Krisenstab eingerichtet

Boeing-Aktie unbeeindruckt: Zwischenfall am Frankfurter Flughafen - Lufthansa-Maschine sackt plötzlich ab

05.06.26 22:13 Uhr

Lufthansa-Zwischenfall in Frankfurt: Mitarbeiter im Krankenhaus - Boeing 787-9-Maschine | finanzen.net

Schreck am Frankfurter Flughafen: Mehrere Mitarbeiter der Lufthansa und von Partnerfirmen sind verletzt worden, als das Bugfahrwerk eines Dreamliners plötzlich einknickte.

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Nach der schweren Panne an einem Boeing-Dreamliner am Frankfurter Flughafen läuft die Ursachenforschung auf Hochtouren. Am Donnerstagmittag gegen 12:45 Uhr war an der Einstiegsposition A15 vor dem Terminal 1 unerwartet das Bugfahrwerk einer Lufthansa-Maschine eingeklappt. Das Langstrecken-Flugzeug vom Typ Boeing 787-9 sollte unter der Flugnummer LH450 nach Los Angeles fliegen, wobei der geplante Abflug für 13:50 Uhr angesetzt war.

Passagiere entgehen dem Unglück nur knapp

Ein großes Glück bei dem Vorfall war, dass sich zum Zeitpunkt des Unglücks noch keine Fluggäste im Flugzeug befanden. Da das Boarding für diesen Langstreckenflug üblicherweise rund 30 Minuten dauert, wären die ersten Passagiere erst gegen 13:15 Uhr und somit nur eine halbe Stunde später an Bord gegangen. Stattdessen war zu diesem Zeitpunkt eine 13-köpfige Lufthansa-Crew sowie eine unbestimmte Zahl an Mitarbeitern von Dienstleistungsunternehmen damit beschäftigt, die Maschine für den Flug vorzubereiten.

Verletzte Mitarbeiter und Entwarnung am Abend

Bei dem Vorfall wurden zwei Kabinenmitarbeiter der Lufthansa sowie mehrere Beschäftigte von Partnerfirmen verletzt und mussten zur ärztlichen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden. Wie die Fluggesellschaft am Abend mitteilte, konnten die verletzten Lufthansa-Mitarbeiter das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen. Die restlichen Crew-Mitglieder wurden betreut und ihre Heimreise organisiert. Genaue Angaben zur Schwere der Verletzungen oder der exakten Zahl der verletzten Dienstleister wurden von der Airline nicht gemacht.

Video dokumentiert schwere Schäden am Flugzeug

Fotos und ein von der Lufthansa als authentisch eingestuftes Video auf der Plattform X dokumentieren das Ausmaß des Vorfalls. Das Video zeigt, wie der Bug des Flugzeugs plötzlich nach vorne absackt, während ein Bodenmitarbeiter direkt daneben steht. Dabei brechen Teile ab und fliegen zur Seite. Durch den Aufprall kippte der Rumpf extrem nach vorne, während das Heck nach oben ragt, obwohl die Fluggastbrücke bereits am Flieger anlag. Die Maschine ist durch den Zwischenfall stark beschädigt worden.

Experten starten die Ursachenforschung

Ein Krisenstab wurde umgehend eingerichtet, und Techniker sowie Experten nahmen noch vor Ort die Arbeit auf. Nach der Freigabe durch die Ermittlungsbehörden sollte der havarierte Dreamliner für weitere Untersuchungen und die spätere Reparatur in eine Technikhalle geschleppt werden. Nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport hatte der Vorfall glücklicherweise keine größeren Auswirkungen auf den übrigen Flugbetrieb.

Der Dreamliner in der Lufthansa-Flotte

Die Panne bei einem Dreamliner der Lufthansa, dessen Bugfahrwerk am Donnerstag am Frankfurter Flughafen am Gate plötzlich eingeknickt ist, hat vorerst keine Auswirkungen auf die geplante Auslieferung weiterer Boeing-787-Maschinen an die Lufthansa Group. Derzeit untersuchten die Behörden den Vorfall, daher lasse sich noch nichts über dessen Ursache sagen und es könnten keine Schlüsse für die Auslieferung weiterer 787 gezogen werden, teilte ein Lufthansa-Sprecher auf Nachfrage mit. Das Bundesamt für Flugunfalluntersuchung hat mit der Untersuchung des Vorfalls begonnen. Die Lufthansa unterstützt die Ermittlungen, wie der Konzern weiter mitteilte.

Die betroffene Boeing 787 ist bei Lufthansa seit Februar im Liniendienst. Insgesamt hat der Konzern zurzeit 17 Boeing 787 im Dienst, wie der Sprecher weiter sagte. Ende 2025 waren es 14 Maschinen dieses Typs

Die Boeing-Aktie verlor an der NYSE letztlich 0,90 Prozent auf 215,46 US-Dollar. Die Lufthansa-Aktie hingegen notierte im XETRA-Handel schließlich 0,19 Prozent tiefer bei 8,44 Euro.

dpa-AFX / Dow Jones Newswires

Bildquellen: Vytautas Kielaitis / Shutterstock.com, Vacclav / Shutterstock.com

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