ROUNDUP: Eli Lilly und Boehringer streichen Investitionen


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ALZEY/INGELHEIM (dpa-AFX) - Deutliches Signal Richtung Berlin: Die Pharmakonzerne Eli Lilly und Boehringer Ingelheim streichen geplante Investitionen in Deutschland. Das eine Unternehmen begründet das explizit mit den Sparplänen der Bundesregierung im Gesundheitswesen, das andere verweist unter anderem darauf. Bei dem US-Konzern geht es um eine eigentlich für einen neuen Standort im rheinland-pfälzischen Alzey bestimmte Milliardensumme, bei dem deutschen Unternehmen um einen hohen dreistelligen Millionenbetrag.

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Der Chef von Eli Lilly, Dave Ricks, nannte die geplante Gesundheitsreform im "Handelsblatt" ein "schreckliches Signal". "Deutschland wird bei der Unterstützung unserer Industrie auf den letzten Platz der europäischen Märkte fallen."

Rohbau von Eli Lilly fast fertig

Eli Lilly wollte bislang 2,5 Milliarden US-Dollar in die neue Produktionsstätte in Alzey stecken. Vor dem Hintergrund des gesundheitspolitischen Kurses in Deutschland sei nun geplant, den noch ausstehenden Umfang des Projekts um 50 Prozent gegenüber der ursprünglichen Planung zu reduzieren, hieß es.

In Alzey ist der Rohbau der Produktionsstätte den Angaben zufolge fast abgeschlossen. Der Innenausbau sei fortgeschritten, 300 Mitarbeitenden seien dort bereits eingestellt. Bislang sahen die Pläne vor, dort bis zu 1.000 Fachkräfte einzustellen.

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Nun teilte Eli Lilly mit, es solle zunächst nur der "Mindestumfang des Hightech-Produktionsstandortes in Alzey" fertiggestellt werden. Die Inbetriebnahme mit reduzierter Kapazität sei weiter für 2027 geplant.

Boehringer-Deutschlandchef: Mit USA und Asien Schritt halten

Der in Rheinland-Pfalz sitzende Pharmakonzern Boehringer Ingelheim stoppt nach eigenen Angaben in Deutschland geplante Ausgaben für die Jahre 2027 bis 2030 mit einem Gesamtvolumen von 900 Millionen Euro. Auch darüber hatte zuvor das "Handelsblatt" berichtet.

Als Gründe für den Schritt nennt Boehringer Ingelheim die schwierigen Rahmenbedingungen in Deutschland, auch die Sparpläne der Bundesregierung bei den Gesundheitsausgaben. Die sehen unter anderem höhere Rabatte vor, die Arzneikonzerne Krankenkassen künftig gewähren müssen.

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Verwiesen wird von Boehringer zudem auf die größere Dynamik in anderen Märkten. Die Rede ist auch ein gewachsener Druck aus den USA. Boehringer Ingelheim hatte wie andere Pharmaunternehmen eine Art Abkommen mit der US-Regierung geschlossen, um von Pharmazöllen befreit zu werden. Eine Bedingung dafür ist, in Produktion und Forschung in Amerika zu investieren.

"Die nächste Innovation geht nach Lage der Dinge aktuell nicht nach Deutschland", sagte Boehringer-Deutschlandchef Médard Schoenmaeckers dem "Handelsblatt". "Wir müssen Schritt halten mit der Entwicklung in den USA und Asien." Die in Deutschland gestoppten Investitionen waren vor allem für den Ausbau der Infrastruktur an hiesigen Standorten vorgesehen, unter anderem für neue Laborgebäude./chs/DP/he

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04.02.26 Eli Lilly Buy Goldman Sachs Group Inc.
20.12.24 Eli Lilly Buy Jefferies & Company Inc.
31.10.24 Eli Lilly Buy Jefferies & Company Inc.
13.02.24 Eli Lilly and Buy Jefferies & Company Inc.
05.10.18 Eli Lilly and Outperform BMO Capital Markets

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