Beteiligung an Chip-Rivalen

NVIDIA-Aktie zieht an: Einstieg beim KI-Chip-Konkurrenten d-Matrix geplant - das sollten Anleger wissen


NVIDIA-Aktie zieht an: Einstieg beim KI-Chip-Konkurrenten d-Matrix geplant - das sollten Anleger wissen

Der Chipdesigner NVIDIA will laut einem Bericht in einen sieben Jahre alten Rivalen für KI-Serverchips investieren. Eine Bestätigung steht aus, die Summe ist offen.

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  • Chips von Konkurrenten sollen ins NVIDIA-Ökosystem rücken
  • Die Finanzbedingungen des möglichen Deals sind bislang offen
  • Eine Roadmap-Kooperation mit d-Matrix wurde im September angekündigt
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Der KI-Riese NVIDIA plant eine Investition in d-Matrix, einen sieben Jahre alten Entwickler von KI-Serverchips, der mit NVIDIA konkurrieren will. Das meldete The Information unter Berufung auf drei mit dem Vorgang vertraute Personen.

An der Börse geht es daraufhin aufwärts. Die an der NASDAQ gelistete NVIDIA-Aktie gewinnt 0,26 Prozent auf 231,07 US-Dollar.

Kooperation seit September

Die Annäherung zeichnete sich bereits ab. Mitte September hatten d-Matrix und NVIDIA eine mehrjährige Produkt-Roadmap-Kooperation bekannt gegeben. Die nächste Inferenz-XPU Raptor soll demnach über NVLink Fusion in die NVIDIA-MGX-Rack-Architektur integriert werden. Die erste Verfügbarkeit im MGX-Rack erwartet d-Matrix für das vierte Quartal 2027, das Tape-out von Raptor ist vor Jahresende geplant.

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Laut d-Matrix können Betreiber Arbeitslasten zwischen Raptor-XPUs und NVIDIA Vera Rubin aufteilen. GPUs übernehmen die rechenintensive Prefill-Phase, die XPUs von d-Matrix die latenzkritische Decode-Phase. Jensen Huang wird in der Mitteilung mit den Worten zitiert, NVLink Fusion biete Partnern wie d-Matrix einen Weg zur nahtlosen Integration in NVIDIA-Rechenplattformen und erweitere die Beschleuniger-Auswahl für Kunden.

NVIDIAs Strategie der offenen Plattform

Eine ähnliche Linie verfolgte NVIDIA bereits Ende März mit Marvell. Der Konzern kündigte eine strategische Partnerschaft über NVLink Fusion an und teilte mit, 2 Milliarden US-Dollar in Marvell investiert zu haben. NVLink Fusion ist laut NVIDIA eine Rack-Scale-Plattform für halb-kundenspezifische KI-Infrastruktur.

Analysteneinschätzungen zu NVIDIA

Die Analysten bleiben überwiegend zuversichtlich. Citigroup stufte NVIDIA am Dienstag mit Buy und einem Kursziel von 315,00 US-Dollar ein. Exane BNP Paribas hob das Kursziel am Montag auf 345,00 US-Dollar an. Die Einstufung lautet weiter Buy. Alle 33 bei TipRanks erfassten Stimmen lauten auf Buy, das mittlere Kursziel liegt bei 324,20 US-Dollar.

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Was bedeutet das für NVIDIA-Anleger?

NVIDIA geht mit einem weiteren Konkurrenten eine Partnerschaft ein, statt ihn zu bekämpfen. Hinter der Strategie steht eine Verschiebung im KI-Markt. Das Training von Modellen verliert an relativem Gewicht, während die Inferenz wichtiger wird, also der laufende Betrieb der Modelle für Millionen Nutzer. Dort fallen zunehmend die Betriebskosten an und dort wird zunehmend das Geld verdient. Die Arbeitsteilung ist technisch begründet. Die Beantwortung einer Anfrage besteht aus zwei Phasen: Der rechenintensive erste Schritt passt gut zu NVIDIAs GPUs, der leichtere, sich wiederholende zweite Schritt läuft auf spezialisierten Chips günstiger. Für NVIDIA hat das einen klaren Vorteil. Selbst wenn der Konzern dadurch nicht mehr Chips verkauft, kann er mehr Netzwerk-Hardware absetzen.

Anleger können den Schritt auf zwei Arten lesen. Positiv betrachtet baut NVIDIA seine Rolle als zentrale Plattform aus, an die auch die Konkurrenz andocken muss. Kritisch betrachtet ist es ein Eingeständnis, dass GPUs allein bei der Inferenz nicht immer die günstigste Lösung sind. Die Kooperation zeigt jedenfalls, dass der Markt für KI-Chips über ein Modell mit einem einzigen Gewinner hinauswächst. Hinzu kommt ein Risiko, das zuletzt verstärkt diskutiert wird: NVIDIA investiert zunehmend in Firmen, die später selbst NVIDIA-Technik kaufen. Dazu gehören auch OpenAI und Rechenzentrumsbetreiber wie Firmus. Diese gegenseitigen Finanzierungen machen es schwerer zu erkennen, wie viel der Nachfrage aus eigener Kraft entsteht.

Für die Positionierung folgt daraus, dass NVIDIA-Anleger ihre Investmentthese anpassen sollten. Es geht immer weniger um die Zahl verkaufter GPUs und immer mehr um die Plattform aus Netzwerktechnik, Verbindungsstandards und Software. In den nächsten Quartalszahlen lohnt sich daher ein genauer Blick auf das Wachstum im Netzwerkgeschäft und auf die Bruttomarge. Daran lässt sich ablesen, ob die Öffnung für fremde Chips NVIDIAs Preissetzungsmacht stärkt oder schwächt.

Thomas Zoller, Julia Walter, Martina Köhler, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: JHVEPhoto / Shutterstock.com, Below the Sky / Shutterstock.com

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21.09.26 NVIDIA Outperform Bernstein Research
14.09.26 NVIDIA Outperform Bernstein Research
14.09.26 NVIDIA Outperform Bernstein Research
27.08.26 NVIDIA Kaufen DZ BANK
27.08.26 NVIDIA Buy UBS AG

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