US-Arbeitsmarktdaten sorgen für Goldpreis Rally - Erster Wochengewinn seit fünf Wochen möglich

Der Goldpreis legte im frühen Freitagshandel um mehr als 1,3 Prozent zu und steuerte damit auf den ersten Wochengewinn seit fünf Wochen zu.
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von Jörg Bernhard
Auslöser waren schwächer als erwartete US-Arbeitsmarktdaten, die die Erwartungen weiterer Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed dämpften. Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums entstanden im vergangenen Monat außerhalb der Landwirtschaft lediglich 57.000 neue Stellen. Damit wurden die Analystenerwartungen in Höhe von 110.000 Jobs deutlich verfehlt. Laut dem FedWatch Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group rechnen Händler mittlerweile nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von 53 Prozent, dass die Leitzinsen bereits im September erhöht werden. Vor Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten hatte diese Wahrscheinlichkeit noch bei 66 Prozent gelegen. Außerdem teilte der World Gold Council mit, dass die Zentralbanken im Mai wieder verstärkt Gold gekauft haben. Auf Basis der bislang gemeldeten Daten erhöhten sich die offiziellen Goldreserven im Berichtsmonat per saldo um 41 Tonnen. Wegen des heutigen US-Feiertags dürften die Umsätze an den Goldmärkten relativ dünn ausfallen.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 7.55 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 57,80 auf 4.183,50 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Leicht erholt vor dem Wochenende
Am gestrigen Donnerstag rutschte der Ölpreis auf den niedrigsten Stand seit Beginn des US-israelischen Kriegs gegen den Iran (Ende Februar) ab. Auf Wochensicht verzeichnen die beiden Ölsorten WTI und Brent die geringsten Wochenbewegungen seit Monaten. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus hat sich teilweise wieder normalisiert, wie im Rahmen des ersten Abkommens zwischen dem Iran und den USA vorgesehen. In den Tagen zuvor hatten beide Länder nach einem iranischen Angriff auf ein Frachtschiff am vergangenen Wochenende gegenseitig Angriffe durchgeführt. Mehrere Ölförderländer am Golf versuchen nun, ihre Produktion hochzufahren, da die Straße von Hormus wieder geöffnet ist. Vor Beginn des Krieges liefen rund ein Fünftel der weltweiten täglichen Öl- und LNG-Exporte durch diese Meerenge.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit leicht erholten Notierungen. Bis gegen 7.55 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,50 auf 69,19 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,61 auf 72,41 Dollar anzog.
Jörg Bernhard, Redaktion finanzen.net
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