Zahlen im Fokus

Techriese Microsoft überzeugt auf ganzer Linie - Aktie springt zweistellig an


Techriese Microsoft überzeugt auf ganzer Linie - Aktie springt zweistellig an

Microsoft hat am Mittwochabend seine jüngsten Zahlen für das abgelaufene Quartal veröffentlicht. Anleger reagieren prompt.

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Im vierten Geschäftsquartal des Geschäftsjahres 2025/26 hat Microsoft deutlich mehr verdient. Das Ergebnis je Aktie stieg von 3,65 US-Dollar auf 4,81 US-Dollar und lag damit deutlich über den Erwartungen. Analysten hatten im Vorfeld mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 4,24 US-Dollar gerechnet.

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Der Umsatz entwickelte sich ebenfalls positiv und stieg von 76,44 Milliarden US-Dollar auf 90,01 Milliarden US-Dollar. Damit übertraf Microsoft die Analystenschätzungen von 87,61 Milliarden US-Dollar.

Geschäftsjahr mit kräftigem Umsatz- und Gewinnplus

Auch auf Gesamtjahressicht profitierte Microsoft von der anhaltend hohen Nachfrage nach Produkten rund um Künstliche Intelligenz (KI) und Cloud-Dienste. Im Geschäftsjahr 2026/27 kletterte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent auf 332 Milliarden US-Dollar. Das operative Ergebnis stieg um gut ein Fünftel auf 155 Milliarden US-Dollar. Unter dem Strich verdiente der Konzern knapp 134 Milliarden US-Dollar und damit fast ein Drittel mehr als im Vorjahr.

Azure treibt Wachstum der Cloud-Sparte an

Besonders stark entwickelte sich das Cloud-Geschäft. Der Umsatz mit Azure, Microsofts Cloud-Computing-Plattform, legte im Jahresvergleich um 43 Prozent zu und übertraf damit die Analystenerwartung von 39,98 Prozent Wachstum. Gleichzeitig markierte das den höchsten Quartalszuwachs seit 2022.

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Der gesamte Umsatz der Sparte Microsoft Cloud stieg im vierten Quartal um 27 Prozent auf 59,30 Milliarden US-Dollar. Der Intelligent-Cloud-Umsatz erhöhte sich um 32 Prozent auf 39,3 Milliarden US-Dollar.

"Wir treiben die Grenzen der Kosten-Nutzen-Kurve voran und stellen sicher, dass jeder Kunde Token in Geschäftsergebnisse umwandeln kann", sagte Konzernchef Satya Nadella in einer Mitteilung.

"In diesem Jahr hat der Azure-Umsatz erstmals die Marke von 100 Milliarden US-Dollar überschritten, und Microsoft 365 Copilot erreichte mehr als 30 Millionen zahlende Nutzer. Das zeigt das Vertrauen, das Kunden in uns setzen, um ihre KI-Transformation voranzutreiben", ergänzte der CEO.

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Investitionen in KI bleiben im Fokus der Anleger

Trotz der starken Zahlen richtet sich der Blick der Anleger vor allem auf die Prognosen für die Investitionen. Microsoft steckt derzeit Milliarden in die KI-Infrastruktur, also in die Kombination aus Hardware und Software, die für die Verarbeitung großer Datenmengen sowie den Aufbau und das Training von KI-Modellen benötigt wird. Wie auch Meta Platforms (ex Facebook) und Amazon investiert der Konzern hohe Summen in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur.

Finanzchefin Amy Hood bestätigte zudem, dass die Investitionspläne (CapEx) für 2026 unverändert bleiben. Dies beruhigte Investoren, die sich zuvor wegen des angekündigten KI-Investitionsprogramms in Höhe von 190 Milliarden US-Dollar besorgt gezeigt hatten. Microsoft hatte im Zuge der Quartalszahlen erläutert, dass sich die künftig ausgewiesenen Investitionen aufgrund einer Bilanzierungsänderung auf rund 175 Milliarden US-Dollar belaufen werden, ohne dass sich an den tatsächlichen Investitionsplänen etwas geändert habe. Gleichzeitig erklärte Hood, dass Microsoft voraussichtlich auch bis ins Geschäftsjahr 2027 hinein einen positiven Cashflow erzielen werde. Darüber hinaus steigerte ein Bewertungsgewinn von 3,2 Milliarden US-Dollar aus der Beteiligung am KI-Unternehmen Anthropic den GAAP-Nettogewinn. Die Zahl der bezahlten Unternehmenskonten für Microsoft 365 Copilot stieg von 20 Millionen im Vorquartal auf mehr als 30 Millionen und deutet auf eine zunehmende Monetarisierung der KI-Angebote hin.

Investoren sorgen sich zunehmend, dass sich die hohen Ausgaben zu langsam auszahlen könnten und die Renditen hinter den Erwartungen zurückbleiben.

Microsoft-Aktie legt deutlich zu

Starke Jahreszahlen von Microsoft treiben die Aktie am Donnerstag nach oben.

Die Anleger dürften dabei nicht zuletzt das Thema Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) und Rentabilität im Auge haben. Denn: Microsofts Finanzchefin Amy Hood signalisierte in einer Telefonkonferenz mit Analysten, dass Investitionen in die KI-Infrastruktur im Zaum gehalten würden, anstatt sie wie viele andere Tech-Konzerne weiter zu erhöhen.

Microsoft-Titel sprangen im NASDAQ-Handel letztlich um 15,51 Prozent auf 451,10 US-Dollar hoch.

Microsoft habe sein Geschäftsjahr 2025/26 stark abgeschlossen, wozu alle Geschäftsbereiche beigetragen hätten, lobte RBC-Analyst Rishi Jaluria. Die durchschnittlichen Analystenerwartungen seien durch die Bank übertroffen worden. Besonders hob er das im Quartalsvergleich beschleunigte Wachstum von Azure hervor und dass das Management eine weitere Beschleunigung der Dynamik der Cloud-Computing-Plattform im ersten Geschäftshalbjahr 2026/27 im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2025/26 erwarte.

Jaluria wies außerdem darauf hin, dass die Investitionsprognose aufgrund günstiger Entwicklungen bei der Leasingumklassifizierung gesenkt wurde, auch wenn die Investitionserwartungen ohne diese unverändert geblieben seien. Auch Jefferies-Analyst Bent Thill lobte: "Microsoft hat einen Volltreffer gelandet." Und wie der RBC-Experte hob auch er vor allem Azure positiv hervor und sprach hier obendrein noch von einer "starken Prognose für das erste Quartal".

Claudia Stephan, Thomas Zoller, Melanie Schürmann, Martina Köhler, Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX

Bildquellen: turtix / Shutterstock.com, James Marvin Phelps / Shutterstock.com

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03.08.26 Microsoft Buy Jefferies & Company Inc.
31.07.26 Microsoft Buy UBS AG
31.07.26 Microsoft Kaufen DZ BANK
30.07.26 Microsoft Overweight JP Morgan Chase & Co.
30.07.26 Microsoft Outperform RBC Capital Markets