Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: Tiefster Stand seit sechs Monaten markiert

11.06.26 07:11 Uhr

Goldpreis fällt auf 6-Monats-Tief | finanzen.net

Obwohl die US-Inflation mit 4,2 Prozent p.a. den Analystenerwartungen entsprach, rutschte der Goldpreis weiter ab und markierte den tiefsten Stand seit fast sechs Monaten.

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Die jüngsten Daten hatten gezeigt, dass die US-Konsumentenpreise im Mai den stärksten Anstieg seit drei Jahren verzeichnet hatten. Hauptursache waren die deutlich höheren Energiepreise infolge des Nahostkonflikts. Nun richtet sich die Aufmerksamkeit der Märkte auf die am Nachmittag anstehenden US-Erzeugerpreisdaten (PPI). Anleger erhoffen sich davon weitere Hinweise auf die künftige Geldpolitik der US-Notenbank, schließlich gelten die Produzentenpreise als wichtiger Frühindikator für die Konsumentenpreise. Auch geopolitisch bleibt die Lage angespannt. Das US-Militär erklärte am gestrigen Mittwoch, in der Nacht erneut mehrere Ziele im Iran angegriffen zu haben. Die Angriffe erfolgten nur wenige Stunden, nachdem Präsident Donald Trump weitere Militärschläge angekündigt hatte, falls keine Friedensvereinbarung zustande komme. Hohe Inflation und die militärische Eskalation sprächen normalerweise für die Krisenwährung Gold - derzeit verkaufen Anleger aufgrund des negativen Momentums und der steigenden Opportunitätskosten dennoch.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 30,70 auf 4.102,60 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Weitere Eskalation im Irankrieg

Nachdem Teheran die Schließung der strategisch wichtigen Straße von Hormus angekündigt hatte, ging es mit dem Ölpreis weiter bergauf. Laut iranischem Militär-Kommando gelte die Schließung sowohl für Öltanker als auch für Handelsschiffe. Die aktuellen Lagerdaten aus den USA verstärkten den Aufwärtsdrang. So meldete die US-Energiebehörde EIA, dass die amerikanischen Rohölvorräte in der Woche bis zum 5. Juni um 7,2 Millionen Barrel auf 426,5 Millionen Barrel gefallen sind. Analysten hatten laut einer Umfrage lediglich mit einem Rückgang um vier Millionen Barrel gerechnet. Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar sind die US-Rohölbestände einschließlich der strategischen Reserven um insgesamt 79 Millionen Barrel gesunken.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 7.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,13 auf 91,16 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,98 auf 94,08 Dollar anzog.


Jörg Bernhard, Redaktion finanzen.net

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