MÄRKTE EUROPA/Hausse - US-Arbeitsmarktbericht als "i-Tüpfelchen"


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Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--Der überraschend stark ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht sorgt an den europäischen Börsen am Freitagnachmittag für Anschlusskäufe. Der DAX gewinnt 3,1 Prozent auf 12.810 Punkte, das Wochenplus liegt nun schon bei über 1.200 Punkten oder mehr als 10 Prozent. Der Euro-Stoxx-50 steigt um 3,5 Prozent auf 3.373 Punkte.

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Die US-Wirtschaft hat im Mai 2,5 Millionen neue Stellen geschaffen, erwartet worden war ein Minus von 8,3 Millionen Stellen. "Offensichtlich hat die US-Wirtschaft den Lockdown in Einzelbereichen deutlich schneller beendet als Europa", sagt Heino Ruland von Ruland Research. Nachdem die Pandemie die Lichter ausgeschaltet hätten, gingen sie nun wieder an.

Trotz des starken US-Arbeitsmarktberichts kommt der Euro nur moderat zurück auf 1,13 Dollar, weil die neuen Konjunkturprogramme für Deutschland und für die Eurozone die Anleger zuversichtlich stimmen. "Außerdem gibt Donald Trump als Krisenmanager derzeit kein besonders gutes Bild ab", sagte ein Marktanalyst mit Blick auf die Unruhen nach dem Tod von George Floyd und die Reaktionen des US-Präsidenten darauf.

Der starke Euro ziehe Geld aus Großbritannien und aus den USA an die Aktienmärkte der Eurozone. "Die angloamerikanischen Anleger profitieren derzeit doppelt, einmal über den Anstieg der Aktienkurse und dann noch über den Anstieg des Euro", so ein Marktanalyst. Das dürfte sich fortsetzen.

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"Re-Opening"-Gewinner prägen die Hausse

Zu den großen Gewinnern gehören am Freitag die Aktien der europäischen Fluglinien. So legen IAG um 12,3 und Easyjet um 8 Prozent zu, für Air France KLM geht es um 12,4 Prozent nach oben. Für einen positiven Impuls sorgt nach Aussage aus dem Handel unter anderem, dass China zuletzt das Flugverbot teilweise wieder aufgehoben hat und ausländische Fluggesellschaften wieder begrenzt Flüge in der Volksrepublik anbieten dürfen. "Gerade auf den Langstrecken wird das Geld verdient", betont ein Marktteilnehmer. Im DAX steigen Lufthansa trotz des nun entschiedenen DAX-Abstiegs um 6,3 Prozent.

In Europa geht es auch mit den Aktien der Banken deutlich nach oben. Sie hätten bei einem Konjunkturaufschwung weniger Abschreibungen zu befürchten, heißt es. Zudem gelten sie als zurückgeblieben. Außerdem stützt die wieder steilere Zinskurve das Zinsgeschäft. So liegt beispielsweise die deutsche Zehnjahresrendite bei -0,27 Prozent, verglichen mit -0,44 Prozent vor Wochenfrist. Der Banken-Index steht mit einem Plus von 5,8 Prozent so auch an der Spitze der Gewinnerliste bei den Branchenindizes, gefolgt von den ebenfalls zurückgebliebenen Öl- und Gaswerten, deren Index um 5,6 Prozent steigt.

Hugo Boss verhandelt mit Daniel Grieder über CEO-Position

Sollte Daniel Grieder der neue CEO von Hugo Boss werden, würde dies an der Börse positiv gesehen. Am Vorabend hatte das Unternehmen Gespräche mit dem ehemaligen CEO von Tommy Hilfiger Global & PVH Europe bestätigt. Die Analysten der Citi stufen seine mögliche Verpflichtung in diesen schwierigen Zeiten als positiv ein. Ein anderer Marktteilnehmer verweist auf die bisherigen positiven Leistungen von Grieder. Hugo Boss gewinnen 10,3 Prozent. Sie gelten am Markt als so genannter Fallen Angel, so wie auch Ceconomy, die mit einer Kaufempfehlung um 20 Prozent nach oben schießen.

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Ebenfalls eine Kaufempfehlung hilft, die schwer gebeutelte Aktie von Corestate Capital um 16 Prozent nach oben zu treiben. Auch sie hat bisher nur einen kleinen Teil der Baisse-Verluste aufgeholt.

Die Indexveränderungen innerhalb der DAX-Familie sind derweil wie erwartet ausgefallen. So werden die Aktien der Deutsche Wohnen in den DAX aufgenommen und ersetzen dort Deutsche Lufthansa. Ströer kommen in den MDAX und ersetzen Deutsche Pfandbriefbank. Neu aufgenommen in den SDAX werden Dr. Hönle und Atoss, sie ersetzen Elmos Semiconductor und MLP.

Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.368,33 3,27 106,66 -10,07

Stoxx-50 3.074,59 2,28 68,68 -9,67

DAX 12.780,01 2,81 349,45 -3,54

MDAX 27.127,72 1,37 367,30 -4,19

TecDAX 3.241,67 -0,15 -5,01 7,52

SDAX 12.162,77 1,50 179,68 -2,79

FTSE 6.469,66 2,02 128,22 -15,92

CAC 5.174,06 3,23 162,09 -13,45

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,27 0,05 -0,51

US-Zehnjahresrendite 0,93 0,10 -1,75

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8.07 Uhr Mi, 17:22 % YTD

EUR/USD 1,1303 -0,29% 1,1367 1,1226 +0,8%

EUR/JPY 124,04 +0,28% 124,21 122,3066 +1,8%

EUR/CHF 1,0894 +0,60% 1,0857 1,08 +0,4%

EUR/GBP 0,8906 -1,08% 0,8985 0,8911 +5,2%

USD/JPY 109,75 +0,58% 109,26 108,9285 +0,9%

GBP/USD 1,2693 +0,81% 1,2647 1,26 -4,2%

USD/CNH (Offshore) 7,0832 -0,32% 7,0859 7,1178 +1,7%

Bitcoin

BTC/USD 9.693,76 -0,80% 9.769,26 9575,2550 +34,4%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 39,08 37,41 +4,5% 1,67 -33,6%

Brent/ICE 41,98 39,99 +5,0% 1,99 -33,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.679,98 1.712,00 -1,9% -32,02 +10,7%

Silber (Spot) 17,33 17,80 -2,6% -0,47 -2,9%

Platin (Spot) 812,35 840,40 -3,3% -28,05 -15,8%

Kupfer-Future 2,55 2,49 +2,3% +0,06 -9,5%

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/gos

(END) Dow Jones Newswires

June 05, 2020 10:26 ET (14:26 GMT)

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20.08.26 Lufthansa Market-Perform Bernstein Research
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05.08.26 Lufthansa Sell Goldman Sachs Group Inc.

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