Friedrich Vorwerk: Das steckt hinter dem Großauftrag

21.07.26 12:15 Uhr

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Nach einer knackigen Kaufempfehlung hat die Aktie von Friedrich Vorwerk wieder Oberwasser. Die Zweifel an den zukünftigen Geschäftsaussichten sind damit aber nicht ganz ausgeräumt.

In der vergangenen Woche meldete Friedrich Vorwerk einen neuen Großauftrag. Als Teil einer Arbeitsgemeinschaft wird das Unternehmen den Neubau der 24 km langen Wasserstoffleitung von Emden nach Leer mit verantworten. Das Auftragsvolumen liegt nach Unternehmensangaben im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Breite Spanne

Das hört sich erst einmal gut an. Allerdings lässt das genannte Volumen dann doch Raum für Spekulationen. Denn zweistellig reicht bekanntlich von 10 bis 99 und zumindest das untere Ende relativiert den Auftrag bei einem Umsatzziel für 2026 von 730 bis 780 Mio. Euro dann doch. Dementsprechend hielt sich die Euphorie der Anleger nach der Veröffentlichung auch in Grenzen. Auf Tagessicht legte die Aktie aber immerhin um gut 2 Prozent zu.

Kursziel 110 Euro bestätigt

Mehr Feuer entfachte dagegen die Bestätigung von Kaufvotum und Kursziel durch die Analysten von Berenberg. Dabei dürfte es nicht das Kursziel von 110 Euro an sich gewesen sein, sondern vielmehr ein Hintergrund, der in der Pressemitteilung keine Erwähnung fand. Denn bei dem Auftrag handelt es sich um eine Erdverlegung. Sie erinnern sich? Die Bundesregierung hatte im Frühjahr bekannt gegeben, zukünftig wieder verstärkt auf Freileitungen beim Energietransport zu setzen. Als Spezialist für die Erdverlegung sahen Investoren das zukünftige Geschäftspotenzial für Vorwerk daher kritisch.

Fazit

Genau beim Thema Erdverlegung setzt der Analyst an und glaubt, dass der Markt die Änderung des Erdkabelgesetzes für das zukünftige Potenzial von Vorwerk zu negativ einschätzt. Ob sich diese Sichtweise durchsetzt, werden die kommenden Wochen und Monate zeigen. Technisch ist das Papier noch im Abwärtstrend. Innerhalb eines breiten Trendkanals könnte die Erholung der Aktie aber durchaus bis zu dessen oberer Begrenzung bei 73/74 Euro weitergehen. Die Halbjahreszahlen 2026 präsentiert das Unternehmen am 13. August.

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Erstellung am 21.07.26 um 12:01 Uhr.

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