XETRA-SCHLUSS/Schwach - Warsh und steigende Renditen belasten


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DOW JONES--Der deutsche Aktienmarkt ist mit deutlichen Abschlägen in die neue Woche gestartet. Der DAX verlor 1,2 Prozent auf 26.258 Punkte. Belastend wirkten wieder steigende Ölpreise nach einem militärischen Schlagabtausch zwischen den USA und dem Iran sowie die falkenhaft aufgenommene Rede von Fed-Chairman Kevin Warsh am Freitag. Der Öpreis zog daraufhin an - Brent stieg um 2,7 Prozent auf 90,49 Dollar das Fass. Daneben stiegen die Renditen an den Anleihemärkten in vielen Fällen auf neue Jahreshochs.

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Die viel beachtete Rede von Fed-Chef Kevin Warsh auf dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole fiel nach allgemeiner Wahrnehmung falkenhaft aus. Warsh zeigte sich mit den Fortschritten bei der Inflation unzufrieden, die US-Notenbank habe "einiges zu tun". Die an den Märkten eingepreiste Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank im September die Zinsen anheben wird, stieg auf 60 von zuvor 30 Prozent.

Die gesamtdeutschen Inflationszahlen setzten dagegen keine Akzente an den Märkten. Die Preise sind im August wie erwartet um 2,9 Prozent gestiegen, harmonisiert fiel der Preisanstieg mit ebenfalls 2,9 Prozent sogar unter der Prognose von 3,2 Prozent aus. Damit bewegt sich die Inflation aber weit über dem EZB-Ziel von 2,0 Prozent. Eine EZB-Zinserhöhung im September gilt an den Märkten als ausgemacht.

Das Sentiment für Rüstungsaktien bleibt angeschlagen. Im Sommerinterview mit der ARD hat Bundeskanzler Friedrich Merz die höheren Rüstungsausgaben zwar verteidigt, zugleich aber eine sehr viel höhere Kosteneffizienz gefordert. Die Aussagen kommen für Anleger prinzipiell nicht überraschend. In den vergangenen Monaten sind angesichts der Entwicklungen im Ukrainekrieg die Zweifel an der Sinnhaftigkeit von Investitionen in traditionelle Waffensysteme wie etwa gepanzerte Fahrzeuge oder Panzer stark gestiegen. Der Ukrainekrieg gilt als der erste Drohnenkrieg der Geschichte, daneben spielen Raketen und Raketenabwehrsysteme eine große Rolle. Rheinmetall verloren 3,8 Prozent und Hensoldt 1,7 Prozent.

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Tagesverlierer und im DAX waren Siemens Energy. Die inzwischen mit knapp 6 Prozent im DAX gewichtete Aktie büßte 5 Prozent ein. Ein Händler verwies auf Aussagen von Elon Musk, wonach SpaceX Turbinenblätter herstellen will wegen der extrem langen Wartezeiten bedingt durch die hohe Nachfrage nach Gasturbinen. Dies verzögere den Ausbau seiner Datencenter. Nordex gaben um 2 Prozent nach.

Chemieaktien legten dagegen weiter zu, nachdem der Ifo-Geschäftsklimaindex für die Branche am Freitag positive Signale gesendet hatte. BASF stiegen um 0,9 und Brenntag um 1,8 Prozent. Im MDAX kamen Lanxess um 3,2 Prozent voran und Wacker Chemie um 0,8 Prozent.

Aroundtown rutschten um 3,1 Prozent ab, nachdem Goldman Sachs das Kursziel deutlich gesenkt hatte. Aber auch andere Immobilienaktien gaben mit der Aussicht auf höhere Zinsen nach; Vonovia um 3, TAG Immobilien um 3,6 und LEG Immobilien um 2 Prozent.

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Index zuletzt* +/- % +/- % YTD

DAX 26.258 -1,2 7,3

DAX-Future 26.285 -1,2 7,8

XDAX 26.248 -1,0 6,8

MDAX 32.725 -0,9 7,1

TecDAX 4.083 -0,9 12,9

SDAX 18.935 -0,3 10,2

zuletzt +/- Ticks

Bund-Future 123,18 -48,0

*gerundet

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/cln

(END) Dow Jones Newswires

August 31, 2026 11:50 ET (15:50 GMT)

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11:41 Rheinmetall Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
21.09.26 Rheinmetall Outperform Bernstein Research
10.09.26 Rheinmetall Neutral JP Morgan Chase & Co.
01.09.26 Rheinmetall Buy Deutsche Bank AG
17.08.26 Rheinmetall Neutral JP Morgan Chase & Co.

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