ROUNDUP 3: Hugo-Boss-Großaktionär Frasers entzieht AR-Chef Unterstützung


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(Neu: Mögliche Beteiligung Frasers inklusive Finanzinstrumenten, "Manager Magazin" zu möglichem Interesse aus China)

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METZINGEN (dpa-AFX) - Der Aufsichtsratsvorsitzende des Modekonzerns HUGO BOSS hat die Unterstützung seines größten Anteilseigners verloren. Das Unternehmen veröffentlichte am Freitagabend in einer Pflichtmitteilung eine Stellungnahme von Frasers Group. Demnach unterstützt der Investor den Boss-Aufsichtsratschef Stephan Sturm nicht mehr.

Die Aktie von Hugo Boss legte am Montag bis zum Nachmittag um rund ein halbes Prozent zu und gehörte damit zu den wenigen Gewinnern im MDax, dem Index für mittelgroße Unternehmenswerte. Im bisherigen Jahresverlauf hat das Papier aber rund 14 Prozent an Wert verloren.

Hugo Boss beschreibt die Zukunft seines Aufsichtsvorsitzenden zwar gesichert: "Stephan Sturm steht zu seiner Verantwortung als Aufsichtsratsvorsitzender und hat die feste Absicht, dieses Amt weiter auszuüben", hieß es in einer ebenfalls am Freitag veröffentlichten Stellungnahme des Modekonzerns.

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In der Pflichtmitteilung vom Freitag hin es indes: Sturm habe die Frasers Group zuvor darüber informiert, dass er ohne deren Unterstützung nicht als Vorsitzender des Aufsichtsrats von Hugo Boss tätig bleiben möchte. Mit dem Ziel, Sturm, sofern nötig, abzuberufen und einen neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats zu ernennen, beabsichtige Frasers Group, Einfluss auf die Zusammensetzung des Aufsichtsrats von Hugo Boss zu nehmen.

Der Investor ist mit einer direkten Beteiligung von 25 Prozent mit Abstand größter Aktionär bei dem Konzern. Wie seit dem Sommer bekannt ist, kommt der Konzern inklusive Finanzinstrumenten aber auf mehr als 30 Prozent. Würde er also die Finanzinstrumente in "echte" Anteile wandeln, wäre eine Pflichtübernahmeofferte fällig.

Unstimmigkeiten zwischen dem Management von Hugo Boss und dem Großaktionär gab es zuletzt hinsichtlich der Dividendenpolitik. Frasers Group sieht Hugo Boss an der Börse als unterbewertet an, wie aus einer Pflichtmitteilung aus dem Juli hervorgeht. Der Investor ist der Ansicht, dass Hugo Boss derzeit keine Dividenden ausschütten sollte. Die Mittel sollten vielmehr zur Wertsteigerung des Unternehmens eingesetzt werden.

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Wie das "Manager Magazin" am Montag schrieb, könnten auch noch andere Akteure in Erscheinung treten. "Laut Insidern sollen sich auch zwei namentlich nicht genannte chinesische Konsumgüterkonzerne mit dem Modeunternehmen aus Metzingen beschäftigen", schreibt das Magazin.

Zuletzt zeigte sich das Management um Konzernchef Daniel Grieder für das laufende Jahr vorsichtiger. 2025 dürften der Umsatz und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) an den unteren Enden der bislang ausgegebenen Spannen liegen, teilte das Unternehmen Anfang November bei Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal mit. Dabei verwies Hugo Boss auf konjunkturelle Unsicherheiten und negative Wechselkurseffekte.

Hugo Boss rechnet für 2025 mit Erlösen von 4,2 Milliarden bis 4,4 Milliarden Euro sowie einem Ebit von 380 Millionen bis 440 Millionen Euro.

Der Modekonzern hält am 3. Dezember eine Investorenveranstaltung ab, bei dem das Management ein Update zu seiner Strategie geben will./err/mis/mne/stk/nas

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21.09.26 HUGO BOSS Halten DZ BANK
18.09.26 HUGO BOSS Neutral UBS AG
02.09.26 HUGO BOSS Halten DZ BANK
02.09.26 HUGO BOSS Neutral UBS AG
18.08.26 HUGO BOSS Halten DZ BANK

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