Heute im Fokus

DAX nach Rekord tiefer -- US-Börsen uneinheitlich -- Super Micro steigert Gewinn -- Oracle, Nebius, Eli Lilly, Ölaktien, DroneShield, SpaceX, CoreWeave, NVIDIA, TKMS, Siemens Energy im Fokus

aktualisiert 12.08.26 22:02 Uhr

US-Inflation lässt im Juli leicht nach. Foxconn mit starkem Gewinnsprung. Neuer KI-Chef bei Alphabet soll Rückstand auf OpenAI und Anthropic aufholen. Lumentum meldet starkes Quartal. Cathie Woods ARK kauft Aktien von Rocket Lab und Cloudflare. Bernstein hebt Kursziel für TSMC deutlich an. Hannover Rück bestätigt Prognose trotz Gewinnrückgang. JENOPTIK zuversichtlicher für 2026 nach starkem Quartal.

Marktentwicklung


Der deutsche Aktienmarkt gab seine frühen Gewinne am Mittwoch letztlich wieder ab.

So eröffnete der DAX etwas fester und vergrößerte zunächst sein Plus. Dabei gelang ihm erneut der Sprung auf eine neue Bestmarke. Am Nachmittag bröckelten die Kursgewinne jedoch zunehmend ab. Schlussendlich notierte das Börsenbarometer 0,23 Prozent im Minus bei 26.331,07 Punkten.
Der TecDAX legte anfänglich ebenso zu und blieb zunächst auch im Anschluss auf grünem Terrain, bevor er am Nachmittag ins Minus rutschte und den Handel 0,59 Prozent schwächer bei 4.066,15 Punkten beendete.

Der DAX setzte seine Rekordrally zumindest im frühen Handel fort. Nach der Veröffentlichung der US-Inflationsdaten kletterte der deutsche Leitindex auf ein neues Rekordhoch bei 26.573,50 Punkten, gab seine Gewinne anschließend aber wieder ab.

Die US-Inflation ist im Juli wie erwartet leicht zurückgegangen. Nach Einschätzung der Landesbank Helaba war der Preisdruck zuletzt unter anderem wegen vergleichsweise niedriger Benzinpreise moderat. Für August rechnet Experte Ralf Umlauf jedoch mit einer Gegenbewegung, da die Ölpreise angesichts der anhaltenden Spannungen im Iran-Krieg wieder gestiegen sind. Gleichzeitig gab es am Mittwoch Hinweise auf eine mögliche Verlängerung der vereinbarten Waffenruhe.

International sorgten Unternehmenszahlen erneut für positive Impulse und belebten die KI-Fantasie der Anleger.

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Anleger an den europäischen Aktienmärkten agierten am Mittwoch zunehmend vorsichtiger.

So startete der EURO STOXX 50 mit einem kleinen Zuwachs und tendierte zunächst auch im Anschluss etwas fester. Ab dem späten Nachmittag bewegte er sich jedoch in der Verlustzone, wo er die Sitzung 0,28 Prozent tiefer bei 6.532,98 Punkten beendete.

Die Teuerung in den USA hat im Juli etwas nachgelassen. Die Verbraucherpreise erhöhten sich gegenüber Juni um 0,1 Prozent. Im Jahresvergleich lag die Inflationsrate bei 3,4 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat. Die Entwicklung entsprach den Erwartungen der Volkswirte.

Der Rückgang der Inflation fällt allerdings in ein weiterhin unsicheres Umfeld. Experten verweisen auf den Rückgang der Energiepreise bis zur Monatsmitte. Der spätere erneute Anstieg der Ölpreise ist in den Daten noch nicht enthalten. Zugleich sorgt der anhaltende KI-Boom für eine hohe Nachfrage nach Rechenzentren, Hardware und Baumaterialien und könnte damit zusätzlichen Preisdruck erzeugen.

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Die US-Börsen präsentierten sich im Handel am Mittwoch uneinheitlich.

Der Dow Jones Industrial pendelte über weite Strecken des Handels um die Nulllinie, schlussendlich ging er mit einem kleinen Minus von 0,04 Prozent bei 53.770,16 Punkten in den Feierabend.
Der technologielastige NASDAQ Composite fuhr unterdessen Gewinne ein und schloß mit einem Plus von 0,54 Prozent bei 26.588,49 Zählern.

Nach den jüngsten US-Inflationsdaten zeigte sich die Wall Street am Mittwoch gespalten. Die Verbraucherpreise legten im Juli um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu und entsprachen damit den Erwartungen. Damit ging die Inflationsrate bereits den zweiten Monat in Folge zurück.

Rückenwind für den NASDAQ kam auch von positiven Geschäftsaussichten bei CoreWeave, Super Micro Computer und dem NVIDIA-Partner Hon Hai. Die Unternehmen berichten von einer anhaltend hohen Nachfrage rund um künstliche Intelligenz, was insbesondere die Halbleiterbranche beflügelte.

Zusätzliche Unterstützung lieferten neue Signale für eine Entspannung der Lage im Nahen Osten. Nach Angaben pakistanischer Sicherheitskreise soll die Mitte Juni vereinbarte Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran verlängert werden. Im Gespräch sind demnach weitere 60 bis 90 Tage. Zudem könnte noch vor Samstag eine Vereinbarung zwischen dem Iran und Oman zur Schifffahrt durch die Straße von Hormus erzielt werden.

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Die Börsen in Asien fanden zur Wochenmitte keine gemeinsame Richtung.

Der Nikkei 225 in Japan schloss mit einem Gewinn von 0,83 Prozent bei 67.524,06 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland kletterte der Shanghai Composite bis Handelsende um 0,32 Prozent auf 3.946,68 Zähler.

In Hongkong gab der Hang Seng hingegen um 0,83 Prozent auf 25.440,17 Einheiten nach.

Zu den Gewinnern gehörten die technologielastigeren Börsen, die von den Vorgaben aus den USA profitierten. Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen auf die Zahlen von CoreWeave und Super Micro Computer, die gute Vorgaben für den Bereich der künstlichen Intelligenz geliefert hätten. Erstgenannte hatten ein stärker als erwartetes Umsatzwachstum berichtet, letztere mit dem Ausblick für die Umsatzentwicklung die Schätzungen übertroffen.

Ansonsten waren die Gewinne überschaubarer. Darin spiegelte sich das Warten auf die US-Inflationszahlen wider. "Die heute anstehenden US-Verbraucherpreise könnten Wasser in den Wein der Börsenoptimisten schütten und die Zinsangst zurück auf das Börsenparkett holen", warnte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets.

Zudem hielten die weiter gestiegenen Ölpreise die Kurse in Schach. Nach wie vor ist keine Einigung zwischen den USA und dem Iran für ein Ende des Kriegs in Sicht. Die Öltransporte aus den Fördergebieten des Persischen Golfs durch die Straße von Hormus bleiben somit gestört.

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