MÄRKTE ASIEN/Uneinheitlich - Kospi dreht im Verlauf ins Plus


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6,838.04 KRW -32.77 KRW -0.48 %

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Der als falkenhaft wahrgenommene Auftritt von US-Notenbankchef Kevin Warsh beim Notenbankertreffen in Jackson Hole hat am Montag an den Börsen in Ostasien zwar für Vorsicht und Kaufzurückhaltung gesorgt. Im Handelsverlauf berappelten sich die meisten Indizes aber, so dass die Gesamttendenz am Ende des Handelstags uneinheitlich war, mit allerdings positivem Grundton.

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Wie Warsh sagte, muss die US-Notenbank noch mehr tun, falls die Entscheidungsträger nicht überzeugt seien, dass die Inflation auf das 2-Prozent-Ziel zurückkehrt. Zugleich betonte er den robusten Zustand der US-Wirtschaft und des Arbeitsmarktes, wo sich keine bremsende Wirkung des aktuellen Zinsniveaus zeige. Am Zinsterminmarkt stieg darauf die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September deutlich auf fast 60 von rund 30 Prozent.

Steigende Ölpreise bremsten ebenfalls höchstens leicht, zumal sich der Preisanstieg in Grenzen hielt, trotz eines Angriffs der USA auf iranische Abschussrampen in der Straße von Hormus, worauf der Iran Vergeltungsangriffe auf US-Truppen in Jordanien startete. Brent-Öl kostete zuletzt gut 2 Prozent mehr, knapp 90 Dollar je Fass.

Konjunkturseitig stieg der chinesische Einkaufsmanagerindex für die Industrie im August zwar, blieb aber im Schrumpfungsbereich. Der Index des Dienstleistungssektors verharrte auf dem Niveau aus dem Vormonat und signalisiert ebenso weiter Schrumpfung. In Japan stieg unterdessen die Industrieproduktion anders als geschätzt im Juli leicht.

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Der Topix in Tokio legte um 0,2 Prozent zu, der Kospi in Seoul schloss nach zwischenzeitlich deutlicheren Verlusten 0,5 Prozent höher. Der Index gilt wegen seiner Technologielastigkeit als zinsreagibler und zeigt sich seit Wochen sehr volatil. Die beiden Schwergewichte SK Hynix und Samsung Electronics gingen nach Verlusten von rund 2 Prozent mit Gewinnen von je gut 1 Prozent aus dem Tag. In Hongkong (Späthandel) lag der HSI 0,3 Prozent zurück, der Shanghai-Composite zog dagegen um 0,9 Prozent an. In Sydney war die Tendenz knapp behauptet.

Unter den Einzelwerten verloren in Seoul Hanwha Aerospace über 4 Prozent, trotz Abschluss eines Vertrags mit dem spanischen Rüstungsunternehmen Indra Sistemas über den Export von Panzerhaubitzen. Zum Vertragswert machte Hanwha keine Angaben, wird aber eine Vorauszahlung in Höhe von 20 Prozent des Vertragswertes erhalten.

Abwärts ging es in Shanghai mit den Kursen chinesischer Fluggesellschaften. Die drei größten staatlichen Airlines weiteten im ersten Halbjahr ihre Verluste aus. Belastet wurden sie durch schwache Inlandspreise und hohe Treibstoffkosten als Folge des Konflikts im Nahen Osten. China Southern verbilligen sich um 1,0 Prozent, Air China um 1,9 und China Eastern um 2,0 Prozent.

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Petrochina gaben trotz höherer Ölpreise und eines 24-prozentigen Anstiegs des Nettogewinns im ersten Halbjahr ganz leicht nach.

Unter Druck standen in Hongkong Immobilienaktien. Zwar stellten chinesische Regulierungsbehörden am Freitag ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Lockerung der Immobilienfinanzierung vor, weil der Abschwung am Immobilienmarkt weiterhin das Wirtschaftswachstum belastet. Parallel wurde aber ein weitergehender Umbau des Immobilienmarktes angekündigt, wobei Peking weg will vom bisherigen Vorverkaufsmodell und dafür stärker auf fertiggestellte Wohnungen setzen will. Immobilienunternehmen können dann weniger über Anzahlungen finanzieren. Einzelwerte wie Longfor oder China Resources Land gaben um 8,5 bzw 9,6 Prozent nach.

In Sydney gewannen Liontown Resources 2,5 Prozent. Das Unternehmen hatte seinen ersten jährlichen Nettogewinn mitgeteilt, angetrieben durch eine Erholung der Lithiumpreise.

INDEX zuletzt +/- % % YTD Handelsschluss

S&P/ASX 200 (Sydney) 9.076,00 -0,2 +4,2 08:00

Topix 500 (Tokio) 3.245,84 +0,2 +22,0 08:00

Kospi (Seoul) 6.820,02 +0,5 +61,8 08:30

Hang-Seng (Hongkong) 25.501,28 -0,3 -0,5 10:00

Shanghai-Composite 3.986,30 +0,9 +0,3 09:00

Straits-Times (Singapur) 5.734,62 +0,6 +23,4 11:00

IDX Comp. (Indonesien) 6.517,87 0,0 -24,6 10:00

KLCI (Malaysia) 1.725,88 -0,9 +2,7 10:00

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Fr, 9:10 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1589 +0,0 1,1584 1,1644 -1,3

EUR/JPY 185,00 -0,2 185,37 185,67 +0,6

EUR/GBP 0,8558 +0,0 0,8555 0,8569 -1,8

USD/JPY 159,63 -0,3 160,04 159,45 +1,9

USD/KRW 1.370,30 -0,5 1.376,49 1.372,60 -4,9

USD/CNY 6,7196 -0,1 6,7260 6,7209 -3,9

USD/CNH 6,7203 -0,2 6,7302 6,7219 -3,7

USD/HKD 7,8379 -0,0 7,8394 7,8394 +0,7

AUD/USD 0,7160 +0,0 0,7159 0,7194 +7,3

NZD/USD 0,5914 +0,1 0,5910 0,5957 +2,8

BTC/USD 78.170,79 -0,6 78.600,36 79.694,56 -10,9

ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 84,49 +1,3 1,09 83,40

Brent/ICE 90,07 +2,2 1,97 88,10

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.439,05 -0,3 -13,62 4.452,67

Silber 66,72 +0,5 0,36 66,35

Platin 1.802,01 -1,0 -18,14 1.820,15

(Angaben ohne Gewähr)

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/hab

(END) Dow Jones Newswires

August 31, 2026 03:44 ET (07:44 GMT)

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