XETRA-SCHLUSS/Leichter - Friedenseuphorie entweicht etwas
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DOW JONES--Mit Abgaben hat sich der deutsche Aktienmarkt am Dienstag aus dem Handel verabschiedet. Zum "echten" Wochenstart in Deutschland nach dem langen Pfingstwochenende hielten sich Anleger zurück. Dazu wurden nach der Euphorie des Vortages Gewinne zumeist konsolidiert. Auch die zuletzt gestiegenen Hoffnungen rund um den Iran-Krieg wichen wieder einer nüchternen Betrachtung. Am Nachmittag bremste dann eine Verschärfung im Tonfall zwischen den beiden Kriegsparteien.
Der DAX schloss mit einem Minus von 0,8 Prozent bei 25.185 Punkten.
Händler ordneten dies aber als noch nicht besorgniserregend ein. Nach dem langen Pfingstwochenende hätten die Börsen Standhaftigkeit gegenüber der Nachrichtenlage gezeigt. Bis auf die üblichen Drohungen hätten die Scharmützel im Persischen Golf zu keiner Eskalation geführt. Die Sorgen zeigten sich mehr im Brent-Ölpreis, der sich nach dem deutlichen Rückgang am Vortag um 4,6 Prozent auf 100,53 Dollar je Fass stieg.
Michael Nizard, Leiter des Multi-Asset-Handels bei Edmond de Rothschild Asset Management äusserte sich am Morgen aber trotz der unsicheren Gemengelage eher positiv: Denn zu den Signalen wie Renditen und Inflation mehrten sich die Zeichen, dass auch Russlands Offensive in der Ukraine an Momentum verliere. Daher dürfte sich die Risikostimmung in Europa leicht verbessern, und jeder Hinweis auf eine Entspannung rund um die Straße von Hormus werde die Energiepreise wieder senken. Überdies sei die Berichtssaison für das erste Quartal in Europa solide gewesen, mit rund 60 Prozent übertroffenen Erwartungen.
Die Kursbewegungen in Europa zeigten sich bis auf wenige Sonder-Geschichten zumeist von Portfolio-Anpassungen bei der Aktiengewichtung, Sektorrotation und Gewinnmitnahmen geprägt.
Daher gab es selbst innerhalb von Branchen Plus- und Minuszeichen. So bei den Chip-Werten, wo eine ASML deutlich im Minus notierte, Infineon im DAX jedoch ihren Anstieg mit 1,1 Prozent Plus fortsetzten. Software-Aktien wurden wieder verkauft, SAP büßten 2,0 Prozent ein.
Auch MTU Aero und Scout24 gaben um bis zu 3,8 Prozent nach. Gesucht waren dagegen Zalando mit 3,0 Prozent Aufschlag.
Dazu gaben auch Umstufungen häufig die Richtung vor: So verloren Wacker Chemie 2,1 Prozent, nachdem die Analysten der UBS die Kaufempfehlung zurückgezogen und die Titel auf "Neutral" gestuft hatten. Die Papiere von Merck KGaA fielen um 1,3 Prozent, nachdem sie von Jefferies auf "Hold" nach "Buy" gesenkt wurden.
Fresenius Medical Care (FMC) gaben nach anfänglichen Gewinnen um 0,9 Prozent nach. Positiv wurde die Ankündigung eines neuen Aktienrückkaufprogramms mit einem Volumen von rund 1 Milliarde Euro vermerkt. Es soll kurzfristig starten und innerhalb von zwölf Monaten in Tranchen durchgeführt werden.
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Index zuletzt* +/- % +/- % YTD
DAX 25.185 -0,8 2,9
DAX-Future 25.227 -1,0 3,1
XDAX 25.183 -0,8 2,5
MDAX 32.699 -0,3 6,9
TecDAX 4.064 -0,8 12,2
SDAX 18.845 -0,1 9,8
zuletzt +/- Ticks
Bund-Future 125,97 -36,0
*gerundet
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/mod/ros
(END) Dow Jones Newswires
May 26, 2026 11:51 ET (15:51 GMT)
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| 25.06.2026 | SAP SE Buy | Jefferies & Company Inc. | |
| 19.06.2026 | SAP SE Buy | UBS AG | |
| 19.06.2026 | SAP SE Buy | Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank) | |
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