Infineon-Aktie kann sich von Gewinnmitnahmen erholen - STMicro mit Schwung

Im von Gewinnmitnahmen geprägten Gesamtmarkt sind am Dienstag Technologiewerte und hier insbesondere Infineon zeitweise etwas unter Druck geraten.
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Bei letzteren belastete zusätzlich eine Abstufung die Stimmung. Dagegen stemmten sich STMicroelectronics dank eines positiven Analystenkommentars gegen den negativen Trend.
Der europäische Tech-Sektor lag im marktbreiten Stoxx Europe 600 weit hinten. Am Pfingstmontag hatte er noch den höchsten Stand seit der Jahrtausendwende erreicht.
Ähnlich sah es bei den Aktien des Halbleiterkonzerns Infineon aus, die via XETRA zunächst mit einem Kursverlust einen der hinteren DAX-Plätze belegten. Seit Jahresbeginn steht aber immer noch eine Kursverdoppelung zu Buche. Im Tagesverlauf gelang jedoch der Richtungswechsel: Schlussendlich stieg das Papier um 1,07 Prozent auf 77,55 Euro.
Das Analysehaus MWB Research hob das Kursziel für die Aktien von Infineon von 58 auf 60 Euro an, strich aber seine Halteempfehlung und rät nun zum Verkauf. Abed Jared billigte dem Unternehmen eine klare Verbesserung der Fundamentaldaten zu. Außerdem greife die Stärke im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) auf die Erholung der Industrie sowie eine beginnende Stabilisierung im Automobilsektor über, und der Auftragseingang entwickle sich weiterhin in die richtige Richtung.
Die Aktien preisten das positivere Umfeld aber schon ein und notierten klar oberhalb seines revidierten Kursziels, betonte der Experte. Das Potenzial hänge von weiteren Aufwärtsrevisionen der Marktschätzungen sowie Bewertungsmultiplikatoren ab. Damit überwögen die Risiken inzwischen klar die Chancen.
Derweil ging die Rally bei STMicro an der EURONEXT mit einem Plus von 3,14 Prozent auf 59,84 Euro weiter. Die Aktien waren damit ebenfalls so teuer wie seit der Tech-Blase nicht mehr. Im bisherigen Jahresverlauf beträgt das Plus über 160 Prozent.
Die Bank Oddo BHF schraubte ihr Kursziel nach einer Investorenveranstaltung des Unternehmens deutlich hoch von 58 auf nun 70 Euro und bestätigte ihre "Outperform"-Empfehlung. Einige Wochen nach der Vorlage der Erstquartalszahlen, bei welcher STMicro für das zweite Quartal ein über der Saisonalität liegendes Wachstumziel bestätigt habe, sehe es trotz der schon starken Kursentwicklung weiter gut aus, konstatierte Analyst Stephane Houri. Das Unternehmensprofil verbessere sich in Richtung Rechenzentren und Satelliten - diese Bereiche seien weniger zyklisch als das übrige Geschäft und verbesserten die Wachstums- und Margenaussichten.
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FRANKFURT/PARIS (dpa-AFX)
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