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Nach El Salvador: In dieser Region ist Bitcoin nun auch gesetzliches Zahlungsmittel

01.05.22 17:05 Uhr

Nach El Salvador: In dieser Region ist Bitcoin nun auch gesetzliches Zahlungsmittel | finanzen.net

Nachdem vergangenen Herbst El Salvador Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt hat, geht nun auch die umstrittene Region Honduras Próspera diesen Schritt. Die honduranische Zentralbank ist dieser Neuerung kritisch gegenüber eingestellt und kündigte an, keine Krypto-Geschäfte zu beaufsichtigen.

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• Anfang April kündigte die ZEDE Honduras Próspera an, Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel einzuführen
• Keine Kapitalertragssteuer auf Bitcoin: Honduras Próspera eigenen Angaben zufolge "bestes regulatorisches Umfeld der Welt"
• Die Honduranische Zentralbank (BCH) beaufsichtigt und garantiert keine Krypto-Geschäfte

Anfang April hat die honduranische Region Honduras Próspera angekündigt, Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel einzuführen - in bestimmten Bereichen mit sofortiger Wirkung. Honduras Próspera ist eine autonome Sonderzone für Arbeit und wirtschaftliche Entwicklung (ZEDE) und die zweite Region überhaupt, die diesen Schritt gegangen ist. Als erstes Land der Welt hat El Salvador Bitcoin im September vergangenen Jahres als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt.

Honduras Próspera wirbt mit "besten Regulatorien der Welt"

Die Einführung von Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel soll Honduras Próspera für Investoren noch attraktiver machen - so schreibt die Region auf Twitter: "Bitcoin-Unternehmen können in Próspera mit dem besten regulatorischen Umfeld der Welt arbeiten." In Honduras Próspera muss für Bitcoin und andere Kryptowährungen keine Kapitalertragssteuer gezahlt werden. Stattdessen ist es nun möglich, Steuern in Bitcoin zu zahlen.

Honduranische Zentralbank sieht Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel kritisch

"Diese neue Form der ausländischen Direktinvestitionen kann in Verbindung mit den Dienstleistungen von Próspera dazu beitragen, verarmte Gemeinden in blühende Zentren der Innovation und des Wohlstands zu verwandeln", so Honduras Próspera in der offiziellen Pressemitteilung zur Einführung von Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel. Wie Heise mit Verweis auf Reuters berichtet, teilte die honduranische Zentralbank (BCH) auf Nachfrage mit, dass sie "keine Operationen beaufsichtigt oder garantiert, die mit Kryptowährungen als Zahlungsmittel auf dem nationalen Territorium durchgeführt werden." Stattdessen führe man aktuell Studien und Analysen durch, um die Umsetzungsmöglichkeiten der "Ausgabe einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) zu ermitteln, die die Eigenschaft hat, als gesetzliches Zahlungsmittel im Land anerkannt zu werden."

Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel kritisch: Ende Januar forderte der IWF El Salvador dazu auf, die im September eingeführte Neuerung wieder abzuschaffen, da sie zu viele Risiken mit sich bringe.

Die Region Honduras Próspera ist umstritten

Honduras Próspera wurde 2020 auf der honduranischen Touristen-Insel Roatán gegründet und ist weitgehend autonom - jedoch ist Heise zufolge ein großer Teil der Bevölkerung gegen die ZEDEs in Honduras. Die seit Januar amtierende Präsidentin Xiomara Castro habe sogar in ihrem Wahlprogramm erklärt, das Gesetz zu den ZEDEs aufheben zu wollen, da die Sonderzonen die Souveränität des Landes verletzen.

Redaktion finanzen.net

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