ROUNDUP: GE Vernova enttäuscht trotz Zuwächsen - Windgeschäft problematisch


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CAMBRIDGE (dpa-AFX) - Der weltweite Energiehunger sorgt weiter für eine hohe Nachfrage beim Energietechnikkonzern GE Vernova. So stieg der Umsatz im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 11,1 Milliarden US-Dollar, wie der Konkurrent von Siemens Energy am Mittwoch in Cambridge mitteilte. Für das Gesamtjahr zeigte sich GE Vernova für den Umsatz nun optimistischer. Während sich das Geschäft mit Gasturbinen sowie Elektrifizierung weiter robust entwickelt, schwächelt hingegen die Windkraftsparte und schreibt weiter Verluste.

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Am Markt kamen die Zahlen schlecht an. Zudem enttäuschte der Ausblick die erfolgsverwöhnten Investoren. Der Kurs knickte zum Handelsauftakt um mehr als sechs Prozent ein. Es kam damit zu Gewinnmitnahmen nach einer Rally, die den GE-Vernova-Kurs in diesem Jahr um rund 65 Prozent ins Plus getrieben hatte. Der Ausblick reiche den Anlegern nicht, um dieses Niveau zu rechtfertigen, hieß es.

In diesem Sog fiel auch die Aktie von Siemens Energy am Mittag zunächst um rund acht Prozent und bildete damit das Schlusslicht im DAX. Im Verlauf konnte das Papier seine Verluste leicht reduzieren und lag am Nachmittag noch gut fünf Prozent im Minus. Beide Aktien hatten in den vergangenen Jahren erheblich vom KI-Boom profitiert.

Analysten waren nicht ganz so negativ eingestellt. Der Energietechnikkonzern habe im zweiten Quartal solide abgeschnitten, was die Auftragseingänge und den Free Cashflow betreffe, befand JPMorgan-Experte Mark Strouse. Das operative Ergebnis habe zwar wegen der Schwäche im Windkraftbereich und kostenbedingt etwas unter dem Konsens gelegen, der Umsatz habe aber die Erwartungen übertroffen. Aussagen zur Produktionskapazität bis 2030 stützten die These des Unternehmens, dass sich die Nachfrage beschleunige. Den Kurseinbruch bei Siemens Energy nannte Phil Buller, ebenfalls JPMorgan, "unbegründet".

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Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte in den drei Monaten bis Ende Juni von 770 Millionen im Vorjahr auf 1,25 Milliarden Dollar zu und fiel damit minimal schwächer aus, als von Analysten im Vorfeld erwartet. Unter dem Strich verblieb ein Gewinn von 649 Millionen, nach 492 Millionen Dollar im Vorjahresvergleich, wie GE Vernova weiter mitteilte.

Das Unternehmen sitzt auf einem dicken Auftragspolster von 176 Milliarden Dollar. GE Vernova hob daher seine Umsatzprognose für das laufende Jahr leicht an und erwartet nun Erlöse von 45,5 bis 46,5 Milliarden Dollar und damit jeweils eine Milliarde mehr als zuvor. Der freie Mittelzufluss soll 11,5 bis 12,5 Milliarden Dollar erreichen. Zuvor hatte das Management 6,5 bis 7,5 Milliarden in Aussicht gestellt. Den Ausblick für die bereinigte Ebitda-Marge bestätigte GE Vernova dagegen. Das Unternehmen hatte zuletzt Ende April seine Prognose erhöht.

Unternehmen wie GE Vernova und Siemens Energy kommt derzeit ein sprunghafter Anstieg des Strombedarfs zugute, der durch die Rechenzentren, die KI-Anwendungen betreiben, neue Fabriken und die allgemeine Elektrifizierung verursacht wird. Vor allem die Nachfrage nach Gas-Turbinen und Netztechnik ist hoch. Ein Wermutstropfen bildete im zweiten Quartal allerdings das Geschäft mit Windrädern: So sackte der Auftragseingang um rund 40 Prozent ab, vor allem das Geschäft mit Landturbinen entwickelte sich schwächer. Der Umsatz ging ebenfalls deutlich zurück und der operative Verlust wuchs. Für das Gesamtjahr geht GE Vernova in dem Segment von einem bereinigten Ebitda-Verlust von 400 Millionen Dollar aus. So stiegen auch die Kosten für Meeresanlagen./nas/mne/mis/he

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02.09.26 Siemens Energy Overweight JP Morgan Chase & Co.
02.09.26 Siemens Energy Buy Jefferies & Company Inc.

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