MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Gewinne aus - Powell-Aussagen heben die Stimmung


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FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Börsen bauen die Gewinne bis Mittwochmittag aus. Der DAX liegt 1 Prozent höher bei 18.342 Punkten, der Euro-Stoxx-50 gewinnt 1,4 Prozent auf 4.975 Punkte. Aussagen von US-Notenbankpräsident Jerome Powell auf einer Konferenz in Portugal stützen. Diese beflügeln die Hoffnung, dass Zinssenkungen in den USA nicht mehr allzu weit entfernt sein könnten. Powell sagte, er sei zufrieden damit, dass die Inflation nach einem Anstieg zu Jahresbeginn wieder einen Abwärtstrend aufgenommen habe. Zinssensible Aktien liegen mit Aufschlägen von 2 Prozent an der Branchenspitze.

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Die Märkte konzentrieren sich darauf, ob die Notenbanker bei der Fed-Sitzung im Juli die Grundlagen für eine Zinssenkung bei ihrem anschließenden Treffen im September legen könnten. Eine Reihe von US-Wirtschaftsdaten wird im Tagesverlauf veröffentlicht, zusammen mit dem Protokoll der jüngsten FOMC-Sitzung. Ein besonderer Fokus des Juni-Protokolls liegt auf der "Aufschlüsselung dessen, was als eine übermäßig hawkishe Verschiebung in den 'Dot Plot'-Zahlen angesehen wurde, die die Zinssenkungen für 2024 von drei auf nur eine zurücknahmen", sagt Vishnu Varathan, Chefökonom für Asien ohne Japan bei der Mizuho Bank.

Anleger dürften sich allerdings mit Käufen auf dem aktuellen Niveau zurückhalten, wie in den vergangenen Tagen bereits zu beobachten war. Denn dafür stehen in den kommenden Tage zu viele Unwägbarkeiten auf dem Kalender: An der Wall Street findet am Mittwoch nur ein verkürzter Handel statt, am Donnerstag bleiben die US-Börsen geschlossen. Ebenfalls am Donnerstag findet die Wahl des Unterhauses in Großbritannien statt. Am Freitag folgt der US-Arbeitsmarktbericht und dann am Sonntag der zweite Wahlgang der Parlamentswahl in Frankreich. Von daher ist nicht zu erwarten, dass der DAX über die Marke von 18.350 Punkten ausbricht.

Die früh im Jahr gestartete Hurrikan-Saison belastet weiter die Aktie von Rückversicherern. Munich Re geben um weitere 0,8 Prozent, Hannover Re um 0,9 Prozent und Swiss Re um 0,7 Prozent nach. Hurrikan "Beryl" ist der früheste Hurrikan der Kategorie 4, der jemals verzeichnet wurde, und übertrifft damit Hurrikan Dennis aus dem Jahr 2005.

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Curevac verkauft Rechte an mRNA-Impfstoffkandidaten an GSK

Curevac machen einen Satz von 23,7 Prozent. Das Biotech-Unternehmen verkauft die Rechte an mRNA-Impfstoffkandidaten an GSK und erhält dafür eine Vorauszahlung von 400 Millionen Euro. Überdies wird Curevac bis zu 1,05 Milliarden Euro an Meilensteinzahlungen bekommen. Daneben kündigte Curevac Umstrukturierungsmaßnahmen an mit dem Ziel, die Betriebskosten um mehr als 30 Prozent zu reduzieren.

Einen der Gewinner im DAX stellt nach einer Kaufempfehlung durch Morgan Stanley die Aktie von Rheinmetall (+4,1%). Zudem steht der Rüstungskonzern laut Handelsblatt vor dem größten Auftrag in seiner Firmengeschichte. Der italienische Staat will den von Rheinmetall entwickelten Kampfpanzer Panther sowie den Schützenpanzer Lynx bestellen, der Auftrag mit einer Laufzeit von 15 Jahren soll ein Volumen von rund 20 Milliarden Euro haben. Sartorius erholen sich von den Vortagesverlusten und gewinnen 5,5 Prozent.

Positiv für das Sentiment von Kontron (+3,8%) wird gewertet, dass ein weiterer Großauftrag über intelligente Ladesysteme für Elektroautos in die Phase der Produktion und Auslieferung tritt. Auftraggeber ist nach Angaben des Unternehmens ein führender deutscher Automobilhersteller. Die smarten Wallboxen werden für den europäischen und chinesischen Markt entwickelt und gefertigt.

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Die Aktie von Deutz verliert 6 Prozent auf 5,72 Euro. Der Motorenhersteller besorgt sich mit einer 10-prozentigen Kapitalerhöhung 72 Millionen Euro brutto am Finanzmarkt. Im Rahmen einer Privatplatzierung wurden gut 12,6 Millionen neue Aktien zu je 5,71 Euro verkauft.

Das zweite Quartal von Grenke (+11,7%) stuft ein Marktteilnehmer als solide ein. Vor allem die DB2-Marge entwickele sich in die richtige Richtung, um das Jahresziel zu erreichen. Mit einem KGV von rund 10 sei die Aktie im historischen Kontext nicht teuer.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 4.975,02 +1,4% 68,69 +10,0%

Stoxx-50 4.521,40 +0,7% 30,66 +10,5%

DAX 18.342,06 +1,0% 178,00 +9,5%

MDAX 25.364,96 +1,0% 239,12 -6,5%

TecDAX 3.340,42 +1,2% 39,37 +0,1%

SDAX 14.451,02 +0,7% 97,34 +3,5%

FTSE 8.166,91 +0,6% 45,71 +5,0%

CAC 7.654,57 +1,5% 116,28 +1,5%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 2,60 -0,01 +0,03

US-Zehnjahresrendite 4,43 -0,00 +0,55

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 7:35 Uhr Di, 17:07 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0759 +0,1% 1,0738 1,0741 -2,6%

EUR/JPY 174,23 +0,4% 173,77 173,39 +12,0%

EUR/CHF 0,9716 +0,1% 0,9714 0,9704 +4,7%

EUR/GBP 0,8469 -0,0% 0,8469 0,8473 -2,4%

USD/JPY 161,92 +0,3% 161,81 161,42 +14,9%

GBP/USD 1,2705 +0,2% 1,2680 1,2678 -0,2%

USD/CNH (Offshore) 7,3056 -0,0% 7,3102 7,3067 +2,6%

Bitcoin

BTC/USD 60.111,67 -2,9% 60.898,64 62.014,64 +38,0%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 83,06 82,81 +0,3% +0,25 +15,9%

Brent/ICE 86,26 86,24 +0,0% +0,02 +13,7%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 32,86 33,55 -2,1% -0,69 +4,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 2.348,79 2.329,64 +0,8% +19,15 +13,9%

Silber (Spot) 30,14 29,53 +2,1% +0,61 +26,8%

Platin (Spot) 997,95 995,50 +0,2% +2,45 +0,6%

Kupfer-Future 4,52 4,43 +2,0% +0,09 +15,1%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

(END) Dow Jones Newswires

July 03, 2024 06:51 ET (10:51 GMT)

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25.09.26 Rheinmetall Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
21.09.26 Rheinmetall Outperform Bernstein Research
10.09.26 Rheinmetall Neutral JP Morgan Chase & Co.
01.09.26 Rheinmetall Buy Deutsche Bank AG
17.08.26 Rheinmetall Neutral JP Morgan Chase & Co.

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