MÄRKTE EUROPA/Versöhnlicher Wochenausklang - Berichtssaison läuft


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Indizes

25,410.63 EUR -168.22 EUR -0.66 %

FRANKFURT (Dow Jones)--An den europäischen Aktienmärkten geht es am Freitagmittag nach oben. So legt der DAX um 0,9 Prozent zu auf 15.610 Punkte. Vom Schwächeanfall zu Anfang des Monats konnte sich der Index inzwischen erholen und notiert diese Woche mehrheitlich in ruhigem Fahrwasser oberhalb der Marke von 15.500 Punkten. Rücksetzer wurden jüngst schnell für Käufe genutzt, die Berichtssaison wird bisher als stützend eingestuft. Der Euro-Stoxx-50 zieht sogar um 1 Prozent auf 4.199 Zähler an.

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Bereits am Morgen sorgte für Erleichterung, dass der hochverschuldete chinesische Immobilienkonzern Evergrande eine Kuponzahlung für eine im September fällig gewordene Dollar-Anleihe geleistet hat. Mehr als ein Atemholen in dem Drama um den Baukonzern dürfte dies aber nicht sein. Derweil geht die Berichtssaison weiter, vor allem europäische Unternehmen berichten am Freitag über die Entwicklung im dritten Quartal.

Konjunktur in der Eurozone kühlt sich ab

Der Rückgang der Einkaufsmanagerindizes in Europa kommt für Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, gewissermassen mit Ansage. Für das verarbeitende Gewerbe gelte, dass die Auftragsbücher voll seien, doch die Produktion aufgrund der Knappheit von Vorprodukten und Rohstoffen nur bedingt davon profitieren könne. Eine rasche Besserung der Situation sei nicht absehbar. Hinzu kämen nun auch noch deutlich gestiegene Energiepreise. In Anbetracht dieser Belastungsfaktoren sei erstaunlich, dass der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe nicht noch deutlicher nachgeben habe. In Deutschland ist nur ein minimaler Rückgang gegenüber dem Vormonat zu verzeichnen. Die Freude über die vollen Auftragsbücher ist groß und überwiegt die derzeit schwierigen Produktionsbedingungen. Im Dienstleistungssektor ließen hingegen Nachholeffekte nach. Die Wachstumsraten werden deshalb im laufenden Quartal und auch im ersten Quartal des kommenden Jahres klein ausfallen.

Umsätze überraschen zumeist positiv

Ein Freudenfeuerwerk von 6,1 Prozent gibt es bei L'Oreal, wo das bereinigte Umsatzwachstum von 13,1 Prozent weit über der Konsensschätzung von 7,6 Prozent lag. Der unerwartet starke Quartalsgewinn des französischen Konsumgüterkonzerns im dritten Quartal zeigt nach Ansicht der Citi-Analysten die Fähigkeit des Unternehmens, das eigene Wachstum geografisch und mittels einer breit angelegten Produktexpansion neu auszutarieren. Das führe zu Volumina-Relationen, die in der Citi-Researchabdeckung unerreicht seien.

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Die Berichtssaison läuft immer stärker an, vor allem Umsatzzahlen werden derzeit veröffentlicht. Positiv werden Daten von Air Liquide (-0,5%) und Renault (-0,2%) aufgenommen. Jefferies rechnet bei Air Liquide dennoch nicht mit einer positiven Marktreaktion - Anleger hätte andere Alternativen. Die UBS sieht für Renault indes allenfalls geringe Konsensanpassung.

Auch Vivendi hat starke Umsatzzahlen vorgelegt. Sie werden gerade nach der Ausgliederung von UMG von den Anlegern gefeiert und treiben die Aktien um 1,8 Prozent. Wie die Citigroup anmerkt, sind die Umsätze klar besser als erwartet ausgefallen, mit 10,3 Prozent Anstieg lagen sie weit über der Konsensprognose von 3,7 Prozent.

Wieder aufgekommene IPO-Fantasie der Porsche AG wird im Handel als Grund für die gute Entwicklung im Autosektor genannt. Jüngster Auslöser sei ein Artikel im Manager Magazin. Entsprechende Spekulationen gab es allerdings bereits in der Vergangenheit. Nach Einschätzung aus dem Handel wäre der Zeitpunkt für einen Börsengang angesichts der vermutlich erzielbaren hohen Bewertung günstig gewählt. VW steigen 2,1 Prozent, BMW 1,2 Prozent und Porsche 1,6 Prozent.

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Bei Siltronic geht es um 1,4 Prozent tiefer, hier verzögert sich der Zusammenschluss mit Globalwafers. LSE geben nach Drittquartalszahlen um 3,2 Prozent nach. Belastend wirkt der Ausblick.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 4.198,86 +1,0% 43,13 +18,2%

Stoxx-50 3.645,43 +0,8% 29,14 +17,3%

DAX 15.609,64 +0,9% 137,08 +13,8%

MDAX 34.932,49 +0,6% 215,13 +13,4%

TecDAX 3.813,49 +0,9% 33,23 +18,7%

SDAX 16.933,06 +0,3% 58,30 +14,7%

FTSE 7.232,53 +0,6% 42,23 +11,3%

CAC 6.755,73 +1,0% 69,56 +21,7%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,09 +0,01 +0,48

US-Zehnjahresrendite 1,68 -0,02 +0,76

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 7:58 Uhr Do, 17:39 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1640 +0,1% 1,1626 1,1640 -4,7%

EUR/JPY 132,47 -0,1% 132,52 132,44 +5,1%

EUR/CHF 1,0668 -0,1% 1,0672 1,0680 -1,3%

EUR/GBP 0,8440 +0,1% 0,8426 0,8430 -5,5%

USD/JPY 113,81 -0,2% 114,00 113,78 +10,2%

GBP/USD 1,3791 -0,0% 1,3797 1,3808 +0,9%

USD/CNH (Offshore) 6,3815 -0,2% 6,3945 6,3897 -1,9%

Bitcoin

BTC/USD 63.264,01 +0,8% 63.045,01 62.727,01 +117,8%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 83,05 82,50 +0,7% 0,55 +74,2%

Brent/ICE 85,28 84,61 +0,8% 0,67 +68,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.792,32 1.782,90 +0,5% +9,42 -5,6%

Silber (Spot) 24,32 24,18 +0,6% +0,14 -7,9%

Platin (Spot) 1.063,03 1.053,10 +0,9% +9,93 -0,7%

Kupfer-Future 4,59 4,56 +0,7% +0,03 +30,3%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/flf

(END) Dow Jones Newswires

October 22, 2021 07:11 ET (11:11 GMT)

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Datum Rating Analyst
23.09.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
22.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
22.09.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
21.09.26 Volkswagen (VW) vz Neutral UBS AG
21.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Jefferies & Company Inc.

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