MÄRKTE EUROPA/Anleger defensiver - Gewinnmitnahmen in KI-Aktien

23.06.26 13:28 Uhr

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DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte geben am Dienstagmittag deutlicher nach. Der DAX verliert 1,1 Prozent auf 24.864 Punkte, konnte sich im Verlauf von seinem Tagestief bei 24.729 Punkten aber wieder erholen. Der Euro-Stoxx-50 handelt 1,2 Prozent tiefer bei 6.239 Punkten. Vor allem unter Druck stehen Technologieaktien und hier besonders solche mit KI-Fantasie, allen voran Halbleitertitel. Der entsprechende Stoxx-Subindex büßt 3,1 Prozent ein, der Rohstoffsektor handelt sogar 3,9 Prozent leichter. Für die als defensiv geltenden Pharmaaktien geht es dagegen um 1,3 Prozent nach oben.

QC-Portfoliostratege Thomas Altmann bemerkt zur aktuellen Gemengelage, dass die Börsen mit Blick auf die laufenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran bereits so etwas wie das bestmögliche Szenario einpreisten. Das werfe die Frage auf, wo die Impulse für weiter steigende Kurse herkommen könnten. Einige Investoren dürften sich auch aufgrund des drohenden Sommerlochs etwas defensiver verhalten. Denn in den Ferienmonaten hätten dünne Umsätze in der Vergangenheit häufiger zu schwachen Entwicklungen am deutschen Aktienmarkt geführt. Allerdings sei historisch der August deutlich schwächer als der Juli.

Am Vormittag gab es auch positive Nachrichten, so haben die Euroraum-Einkaufsmangerindizes (PMI) für die Volkswirte der Commerzbank eine Erholung gestartet. Der zusammengefasste PMI für den Euroraum ist im Juni um einen Punkt auf 49,5 gestiegen. Nach dem Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA habe sich die Stimmung in der Wirtschaft des Euroraums offenbar stabilisiert. Der Frühindikator zeige aber immer noch eine schrumpfende Wirtschaft an. Die Unterkomponente für die Verkaufspreise sei leicht gesunken und zeige damit einen etwas geringeren Inflationsdruck an. Lediglich die schwachen Aufträge bei deutschen Dienstleistern seien ein Wermutstropfen.

Am Anleihemarkt geben die Renditen leicht nach. Der Euro fällt erneut moderat zurück. Während in den USA nach dem jüngsten falkenhaften Auftritt der Fed nun noch im laufenden Jahr mit einer Zinserhöhung gerechnet wird, dürfte die Europäische Zentralbank (EZB) nach Einschätzung des Marktes in den kommenden zwölf Monaten die Füße stillhalten. Dies sollte für den Aktienmarkt hierzulande eher unterstützend wirken, heißt es. In Den USA lastet dies auf den Multiples der Unternehmen aus der Technologie-Branche.

Im DAX verlieren die Aktien von Infineon 4,5 Prozent. Für ASML geht es um 5,3 Prozent nach unten und STMicro büßen 8,1 Prozent ein.

Brenntag notieren 0,1 Prozent tiefer. Der Chemikalienhändler hat nach einem starken zweiten Quartal die Jahresprognose angehoben. Die Analysten von Jefferies stellen allerdings fest, dass die erhöhte Prognose für den operativen Gewinn in der Mitte der neuen Spanne lediglich genau im Bereich des Konsens liegt.

Verhalten positiv wird von Analysten die Neupositionierung von RWE gesehen, nachdem das Unternehmen seine Beteiligung am Übertragungsnetzbetreiber Amprion zu einem Gesamtpreis von rund 3,6 Milliarden Euro erhöht hat. Für die Metzler-Analysten erhöht die RWE-Beteiligung zwar die Stabilität, macht RWE aber komplexer. Die Maßnahme sei ein Schritt zurück zu einem stärker integrierten Versorger. Laut Bernstein stärkt der Schritt RWE zwar, der Ergebniseffekt bleibe jedoch begrenzt. RWE erhöhte derweil zur Finanzierung des Deals in einem beschleunigten Verfahren das Kapital um knapp 4 Milliarden Euro - zu einem Stückpreis von 54 Euro je Aktie. Das Papier büßt 0,7 Prozent auf 55,20 Euro ein.

Vonovia verlieren 2,4 Prozent, belastet von einer geplanten Wandelanleihe über 750 Millionen Euro, die gewinnverwässernd wirkt.

In Amsterdam knicken Signify um 14,4 Prozent ein. Das Beleuchtungsunternehmen hat mitgeteilt, sein Aktienrückkauf-Programm nicht wieder aufzunehmen und hat die mittelfristigen Ziele aktualisiert.

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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 6.238,58 -1,2 -72,74 6.311,32 7,7

Stoxx-50 5.315,70 -0,7 -37,41 5.353,11 8,1

DAX 24.863,67 -1,1 -276,02 25.139,69 1,5

MDAX 32.113,20 -1,4 -461,26 27.039,42 4,9

TecDAX 3.922,72 -1,2 -48,23 3.091,28 8,3

SDAX 18.124,04 -1,5 -271,43 13.062,07 5,5

FTSE 10.390,11 -0,5 -47,74 10.437,85 4,6

CAC 8.339,16 -0,7 -60,95 8.400,11 2,3

SMI 13.835,32 -0,1 -13,19 13.848,51 4,3

ATX 6.439,92 -2,4 -154,90 6.594,82 20,9

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:10

EUR/USD 1,1401 -0,2 -0,0026 1,1427 1,1446

EUR/JPY 184,08 -0,3 -0,5900 184,67 184,5500

EUR/CHF 0,9228 -0,1 -0,0011 0,9239 0,9242

EUR/GBP 0,8622 -0,0 -0,0002 0,8624 0,8631

USD/JPY 161,44 -0,1 -0,1000 161,54 161,2200

GBP/USD 1,3222 -0,2 -0,0025 1,3247 1,3260

USD/CNY 6,7839 +0,1 0,0094 6,7745 6,7745

USD/CNH 6,7876 +0,2 0,0105 6,7771 6,7756

AUS/USD 0,6945 -0,8 -0,0054 0,6999 0,7011

Bitcoin/USD 62.321,98 -3,2 -2.052,95 64.374,93 64.959,44

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 73,80 -0,1 -0,06 73,86

Brent/ICE 77,9 0,0 0,00 77,90

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.127,95 -1,5 -62,48 4.190,43

Silber 62,17 -4,6 -3,01 65,18

Platin 1.635,35 -2,6 -43,35 1.678,70

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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June 23, 2026 07:28 ET (11:28 GMT)

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03.07.2026Infineon BuyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
02.07.2026Infineon BuyJefferies & Company Inc.
02.07.2026Infineon BuyDeutsche Bank AG
29.06.2026Infineon OutperformBernstein Research
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30.06.2023Infineon UnderperformJefferies & Company Inc.
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