Risikokapital vorhalten

Basler Aufseher schlagen Zweiklassensystem für Kryptowährungen vor

10.06.21 13:43 Uhr

Basler Aufseher schlagen Zweiklassensystem für Kryptowährungen vor | finanzen.net

Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht hat sich dafür ausgesprochen, Digitalwährungen in unterschiedliche Klassen aufzuteilen.

Werte in diesem Artikel
Devisen

50.589,0557 CHF -482,9275 CHF -0,95%

55.002,6039 EUR -550,0644 EUR -0,99%

47.068,9132 GBP -515,1774 GBP -1,08%

10.190.415,2876 JPY -68.011,2277 JPY -0,66%

62.770,0169 USD -760,5682 USD -1,20%

1.421,5290 CHF -11,0408 CHF -0,77%

1.545,5477 EUR -12,7054 EUR -0,82%

1.322,6147 GBP -12,1197 GBP -0,91%

286.345,9498 JPY -1.403,0495 JPY -0,49%

1.763,8084 USD -18,2253 USD -1,02%

0,9174 CHF -0,0131 CHF -1,40%

0,9974 EUR -0,0147 EUR -1,45%

0,8535 GBP -0,0133 GBP -1,54%

184,7916 JPY -2,0968 JPY -1,12%

1,1383 USD -0,0191 USD -1,65%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 0,96%

0,0007 ETH 0,0000 ETH 0,78%

1,0901 XRP 0,0153 XRP 1,42%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 1,01%

0,0006 ETH 0,0000 ETH 0,82%

1,0026 XRP 0,0145 XRP 1,47%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 1,07%

0,0008 ETH 0,0000 ETH 0,92%

1,1716 XRP 0,0180 XRP 1,56%

Eine erste Klasse soll Kryptowährungen umfassen, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen und daher ähnlich wie bereits existierende Anlageformen behandelt werden. Ein zweite Klasse, zu der die BIZ auch die derzeit bedeutendste Digitalwährung Bitcoin zählt, erfüllt die Voraussetzungen nicht und soll daher strenger als klassische Anlagen behandelt werden. Eine Folge wäre, dass Banken wesentlich höheres Risikokapital vorhalten müssten.

Die Vorschläge des Baseler Ausschusses sind Teil eines Papiers, das am Donnerstag veröffentlicht wurde. Betroffene können sich zu den Vorschlägen noch bis September äußern.

Zur ersten Gruppe der Digitalanlagen, für die weniger strenge Vorschriften gelten sollen, zählt der Ausschuss zum einen klassische Anlagen, die lediglich neuartige technische Verfahren wie die Blockchain verwenden, um etwa Vermögensübertragungen zu erfassen (Tokenised Assets). Zur dieser Gruppe zählt der Ausschuss auch Kryptoanlagen, die eine Art eingebauten Stabilitätsmechanismus bieten. Dazu gehören etwa sogenannte "Stable Coins". Das sind Digitalwerte, deren Wert durch die Bindung an klassische Anlagen wie Währungen oder Anleihen gedeckt sind.

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Neue Regulierungen schlägt der Ausschuss derzeit nicht vor - auch nicht für die zweite Gruppe, mit denen er höhere Marktrisiken in Verbindung bringt. Digitales Zentralbankgeld, an dem derzeit mehrere große Zentralbanken arbeiten, wird in dem Papier nicht behandelt.

Das Risikogewicht, das der Ausschuss für riskantere Digitalanlagen der zweiten Gruppe empfiehlt, beträgt 1250 Prozent. Dies ist die höchste Risikokategorie. Für Digitalwerte der ersten Gruppe soll weniger Risikokapital vorgehalten werden müssen.

Hintergrund der Überlegungen sind Risiken, die mit den neuartigen Digitalwährungen einhergehen können. Das starke Wachstum von Kryptoanlagen und damit verbundener Dienstleistungen habe das Potenzial, Probleme in der Finanzstabilität auszulösen und die Risiken für Banken zu erhöhen, erklärte der Ausschuss. Das von den Banken vorgehaltene Kapital solle ausreichen, um eine vollständige Abschreibung der Kryptoanlagen aufzufangen, ohne die Inhaber von Bankeinlagen und andere vorrangige Gläubiger einem Verlust auszusetzen.

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BASEL (dpa-AFX)

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