Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: Wenig Bewegung wegen Patt-Situation im Nahen Osten

27.04.26 08:33 Uhr

Goldpreis im Seitwärtstrend: Nahost-Konflikt sorgt für abwartende Haltung | finanzen.net

Der Goldpreis startete trotz eines etwas schwächeren Dollars mit leicht rückläufigen Notierungen in die neue Handelswoche.

Werte in diesem Artikel
Rohstoffe

4.069,48 USD -37,86 USD -0,92%

von Jörg Bernhard

Ein Bericht, dass der Iran über pakistanische Vermittler den USA einen neuen Vorschlag zur Wiederöffnung der Straße von Hormus und zur Beendigung des Krieges unterbreitet habe, verhallte bislang ohne große Wirkung. Trump sagte am Samstag eine Reise von zwei US-Gesandten nach Pakistan ab, das im Krieg zwischen dem Iran und den USA als Vermittler fungiert, was die Friedensaussichten dämpfte. Anleger warten nun auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch. Mittlerweile zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine Wahrscheinlichkeit von 33 Prozent an, dass wir bis Ende des Jahres mindestens eine Zinssenkung sehen werden. Zur Erinnerung: Vor einer Woche lag dieser Wert noch bei rund 50 Prozent. Je "falkenhafter" die Statements der Fed ausfallen, desto höher die Wahrscheinlichkeit für eine schwächere Tendenz des Goldpreises. Grund: Weil anhaltend hohe Zinsen Staatsanleihen attraktiver machen, könnte dies die Nachfrage nach Gold dämpfen.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit leicht nachgebenden Notierungen. Bis 8.20 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 13,20 auf 4.727,70 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Preisanstieg zum Wochenstart

Der Ölpreis tendierte im frühen Montagshandel bergauf, weil die Lieferungen durch die Straße von Hormus weiterhin eingeschränkt und das globale Ölangebot dadurch weiterhin knapp bleibt. Teheran hat die Meerenge weitgehend geschlossen, während Washington eine Blockade der iranischen Häfen verhängt hat. Laut Versanddaten von Kpler fuhr am Sonntag nur ein Tanker für Ölprodukte in den Golf ein. Goldman Sachs erhöhte aufgrund der wachsenden Risiken seine Ölpreisprognosen für das vierte Quartal auf 90 Dollar für Brent-Rohöl und auf 83 Dollar für WTI und verwies dabei auf die reduzierte Produktion im Nahen Osten.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 8.20 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,81 auf 96,21 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 2,09 auf 101,22 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.net

Bildquellen: farbled / Shutterstock.com, Sebastian Duda / Shutterstock.com

Nachrichten zu Goldpreis