Goldpreis: Stabile Tendenz zum Wochenstart

Trotz der erneuten militärischen Eskalation zwischen dem Iran und den USA gelang dem Goldpreis eine Rückkehr über die Marke von 4.000 Dollar.
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von Jörg Bernhard
Offensichtlich haben die weiter steigenden Ölpreise und die damit verbundenen Zinssorgen etwas an Schrecken verloren. Mittlerweile zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine Wahrscheinlichkeit von 60 Prozent an, dass wir am 16. September eine Zinserhöhung sehen werden. Vor einer Woche lag dieser Wert noch bei 70 Prozent. Die schwächer als erwartete Entwicklung der US-Konsumenten- und Produzentenpreise dürfte dabei geholfen haben. Weder die geopolitischen Krisen noch die ölpreis-bedingten Inflationssorgen werden an den Goldmärkten aber derzeit als Kaufargumente wahrgenommen. Vielmehr gelten die gestiegenen Renditen als Grund, die Krisenwährung zu vernachlässigen und stattdessen Anleihen zu präferieren. Dabei sollte eines allerdings nicht vergessen werden: Höhere Renditen gehen stets mit sinkenden Anleihekursen einher und sinkende Preise eignen sich nicht gerade als Vertrauensbeweis.
Am Montagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 7.25 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 1,40 auf 4.017,40 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Geopolitische Risikoprämie steigt weiter
Der Ölpreis startete mit steigenden Notierungen in die neue Handelswoche, weil sich der Konflikt im Nahen Osten am Wochenende weiter verschärft hat. Die USA führten die neunte Nacht in Folge Angriffe gegen den Iran durch, während die US-Verbündeten Kuwait und Bahrain weitere iranische Attacken meldeten. In den vergangenen Tagen nahmen beide Seiten den Schiffsverkehr ins Visier. Die USA erklärten, sie setzten eine Seeblockade iranischer Häfen durch. Der Iran wiederum gab an, Schiffe anzugreifen, die gegen seine Regeln für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus verstießen.
Am Montagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 7.25 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,82 auf 84,31 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 2,14 auf 90,24 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.net
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