Starker Ausblick

Marvell Technology-Aktie springt nach Zahlen hoch: KI-Boom treibt Chipgeschäft an


Marvell Technology-Aktie springt nach Zahlen hoch: KI-Boom treibt Chipgeschäft an

Marvell hat mit seiner Bilanz die Erwartungen übertroffen. Besonders die Nachfrage für KI und Rechenzentrumsinfrastruktur entwickelt sich zum wichtigsten Wachstumstreiber.

Werte in diesem Artikel
Aktien

301.55 EUR 0.55 EUR 0.18 %

218.95 EUR -0.20 EUR -0.09 %

232.90 EUR 6.20 EUR 2.73 %

660.80 EUR -20.90 EUR -3.07 %

453.15 EUR 15.35 EUR 3.51 %

• Marvell profitiert von KI-Nachfrage
• Umsatzrekord in Q4
• Weiterhin starkes Wachstum erwartet

Werbung

Der US-Halbleiterkonzern Marvell Technology hat am Donnerstag nach US-Börsenschluss seine Ergebnisse für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 veröffentlicht. Der Konzern meldete dabei einen Quartalsumsatz von rund 2,219 Milliarden US-Dollar und übertraf damit leicht die Erwartungen der Analysten, die laut "MarketWatch" bei 2,207 Milliarden US-Dollar gelegen hatten. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht dies einem Wachstum von rund 22 Prozent und markiert zudem einen neuen Bestwert.

Auch beim Gewinn konnte das Unternehmen die Prognosen knapp schlagen. Der bereinigte Gewinn je Aktie auf Non-GAAP-Basis lag bei 0,80 US-Dollar, während Analysten im Durchschnitt etwa 0,79 US-Dollar vorhergesagt hatten. Auf GAAP-Basis erzielte Marvell einen Gewinn je Aktie in Höhe von 0,46 US-Dollar.
Die operative Profitabilität blieb stabil. Die GAAP-Bruttomarge erreichte rund 51,7 Prozent, während die bereinigte Marge knapp 59 Prozent betrug.

Die Ergebnisse markieren den starken Abschluss eines Geschäftsjahres, das durch eine kräftige Erholung der Nachfrage nach Infrastruktur-Halbleitern geprägt war. Im gesamten Geschäftsjahr erzielte Marvell einen Rekordumsatz von 8,195 Milliarden US-Dollar, der laut Unternehmensangaben hauptsächlich durch die starke Nachfrage nach KI-Lösungen angetrieben wurde. Auch die Design-Aufträge hätten im Geschäftsjahr 2026 einen neuen Höchststand erreicht, "der unser zukünftiges Wachstum voraussichtlich weiter beflügeln wird", sagte Marvell-CEO Matt Murphy laut Pressemitteilung. Damit zählt Marvell zu den Halbleiterunternehmen, die besonders stark vom KI-Boom profitieren. Während einige klassische Chipsegmente - etwa für Smartphones oder PCs - zuletzt schwächelten, erlebt die Infrastruktur rund um Rechenzentren und KI-Cluster eine Phase außergewöhnlich hoher Nachfrage.

Werbung

Optimistische Prognose für den Jahresauftakt

Entsprechend positiv fällt auch der Ausblick auf das neue Geschäftsjahr aus. Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 stellt Marvell einen Umsatz von rund 2,4 Milliarden US-Dollar in Aussicht, mit einer Schwankungsbreite von fünf Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie auf Non-GAAP-Basis soll etwa 0,79 US-Dollar erreichen. Diese Prognose liegt leicht über den Erwartungen vieler Analysten, die etwa beim Umsatz für das erste Quartal 2027 laut "MarketWatch" lediglich 2,3 Milliarden US-Dollar auf dem Schirm hatten, und signalisiert, dass die Nachfrage aus dem KI- und Rechenzentrumsmarkt weiterhin stark bleibt.

"Wir erwarten, dass sich das Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2027 in jedem Quartal beschleunigen wird, getragen von der anhaltenden Stärke unseres Rechenzentrumsgeschäfts, dessen Auftragseingang weiterhin Rekordwerte erreicht", wird CEO Murphy des Weiteren zitiert.

Künstliche Intelligenz als Wachstumsmotor

Der wichtigste Wachstumstreiber für Marvell ist derzeit der Boom rund um KI-Rechenzentren. Chips für Datenzentren, Hochgeschwindigkeits-Netzwerke und spezialisierte KI-Beschleuniger bilden inzwischen das Kernsegment des Unternehmens. Nach Unternehmensangaben entfielen im vierten Quartal rund 74 Prozent des Umsatzes auf das Data-Center-Geschäft. Dieses Segment profitiert vor allem von der steigenden Nachfrage großer Cloud-Betreiber nach leistungsfähigen Netzwerklösungen und sogenannten Custom-ASIC-Chips, die speziell für KI-Workloads entwickelt werden.

Werbung

Zu den Kunden zählen führende Cloud- und Plattformanbieter wie Amazon, Microsoft, Alphabet und Meta Platforms, deren Investitionen in KI-Infrastruktur in den kommenden Jahren weiter stark steigen dürften. Analysten erwarten laut "MarketWatch", dass die massiven Investitionsprogramme dieser Konzerne den Bedarf an Netzwerk-, Speicher- und Interconnect-Chips deutlich erhöhen werden. So betonte etwa Analyst Harlan Sur von der US-Bank JPMorgan gegenüber der Nachrichtenseite, dass die vier Konzerne ihre Investitionsausgabenprognose für dieses Jahr auf insgesamt 650 Milliarden US-Dollar angehoben hätten.

Marvell-Aktie springt nach oben

An der US-Börse NASDAQ wurde die Bilanzvorlage entsprechend positiv aufgenommen. Die Aktie von Marvell Technology legte im Handel um 18,35 Prozent auf 89,57 US-Dollar zu.

Für einige Experten wie JPMorgan-Analyst Sur bestätigt der Quartalsbericht nun jedoch die wachsende strategische Bedeutung von Marvell im Ökosystem der KI-Hardware.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: JHVEPhoto / Shutterstock.com

Aktuelle Microsoft Aktie News

Werbung

Microsoft Analysen

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Microsoft nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
Datum Rating Analyst
25.09.26 Microsoft Outperform RBC Capital Markets
21.09.26 Microsoft Buy Jefferies & Company Inc.
10.09.26 Microsoft Outperform RBC Capital Markets
13.08.26 Microsoft Overweight JP Morgan Chase & Co.
03.08.26 Microsoft Buy Jefferies & Company Inc.

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.