MÄRKTE EUROPA/Sorge vor Ende der US-Geldschwemme belastet


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Indizes

25,347.15 EUR -52.06 EUR -0.2 %

FRANKFURT (Dow Jones)--Mit deutlichem Minus sind Europas Aktienmärkte am Donnerstag aus dem Handel gegangen. Die Sorge vor einer Reduktion der Anleihekäufe (Tapering) in den USA bei gleichzeitiger Abschwächung der Wirtschaft belastete. So lag der Philadelphia-Fed-Index für August unter Erwartung. Bei den Autowerten schreckte Toyota aus Japan, die ihre Produktion im September um 40 Prozent senken will. Der DAX fiel um 1,3 Prozent auf 15.766 Punkte, zeigte sich damit aber am Abend gut erholt: Zwischenzeitlich hatte er über 2 Prozent verloren. Der Euro-Stoxx-50 gab um 1,5 Prozent auf 4.125 Punkte nach.

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Sorgen vor schnellem Ende der Geldschwemme

Aus dem Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung vom Vorabend ging hervor, dass ein früheres Ende der Rückkäufe diskutiert wurde, sagte Derek Halpenny von Japans größter Bank Mitsubishi UFJ. Händler wiesen darauf hin, dass dies auch den Euro schwächen würde und damit Aktienanlagen in Europa für Dollar-basierte Anleger unattraktiver werden.

Je stärker sich der Arbeitsmarkt erholt, desto wahrscheinlicher wird damit das Tapering. Der große monatliche US-Job-Report steht am 3. September an und dürfte daher die Weichen stellen.

Die Devisenstrategen der Commerzbank sahen in dem Sitzungprotokoll Hinweise, die Anleihekäufe bis Mitte 2022 auf Null zu tapern. Am Markt rechnet man, dass bereits das Zentralbanker-Treffen in Jackson Hole Ende August als Podium für diese Ankündigung genutzt wird.

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Würde die US-Notenbank den Geldhahn langsam zudrehen, würden die Märkte den Treibstoff für die Kursrally der letzten 18 Monate verlieren.

Rohstoff- und Luxus-Aktien unter Druck - Sorgen um China

Sorgen vor einem nachlassenden Wachstum setzte besonders die Minenbetreiber unter Druck. Der Sektor-Index fiel um 4,2 Prozent, was zudem durch eine Dividendenausschüttung bei Anglo American verstärkt wurden. Die Aktien fielen um 10 Prozent. Ausschüttungen werden in den Stoxx-Sektor-Indizes nicht automatisch reinvestiert, so wie es Anleger von den DAX-Performance-Indizes gewohnt sind.

Gesenkte Kupfer-Produktionsziele brachten Antofagasta um 4,5 Prozent nach unten. Angesichts des stark gestiegenen Kupferpreises könnte dies nach Einschätzung der Citigroup Abwärtsrevisionen bei den Gewinnschätzungen auslösen.

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Selbst die Aktien der Luxusgüter-Hersteller litten unter China: Richemont, LVMH, Burberry und Dior brachen bis über 6 Prozent ein. Die UBS betont, dass 2019 die Konsumenten aus China noch 35 Prozent der Umsätze im Luxusgütersegment ausmachten, was wegen Covid im Jahr 2020 auf 28 Prozent zurückging. Nun fordert die Regierung eine Umverteilung des Reichtums von Bürgern mit einem hohen Einkommen - genau diese sind aber die Käufer der Luxusartikel aus Frankreich und Italien.

Autowerte nach Toyota unter Druck

Deutsche Autoaktien standen auch weiter auf der Verkaufsliste. Hier hatte bereits am Vortag in China der Hersteller Geely von gekappten Absatzaussichten gesprochen. Nun sagte Toyota, dass sie im September ihre Produktion um 40 Prozent drosseln will. Die Delta-Ausbrüche in Asien würden die Lieferketten beschädigen, die bereits unter dem globalen Chip-Mangel leiden.

Daimler und BWM verloren bis zu 3 Prozent und VW 1,9 Prozent. Andere konjunkturnahe Aktien mit Auto-Kunden wie BASF, Covestro und Infineon fielen deutlich. BASF traf es mit 3,7 Prozent Minus am stärksten.

Zahlen gab es noch von Geberit aus der Schweiz, die 1,7 Prozent abgaben. Die Marge des Sanitärausstatters lag zwar leicht über Erwartung, wird aber nicht dauerhaft so hoch gesehen.

Adyen in den Niederlanden legten hingegen um 5,8 Prozent zu. Der ehemalige Wirecard-Konkurrent hat über den Erwartungen liegende Geschäftszahlen für das erste Halbjahr vorgelegt.

Gegen den Markt stiegen auch Global Fashion Group um 2,6 Prozent. Die Zweitquartalszahlen des Fashion-Plattformbetreibers waren besser als erwartet.

Bei SFC Energy ging es mit heftigen Gewinnmitnahmen über 6 Prozent nach unten. Die Aktien waren am Vortag 10 Prozent gestiegen. Die Halbjahreszahlen des Wasserstoff-Unternehmens lagen im Rahmen der Erwartungen.

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Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung

. stand absolut in % seit

. Jahresbeginn

Euro-Stoxx-50 4.124,71 -64,71 -1,5% +16,1%

Stoxx-50 3.605,72 -51,15 -1,4% +16,0%

Stoxx-600 467,24 -7,18 -1,5% +17,1%

XETRA-DAX 15.765,81 -200,16 -1,3% +14,9%

FTSE-100 London 7.053,91 -115,41 -1,6% +11,0%

CAC-40 Paris 6.605,89 -164,22 -2,4% +19,0%

AEX Amsterdam 765,83 -5,65 -0,7% +22,6%

ATHEX-20 Athen 2.111,15 -43,42 -2,0% +9,1%

BEL-20 Bruessel 4.273,26 -68,98 -1,6% +18,0%

BUX Budapest 51.696,55 -592,32 -1,1% +22,8%

OMXH-25 Helsinki 5.579,85 -101,37 -1,8% +21,7%

ISE NAT. 30 Istanbul 1.551,12 -11,44 -0,7% -5,2%

OMXC-20 Kopenhagen 1.842,70 -9,99 -0,5% +25,8%

PSI 20 Lissabon 5.310,63 -7,01 -0,1% +8,3%

IBEX-35 Madrid 8.902,20 -68,00 -0,8% +10,3%

FTSE-MIB Mailand 25.928,78 -428,43 -1,6% +18,6%

RTS Moskau 1.635,63 -39,58 -2,4% +17,9%

OBX Oslo 998,58 -19,31 -1,9% +16,3%

PX Prag 1.274,20 -16,63 -1,3% +24,1%

OMXS-30 Stockholm 2.330,30 -41,08 -1,7% +24,3%

WIG-20 Warschau 2.260,02 -24,95 -1,1% +13,9%

ATX Wien 3.557,67 -78,80 -2,2% +30,3%

SMI Zuerich 12.403,58 -141,77 -1,1% +15,9%

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:40 Uhr Mi, 17:18 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1694 -0,1% 1,1677 1,1706 -4,3%

EUR/JPY 128,33 -0,2% 128,44 128,68 +1,8%

EUR/CHF 1,0727 -0,1% 1,0724 1,0757 -0,8%

EUR/GBP 0,8553 +0,5% 0,8520 0,8513 -4,2%

USD/JPY 109,75 -0,0% 109,99 109,93 +6,3%

GBP/USD 1,3672 -0,6% 1,3704 1,3752 +0,1%

USD/CNH (Offshore) 6,4972 +0,2% 6,5016 6,4851 -0,1%

Bitcoin

BTC/USD 45.810,26 +2,6% 44.443,51 45.291,26 +57,7%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 63,43 65,46 -3,1% -2,03 +31,6%

Brent/ICE 66,20 68,23 -3,0% -2,03 +29,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.783,16 1.787,85 -0,3% -4,69 -6,0%

Silber (Spot) 23,29 23,53 -1,0% -0,24 -11,8%

Platin (Spot) 981,60 998,85 -1,7% -17,25 -8,3%

Kupfer-Future 4,05 4,12 -1,8% -0,08 +14,7%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/raz

(END) Dow Jones Newswires

August 19, 2021 12:02 ET (16:02 GMT)

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14.09.26 Infineon Neutral UBS AG
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