Wacker Chemie: Jetzt könnte es brenzlig werden
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Der Krieg am Golf und die US-Zollvorteile haben den Kurs von Wacker Chemie zuletzt gestützt. Nun trägt der schwächere Gesamtmarkt die Charttechnik an eine Marke, an der es unangenehm werden kann.
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Steigende Preise für Chemikalien durch den Krieg am Golf und Zollvorteile in den USA durch dortige Produktionskapazitäten bei Polysilicium stützten zuletzt den Kurs der Aktie von Wacker Chemie. Die Halbjahreszahlen 2026 Ende Juli wurden unterdessen eher nüchtern aufgenommen. Für das Gesamtjahr 2026 hatte Wacker die Umsatzprognose etwas zurückgenommen, das Ziel für das EBITDA aber auf eine Spanne von 625 bis 750 Mio. Euro (zuvor: 550 bis 700 Mio. Euro) angehoben.
Spannung garantiert
Nach dem Sturm auf das Jahreshoch bei gut 105 Euro im Juni rutschte die Aktie in einen kurzfristigen Abwärtstrend. Die Vorteile gegenüber den Wettbewerbern bei den neuen US-Zöllen lieferten dann Anfang August den entscheidenden Impuls, um den Abwärtstrend zunächst wieder nach oben zu verlassen. Mittlerweile befindet sich die Aktie aber in einer pikanten Chartsituation: Der Kurs setzt gerade auf der oberen Begrenzung des abwärts gerichteten Trendkanals auf.
Analyst senkt den Daumen
Ausgerechnet jetzt kommt die Citigroup mit einer Kurszielsenkung auf 85 Euro (zuvor: 95 Euro), verbunden mit einer Abstufung auf „Verkaufen“. Ob diese Abstufung tatsächlich das Potenzial besitzt, das Papier wieder in den kurzfristigen Abwärtstrendkanal zurückzudrücken, ist noch offen. Tritt dieses Szenario jedoch ein, ist der Ausbruch aus der Bullenflagge wieder passé und die Unterstützung bei 82/83 Euro rückt in den Blickpunkt.
Fazit
Das Kurspotenzial durch steigende Preise für Chemikalien, ausgelöst durch den Krieg am Golf, scheint aktuell eingepreist. Ebendies gilt für die Zollvorteile durch Produktionsstätten in den USA. Daher dominiert der tendenziell schwächere Gesamtmarkt die Charttechnik – und hier steht in den kommenden Handelstagen eine wichtige Entscheidung an. Der Wiedereintritt in den kurzfristigen Abwärtstrend könnte noch von der Unterstützung um 89 Euro gebremst werden. Gelingt dies nicht, dürfte die Unterstützung bei 82/83 Euro getestet werden. Diese erscheint recht stabil, denn hier verläuft zudem die 200-Tage-Linie.
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Erstellung am 21.08.26 um 11:13 Uhr.
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