Goldpreis im Fokus: Anleger kassieren Gewinne
Der Goldpreis zeigte sich im frühen Freitagshandel schwächer und steuert auf einen Wochenverlust zu. Dieser hält sich aktuell mit 0,4 Prozent in Grenzen.
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von Jörg Bernhard
Anleger nahmen Gewinne mit, nachdem in den Tagen zuvor moderate US-Inflationsdaten den Goldpreis auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Monaten getrieben und die Argumente für eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank Fed geschwächt hatten. Die US-Erzeugerpreise blieben im Juli gegenüber dem Vormonat unverändert, nachdem sie im Juni nach revidierten Angaben um 0,1 Prozent gesunken waren. Auch die US-Verbraucherpreise legten im Juli nur geringfügig zu, während die Benzinpreise den zweiten Monat in Folge zurückgingen. Laut dem CME FedWatch Tool rechnen Händler inzwischen nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von 33 Prozent mit einer Zinserhöhung im September. In der vergangenen Woche hatte diese Wahrscheinlichkeit noch bei rund 55 Prozent gelegen. Am Abend dürften sich die Marktakteure zudem für den Commitments-of-Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC (21.30 Uhr) stark interessieren. Dieser informiert einmal pro Woche über die Stimmung der verschiedenen Marktakteure bei Gold-Futures.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit schwächeren Notierungen. Bis gegen 7.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 39,70 auf 4.380,70 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Stabile Tendenz vor dem Wochenende
Obwohl die USA mit einer zeitlich unbefristeten Seeblockade Irans gedroht hatten, zeigt sich der Ölpreis davon unbeeindruckt und tendiert lediglich seitwärts. In der vorherigen Sitzung waren die Preise aufgrund schwächerer Nachfrageaussichten und eines kräftigen Anstiegs der US-Rohölvorräte markant gefallen. Am gestrigen Donnerstag wurden allerdings zwei Schiffe des staatlichen Ölkonzerns Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus angegriffen, wie die staatliche Nachrichtenagentur WAM der Vereinigten Arabischen Emirate mitteilte. Die Regierung der Emirate verurteilte den Vorfall als iranischen Angriff. Die weitere geopolitische Entwicklung stellt an den Ölmärkten weiterhin ein schwer zu kalkulierendes Risiko dar.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 7.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,13 auf 81,38 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,03 auf 87,10 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.net
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