MÄRKTE EUROPA/DAX vor US-Inflationsdaten noch etwas erholt


Werte in diesem Artikel
Aktien

49.48 EUR -0.02 EUR -0.04 %

55.75 EUR -0.55 EUR -0.98 %

58.86 EUR -0.14 EUR -0.24 %

3.90 EUR -0.02 EUR -0.51 %

36.51 EUR -0.09 EUR -0.25 %

26.86 EUR -0.16 EUR -0.59 %

71.00 EUR -1.50 EUR -2.07 %

371.20 EUR 1.00 EUR 0.27 %

61.30 EUR -0.05 EUR -0.08 %

16.62 EUR 0.02 EUR 0.12 %

14.92 EUR 0.22 EUR 1.46 %

6.54 EUR 0.00 EUR 0.06 %

Indizes

25,447.03 EUR 180.50 EUR 0.71 %

Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--Bei einem ruhigen und abwartenden Handel können sich die europäischen Börsen am Dienstagmittag noch etwas erholen. Der DAX legt um 0,4 Prozent zu auf 15.454 Punkte, der Euro-Stoxx-50 steigt um knapp 0,4 Prozent auf 4.260 Punkte. Die Zurückhaltung war im Handel erwartet worden, da der Markt mit Spannung auf die US-Inflationsdaten (CPI) für Januar wartet. Denn in den um 14.30 Uhr anstehenden Daten liegt Sprengkraft sowohl für Aktien- als auch Anleihen- und Devisenmärkte. Investoren gehen aber gut vorbereitet in das Ereignis, was an den zuletzt gestiegenen Prämien und Absicherungsgeschäften am Optionsmarkt abzulesen ist.

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Die Konsenserwartungen gehen von einem Anstieg der Verbraucherpreise um 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus nach 6,5 Prozent im Dezember. Viel stärker im Blick steht aber die so genannte Kerninflation ohne die schwankungsanfälligen Energie- und Nahrungsmittelpreise.

Dass der Rückgang der Energiepreise positiv wirkt, ist dem Markt bewusst. Unklar ist jedoch, ob sich die Inflation immer mehr strukturell in die breite Gesellschaft frißt. Dies wäre an einem höheren Anstieg der Kernrate abzulesen. Die US-Notenbank würde dann einen strikten Zinserhöhungkurs fortsetzen. Erwartet wird aber auch hier ein Rückgang: Die Kernrate soll im Januar bei 5,5 Prozent gelegen haben nach 5,7 Prozent im Dezember.

Bei den Branchen in Europa wird die Gewinnerliste vom Stoxx-Index der Telekom-Aktien angeführt, er steigt um 1,9 Prozent. Auch Reise- und Freizeit-Aktien stehen mit einem Index-Plus von 1 Prozent auf der Gewinnerseite, hier stechen Flutter mit einem Plus von 1,4 Prozent heraus. Das Unterhaltungsunternehmen will seine Aktien künftig auch in den USA listen lassen. Tui-Aktien legen in London um 1,6 Prozent zu. Hier konnte dank starker Reisenachfrage der Verlust im Quartal reduziert werden.

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Vernachlässigt werden dagegen die Hersteller von Konsumgütern des täglichen Bedarfs, die Chemieaktien und die Werte der Versicherungsbranche.

Brenntag mit aktivistischem Investor fest - MTU schwächer trotz positiver Stimmen

Im DAX gewinnen Bayer 2,1 Prozent, Brenntag 1,9 Prozent und Deutsche Telekom 1,4 Prozent. Dabei profitieren Brenntag vom Einstieg des aktivistischen Investors Engine Capital. Dieser fordere nun eine Abspaltung der Spezialchemie, so die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf ein Schreiben des Investors an den Brenntag-Aufsichtsrat. Die Aufteilung der Gruppe könnte den Unternehmenswert deutlich steigern.

Auf der anderen Seite fallen MTU nach ihren Ergebniszahlen um 1,6 Prozent auf 223,50 Euro. Marktteilnehmer sprechen von Gewinnmitnahmen. Das vierte Quartal sei aber gut verlaufen, und auch der Gewinnausblick werde positiv aufgenommen. Bei der DZ Bank heißt es, im Vergleich zu Wettbewerbern handelten MTU mit einem leichten Abschlag von rund 5 Prozent. Die bessere Dynamik bei Umsatz- und Ergebniswachstum und auch die höhere Profitabilität deuteten nun auf weiteres Aufwärtspotenzial der Aktie hin, so die DZ-Analysten, die ihre Kaufempfehlung zunächst bekräftigen.

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Berichtssaison läuft weiter - Norma haussieren dank Übernahmeinteresse

Um 21,3 Prozent nach oben springen die Aktien der Norma Group. Die vorläufigen Zahlen weisen einen Umsatzanstieg im vierten Quartal auf. Wie vom Handel erwartet werden die Daten aber von Presseberichten überstrahlt, nach denen es bereits mindestens drei abgelehnte Übernahmeangebote von Finanzinvestoren gegeben habe. Dies untermauere die Attraktivität der Aktie.

Kräftig abwärts um 3,5 Prozent geht es mit den Aktien von Delivery Hero. Hier belastet die Wandelanleihe, die über Nacht platziert wurde. Diese wirft für die Analysten von Jefferies einige Fragen auf. Zwar ist positiv für die Investoren, dass der Bezugspreis nach unten genommen wurde. Überrascht ist man allerdings über den Zeitpunkt, der auf eine gewisse Dringlichkeit hindeute.

Thyssen brechen ein - Bilfinger stark

Die Zahlen von Thyssenkrupp werden zwar als solide eingestuft, dennoch geht es mit Gewinnmitnahmen um 8 Prozent tiefer. Die Aktien hatten seit Jahresstart schon 23 Prozent zugelegt. Der Umsatz war aber wie erwartet, der Gewinn lag leicht oberhalb der Markterwartung. Der bestätigte 2023er-Ausblick lieferte keine Überraschung.

Auf der anderen Seite gewinnen Bilfinger gut 9 Prozent. Die UBS sieht die auf dem Kapitalmarkttag vorgestellten mittelfristigen Ziele überraschend positiv. Während das 2024er Ziel einer EBITA-Marge von 5 Prozent bestätigt worden sei, liege es für 2025 bis 2027 mit einer Margenerwartung zwischen 6 und 7 Prozent darüber. Bei einem angestrebten organischen Wachstum von 4 bis 5 Prozent könne das EBIT bis 2025 in den Bereich zwischen 290 und 350 Millionen Euro steigen. Der aktuelle Konsens liege hier mit 190 Millionen Euro darunter.

Bei Ceconomy wird der Verkauf des schwedischen Geschäfts zwar positiv gewertet, allerdings ist das zunächst mit Kosten verbunden. Die Aktien fallen um 0,5 Prozent. Nemetschek verlieren 0,6 Prozent. Von den Analysten der Citi heißt es, Umsatz und EBITDA seien am unteren Ende der Prognosespanne und damit leicht unter dem Konsens ausgefallen.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 4.259,52 +0,4% 18,16 +12,3%

Stoxx-50 3.951,23 +0,4% 17,20 +8,2%

DAX 15.454,33 +0,4% 56,99 +11,0%

MDAX 28.494,23 -0,1% -14,87 +13,4%

TecDAX 3.290,30 +0,7% 21,59 +12,6%

SDAX 13.421,83 +0,9% 114,05 +12,6%

FTSE 7.980,87 +0,4% 33,27 +6,7%

CAC 7.243,85 +0,5% 35,26 +11,9%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 2,36 -0,00 -0,21

US-Zehnjahresrendite 3,69 -0,01 -0,19

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:16 Mo, 17:15 % YTD

EUR/USD 1,0755 +0,3% 1,0737 1,0716 +0,5%

EUR/JPY 142,21 +0,1% 141,67 142,30 +1,3%

EUR/CHF 0,9877 +0,2% 0,9855 0,9873 -0,2%

EUR/GBP 0,8812 -0,3% 0,8830 0,8836 -0,4%

USD/JPY 132,20 -0,2% 131,94 132,78 +0,8%

GBP/USD 1,2204 +0,6% 1,2160 1,2129 +0,9%

USD/CNH (Offshore) 6,8232 -0,0% 6,8228 6,8294 -1,5%

Bitcoin

BTC/USD 21.823,09 +0,8% 21.760,26 21.645,66 +31,5%

ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 79,02 80,14 -1,4% -1,12 -1,8%

Brent/ICE 85,60 86,61 -1,2% -1,01 -0,2%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 52,90 51,71 +2,3% +1,19 -30,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.857,73 1.853,60 +0,2% +4,13 +1,9%

Silber (Spot) 21,77 22,03 -1,2% -0,26 -9,2%

Platin (Spot) 950,75 958,00 -0,8% -7,25 -11,0%

Kupfer-Future 4,07 4,06 +0,3% +0,01 +6,8%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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DJG/hru/cln

(END) Dow Jones Newswires

February 14, 2023 07:05 ET (12:05 GMT)

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Datum Rating Analyst
03.09.26 Deutsche Telekom Overweight Barclays Capital
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02.09.26 Deutsche Telekom Overweight JP Morgan Chase & Co.
10.08.26 Deutsche Telekom Overweight Barclays Capital
07.08.26 Deutsche Telekom Buy UBS AG

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