau, auf dem sie vor Beginn des Iran-Kriegs notierten.

Am Anleihemarkt fallen die Renditen überwiegend, die zehnjährige US-Staatsanleihe gibt um 2 Basispunkte nach auf 4,37 Prozent - begünstigt durch niedrige Ölpreise. Mit den niedrigeren Marktzinsen neigt der Dollar zur Schwäche, der Dollar-Index gibt 0,2 Prozent ab. Die Märkte schraubten ihre Erwartungen einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank zurück, heißt es mit Blick auf die jüngsten PCE-Inflationsdaten. Dies erkläre sinkende Renditen und die Dollar-Schwäche. Der Präsident der New Yorker Fed, John Williams, hält den derzeitigen geldpolitischen Kurs für angemessen, um die Inflation wieder auf das 2-Prozentziel der US-Notenbank zu bringen. Er dämpft damit Zinserhöhungsspekulationen. Fallende Marktzinsen und die Dollar-Schwäche machen Gold attraktiver, die Feinunze verteuert sich um 1,6 Prozent.

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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

DJIA 51.973,03 +0,1 +52,41 51.920,62

S&P-500 7.368,23 +0,2 +10,74 7.357,49

NASDAQ Comp 25.356,35 -0,0 -2,25 25.358,60

NASDAQ 100 29.238,47 -0,7 -201,85 29.440,32

US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 4,09 -0,03 4,13 4,07

5 Jahre 4,13 -0,03 4,17 4,12

10 Jahre 4,37 -0,02 4,41 4,37

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:30 Uhr

EUR/USD 1,1400 +0,3 0,0031 1,1369 1,1386

EUR/JPY 184,34 +0,2 0,4000 183,94 184,0600

EUR/CHF 0,9215 +0,0 0,0004 0,9211 0,9215

EUR/GBP 0,8625 +0,1 0,0009 0,8616 0,8615

USD/JPY 161,68 -0,1 -0,1000 161,78 161,6300

GBP/USD 1,3215 +0,2 0,0024 1,3191 1,3212

USD/CNY 6,798 +0,0 0,0004 6,7976 6,7976

USD/CNH 6,8015 +0,0 0,0009 6,8006 6,7994

AUS/USD 0,6904 -0,1 -0,0004 0,6908 0,6918

Bitcoin/USD 60.124,45 +1,3 758,25 59.366,20 59.203,17

ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 68,94 -4,1 -2,98 71,92

Brent/ICE 71,79 -4,6 -3,47 75,26

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.090,24 +1,6 64,24 4.026,00

Silber 59,34 +2,5 1,47 57,87

Platin 1.635,55 +2,2 34,51 1.601,04

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/mgo

(END) Dow Jones Newswires

June 26, 2026 12:24 ET (16:24 GMT)

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18.09.26 Micron Technology Outperform RBC Capital Markets
10.08.26 Micron Technology Buy UBS AG
25.06.26 Micron Technology Buy Deutsche Bank AG
25.06.26 Micron Technology Outperform RBC Capital Markets
25.06.26 Micron Technology Neutral Goldman Sachs Group Inc.

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