Tesla-Aktie zieht deutlich an: Auslieferungen schlagen im dritten Quartal die Prognosen
Tesla liefert im dritten Quartal deutlich mehr Fahrzeuge aus als erwartet, doch beim Energiespeicher bleibt eine Lücke zum Konsens offen.
Werte in diesem Artikel
- Tesla übertrifft die Erwartungen der Wall Street klar
- Beim Energiespeicher bleibt der Konzern hinter dem Konsens
- Der Zahlentermin im Oktober bringt die Ergebnisfrage
Tesla hat im dritten Quartal 2026 mehr Fahrzeuge ausgeliefert als erwartet, rund 24.500 Fahrzeuge über dem Konsens. Daraufhin reagierte die Aktie an der NASDAQ mit einem kräftigen Kursplus von 4,65 Prozent auf 370,59 US-Dollar.
Tesla übertrifft den Konsens deutlich
Laut Mitteilung vom Freitag lieferte Tesla 486.532 Fahrzeuge aus und produzierte 464.391. Auf Model 3 und Model Y entfielen 478.237 Auslieferungen, auf die übrigen Modelle 8.295.
Der von Tesla zusammengestellte Analystenkonsens lag bei 461.974 Fahrzeugen. Die Auslieferungen übertreffen ihn damit um rund 24.500 Fahrzeuge. Auch die höchste der von Electrek zusammengetragenen Bankschätzungen, 482.000 von JPMorgan, wurde übertroffen. Die Schätzungen seien zuvor wegen schwacher August-Daten gesenkt worden, schrieb Electrek. Goldman Sachs hatte demnach nur noch 435.000 erwartet, zuvor waren es 490.000.
Vorjahr, Lager und Energiespeicher
Gegenüber dem Rekordquartal des Vorjahrs mit 497.099 Auslieferungen liegt Tesla rund 2 Prozent niedriger, gegenüber dem Vorquartal mit 480.126 rund 1 Prozent höher. Der Vorjahresvergleich sei durch vorgezogene US-Käufe vor dem Ende der Steuergutschrift verzerrt.
Die Auslieferungen lagen rund 22.100 Fahrzeuge über der Produktion. Der Energiespeicher-Zubau lag bei 13,7 Gigawattstunden und damit über dem Wert des zweiten Quartals mit 13,5 Gigawattstunden. Den Tesla-Konsens von 15,9 Gigawattstunden verfehlte er dagegen.
Was Anleger der Tesla-Aktie beachten sollten
Tesla betont, die Auslieferungen seien nur eine von mehreren Kennzahlen und kein Indikator für das Ergebnis. Dieses hänge unter anderem von Verkaufspreisen, Kosten und Wechselkursen ab. Im zweiten Quartal lag die operative Marge bei 1,4 Prozent, zugleich fiel der Free Cashflow negativ aus.
Auf Analystenseite reicht das Bild von Buy bis Hold. Ladenburg Thalmann stuft die Aktie am Vortag mit Buy und einem Kursziel von 475 US-Dollar ein, RBC Capital mit Buy und 480 US-Dollar. JPMorgan stufte Tesla mit Hold ein und senkte das Ziel auf 415 US-Dollar nach zuvor 445 US-Dollar. Der Analystenkonsens lautet Buy bei einem mittleren Kursziel von 391,4 US-Dollar.
Für das Gesamtjahr erwartet der Tesla-Konsens 1.767.255 Auslieferungen. Nach 1.324.681 Fahrzeugen in den ersten neun Monaten verbliebe rechnerisch ein Bedarf von rund 442.600 im Schlussquartal.
Mit dem Zahlenbericht zum dritten Quartal 2026, der für den 21. Oktober geplant ist, legt Tesla Marge und Cashflow offen.
Bettina Schneider, Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net
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