Airbus-Aktie legt zu: Flugzeugbauer erhöht Gewinnziele bis 2029 und kündigt Aktienrückkauf an
Der weltgrößte Flugzeugbauer Airbus will seinen Gewinn in den kommenden Jahren kräftig nach oben treiben.
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Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebit) soll bis 2029 auf 12 bis 13 Milliarden Euro wachsen, teilte der DAX-Konzern am Dienstagabend vor einer Investorenveranstaltung in London mit. Das wäre eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den rund 7,5 Milliarden Euro, die Vorstandschef Guillaume Faury für das laufende Jahr im Auge hat. Davon sollen auch die Aktionäre profitieren: Der Verwaltungsrat plant ein Aktienrückkaufprogramm über fünf Milliarden Euro, das über drei Jahre laufen soll.
Produktion soll deutlich zulegen
Airbus fahre in allen Geschäftsbereichen die Produktion hoch, um der starken Nachfrage gerecht zu werden, sagte Faury am Dienstagabend in London. Derzeit präsentiert Airbus wie andere Flugzeughersteller seine Produkte auf der Farnborough Airshow nahe der britischen Hauptstadt.
Für 2026 sieht der Manager den Konzern auf Kurs. Airbus will in diesem Jahr rund 870 Verkehrsflugzeuge ausliefern und damit den bisherigen Rekord von 863 Maschinen aus dem Jahr 2019 übertreffen.
Im Kerngeschäft mit Passagierjets sitzt Airbus auf prall gefüllten Auftragsbüchern. Wegen anhaltender Engpässe bei Zulieferern, insbesondere Triebwerksherstellern, kommt der Konzern jedoch nur langsam hinterher, die hohe Nachfrage der Airlines zu bedienen. Deshalb mussten die Produktionsziele für die besonders gefragte A320neo-Familie bereits mehrfach verschoben werden.
Für die Verbesserung der Produktion ist seit diesem Jahr der neue Spartenchef Lars Wagner verantwortlich. Der frühere Chef des Triebwerksbauers MTU Aero Engines soll den bereinigten operativen Gewinn der Sparte innerhalb von drei Jahren auf rund zehn Milliarden Euro steigern - fast doppelt so viel wie 2025.
Wagner rechnet zudem mit deutlich höheren Margen im Passagierjet-Geschäft. Die Produktion der Mittelstreckenfamilie A320neo soll bis 2027 auf monatlich 70 bis 75 Flugzeuge steigen und anschließend zunächst auf diesem Niveau bleiben. Der kleinere A220 soll 2028 bei einer Monatsproduktion von 13 Maschinen die Gewinnschwelle erreichen.
Airbus sieht Chancen bei Großraumjets
Größere Wachstumschancen sieht Airbus im Markt für Langstreckenflugzeuge. Nach Einschätzung von Wagner könnte die Produktion des A350 künftig deutlich über die bislang für 2028 angepeilten zwölf Flugzeuge pro Monat hinaus steigen. Die Nachfrage sei hoch, zudem wollten viele Kunden frühere Liefertermine erhalten.
Parallel prüft Airbus die Entwicklung einer verlängerten Version der A350, die oberhalb der heutigen A350-1000 positioniert wäre und direkt mit Boeings 777X konkurrieren könnte. Finanzvorstand Thomas Toepfer betonte jedoch, dass bislang noch keine Entscheidung über einen sogenannten A350-Stretch gefallen sei.
Hintergrund ist ein verändertes Nachfrageverhalten der Airlines. Laut Wagner entfallen inzwischen rund 75 Prozent des Auftragsbestands der A320neo-Familie auf die größere A321neo. Zudem steige die Nachfrage nach Flugzeugen mit höherer Reichweite.
Nach Angaben von Rolls-Royce-Chef Tufan Erginbilgic könnte Airbus innerhalb der kommenden zwölf Monate über die Entwicklung entscheiden. Eine Indienststellung wäre dann Anfang der 2030er Jahre möglich. Airbus bestätigte, verschiedene Weiterentwicklungen der A350 zu prüfen, betonte jedoch, dass noch keine endgültige Entscheidung gefallen sei.
Die Überlegungen erfolgen vor dem Hintergrund der jahrelangen Verzögerungen bei Boeings 777X. Das Konkurrenzmodell sollte ursprünglich bereits 2020 ausgeliefert werden. Größter Kunde Emirates erwartet die erste Maschine inzwischen erst Mitte 2027.
Weitere Sparten mit höheren Gewinnzielen
Auch die Sparten Defence & Space sowie Helicopters sollen ihren Beitrag zum Konzernergebnis erhöhen. Bis 2029 peilt Airbus dort einen bereinigten operativen Gewinn von rund 1,3 beziehungsweise 1,2 Milliarden Euro an.
Airbus-Aktie legt zu
Am Finanzmarkt wurden die Neuigkeiten positiv aufgenommen. Die Airbus SE-Aktie legte im nachbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate im Vergleich zum XETRA-Schlusskurs um mehr als zwei Prozent zu.
dpa-AFX
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Bildquellen: Airbus, Airbus Group
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Alle: Alle Empfehlungen
| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 16.07.26 | Airbus SE Overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 16.07.26 | Airbus SE Outperform | RBC Capital Markets | |
| 15.07.26 | Airbus SE Hold | Jefferies & Company Inc. | |
| 10.07.26 | Airbus SE Hold | Jefferies & Company Inc. | |
| 09.07.26 | Airbus SE Buy | Goldman Sachs Group Inc. |
