VDMA: Bestellungen setzen Talfahrt im Juni fort


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Von Andreas Plecko

FRANKFURT (Dow Jones)--Der kräftige Rückgang der Auftragseingänge im deutschen Maschinen- und Anlagenbau hat sich im Juni fortgesetzt. Die Orders sanken im Vergleich zum Vorjahr um real 31 Prozent, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) berichtete. Im Mai war der Auftragseingang bereits um 28 Prozent zum Vorjahr geschrumpft.

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Während im Inland die Bestellungen im Juni um 12 Prozent rückläufig waren, sanken die Bestellungen aus dem Ausland sogar um 38 Prozent. "Hier spielt allerdings ein Basiseffekt hinein: Im Juni 2019 gab es enorm viel Großanlagengeschäft bei den Aufträgen aus den Nicht-Euro-Ländern. Die Messlatte für den Vorjahresvergleich liegt also extrem hoch", erläuterte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann.

Die Orders aus den Nicht-Euro-Ländern sackten im Juni um 44 Prozent ab. Aus dem Euro-Raum verbuchten die Maschinenbauer ein Bestellminus von 14 Prozent.

Im Dreimonatszeitraum April bis Juni zeigte sich die schwierige Lage für den Maschinenbau ebenfalls deutlich. Die Aufträge sanken um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Inlandsbestellungen gingen um 20 Prozent zurück, die Auslandsorders sanken um 34 Prozent. Die Aufträge aus den Euro-Ländern schrumpften dabei um 24 Prozent, aus den Nicht-Euro-Ländern kamen 38 Prozent weniger Bestellungen.

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Im ersten Halbjahr 2020 verbuchten die Maschinenbauer einen Orderrückgang von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei fällt der Rückgang bei den Aufträgen aus dem Ausland deutlich größer aus als das Minus aus dem Inland. "Dieser Rückgang geht auf eine durch Handelsstreitigkeiten und politische Verwerfungen geschwächte Weltkonjunktur zurück, die durch die Covid-19-Pandemie zusätzlich heftig getroffen wurde", sagte Wortmann.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/apo/jhe

(END) Dow Jones Newswires

August 05, 2020 04:00 ET (08:00 GMT)

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