Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: Trumps Entspannungssignale sorgen für Kaufinteresse

22.04.26 08:09 Uhr

Goldpreis im Fokus: Trumps Entspannungssignale wecken Kaufinteresse | finanzen.net

Der Goldpreis tendierte im frühen Mittwochshandel nach oben, nachdem sinkende Ölpreise - infolge einer Verlängerung der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran - die Sorgen vor einem Inflationsschub und länger anhaltend hohen Zinsen verringerten.

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von Jörg Bernhard

Nur wenige Stunden vor ihrem geplanten Ablauf erklärte US-Präsident Donald Trump, er werde die Waffenruhe mit dem Iran auf unbestimmte Zeit verlängern, um weitere Friedensgespräche zu ermöglichen. Danach legten die Aktienmärkte zu, der Dollar gab nach und der Ölpreis fiel. Die Ankündigung erfolgte offenbar einseitig und es blieb unklar, ob der Iran sowie der US-Verbündete Israel einer Verlängerung zustimmen würden. Die Waffenruhe hatte vor zwei Wochen begonnen. Außerdem erklärte der designierte Fed-Chef Kevin Warsh am Dienstag, er habe Trump keine Zusagen zu Zinssenkungen gemacht. Damit versuchte er, US-Senatoren zu versichern, dass er im Falle seiner Bestätigung unabhängig vom Weißen Haus agieren und zugleich umfassende Reformen verfolgen werde. Außerhalb der USA befindet sich das Vertrauen in den Dollar seit Längerem im Sinkflug, während immer mehr Investoren Gold als "sicheren Hafen" ansteuern.

Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit höheren Notierungen. Bis 8.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 64,50 auf 4.784,10 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Leichte Entspannung an den Ölmärkten

An den Ölmärkten löste die verlängerte Waffenruhe keinen sonderlich starken Rückgang des Ölpreises aus. Laut der mit den Revolutionsgarden verbundenen Nachrichtenagentur Tasnim habe der Iran keine Verlängerung beantragt und halte an seiner Position fest, die US-Blockade iranischer Häfen notfalls mit Gewalt zu durchbrechen. In den vergangenen 24 Stunden passierten laut Schifffahrtsdaten nur drei Schiffe die Straße von Hormus. Laut API-Wochenbericht sind die US-Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche um 4,4 Millionen Barrel deutlich stärker als erwartet gesunken, nachdem sie zuvor drei Wochen in Folge gestiegen waren. Auch die Bestände an Benzin und Destillaten gingen zurück. Neue Impulse könnte der für den Nachmittag angekündigte "offizielle" Wochenbericht der US-Energiebehörde EIA (16.30 Uhr) liefern.

Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit schwächeren Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,92 auf 88,75 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,57 auf 97,91 Dollar zurückfiel.


Redaktion finanzen.net

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