Deutsche Wirtschaft fordert von EU mehr Geld im Wettstreit mit China


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BERLIN (Dow Jones)--Die deutsche Wirtschaft drängt die Europäische Union (EU) zur Eile, um Europa als stärkeres Gegengewicht zu China zu positionieren. Zum Treffen der EU-Außenminister sagte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), es sei "längst überfällig, dass die EU eine Antwort auf Chinas Seidenstraßeninitiative gibt". Dazu müsse finanziell größer gedacht werden als bisher und mehr staatliche Mittel müssten in Infrastrukturprojekte fließen.

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Auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) mahnte, es sei "höchste Zeit", dass die EU ihre Konnektivitätsstrategie - die globale Vernetzung Europas - mit Priorität behandele.

"Diversifizierte Lieferketten und weniger Abhängigkeiten sind von hoher strategischer Bedeutung für Europa, auch im Gegengewicht zur chinesischen Seidenstraßen-Strategie", erklärte Wolfgang Niedermark, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung.

Gemeinsam mit den Mitgliedsstaaten müsse die EU substanziell mehr Gelder für Infrastruktur-Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern bereitstellen und die ohnehin bestehenden Programme besser koordinieren und kommunizieren, forderte der BDI.

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"Nur mit wettbewerbsfähigen Angeboten wird es gelingen, Europa weiterhin als global wichtigen Player zu halten", sagte Niedermark. Auch weitsichtige Vorhaben wie die Initiative "Build Back Better World" der Gruppe der sieben führendsten Industrienationen (G7) benötige einen kräftigen Finanzierungsschub.

VDMA fordert hunderte von Milliarden Euro

Der VDMA monierte, dass die von der EU-Kommission im September 2018 vorgestellte Konnektivitätsstrategie bisher nur Experten bekannt sei und keinerlei Ergebnisse erbracht habe.

"Um tatsächlich Wirkung zu erzielen, muss aber viel größer als bisher gedacht werden. Es geht um eine Bündelung von Mitteln im Volumen von 250 bis 300 Milliarden Euro pro Jahr durch eine europäische Institution", erklärte Ulrich Ackermann, Abteilungsleiter Außenwirtschaft im VDMA. Diese Summe seit zwar beachtlich, sie entspreche aber tatsächlich nur einem Drittel der chinesischen Seidenstraßen-Maßnahmen.

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Um tatsächlich ein solches Finanzierungsvolumen zu erreichen, müsste neben der kommerziellen Finanzierung auch eine Verbindung mit der Entwicklungshilfe sowie Privatkapital erreicht werden, forderte der VMDA.

Kontakt zur Autorin: andrea.thomas@wsj.com

DJG/aat/sha

(END) Dow Jones Newswires

July 12, 2021 07:33 ET (11:33 GMT)

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