MÄRKTE USA/Freundlich - Micron vor Zahlen erneut mit Abgaben

24.06.26 18:13 Uhr

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DOW JONES--Die US-Börsen machen am Mittwoch im Verlauf einen Teil ihrer Verluste vom Vortag wett. Bei den Technologiewerten verläuft die Erholung jedoch eher zögerlich. Der Dow-Jones-Index verbessert sich gegen Mittag (Ortszeit New York) um 0,9 Prozent auf 52.132 Punkte. Der S&P-500 legt um 0,6 Prozent zu. Die Nasdaq-Indizes erholen sich um bis zu 0,6 Prozent, nachdem sie am Dienstag um bis zu 3,3 Prozent eingeknickt waren.

Teilnehmer sprechen von Zurückhaltung. Mit den jüngsten Turbulenzen im Technologie-Sektor stehen die Ergebnisse von Micron Technology für das dritte Quartal nach der Schlussglocke im Fokus - einem der weltweit größten Hersteller von Speicherchips. Das Unternehmen gilt als wichtiger Indikator für KI-bezogene Ausgaben, da seine Chips in Rechenzentren und fortschrittlichen Computersystemen genutzt werden. Die Aktie gibt um 0,7 Prozent nach, nachdem sie am Vortag um gut 13 Prozent eingebrochen war. Die Erwartungen an die Zahlen sind sehr hoch und das Enttäuschungspotenzial entsprechend groß. Die Papiere von Intel erholen sich um 1,8 Prozent und Nvidia klettern um 0,4 Prozent.

Die Konjunkturdaten des Tages setzen keinen Impuls. Das Defizit in der US-Leistungsbilanz ist im ersten Quartal 2026 gestiegen. Die Zahl der Neubauverkäufe ging im Mai wider Erwarten zurück. Für Bewegung könnten dagegen die Ergebnisse des Bankenstresstests der US-Notenbank nach der Schlussglocke sorgen.

Bei den Einzelwerten fällt die Fedex-Aktie um 1 Prozent. Der Logistik-Konzern hat im vierten Geschäftsquartal dank höherer Versandtarife und -volumina einen höheren Umsatz verzeichnet. Der Gewinn ging allerdings leicht zurück. Belastend sei vor allem die Margenentwicklung. Der Ausblick ist nach Einschätzung der Analysten von Morgan Stanley wegen mehrerer struktureller Änderungen in der Finanzberichterstattung des Unternehmens schwer zu bewerten.

Für die Alphabet-Aktie geht es um 1,1 Prozent nach oben. Die Google-Muttergesellschaft wird ab Montag in den Dow Jones Industrial Average aufgenommen. Platz machen muss dafür Verizon Communications (-2,3%).

Qualcomm (-3,7%) übernimmt das KI-Softwareunternehmen Modular in einem rund 3,9 Milliarden Dollar schweren Aktiendeal. Modular bietet Software an, mit der KI effizient über verschiedene Hardware-Architekturen hinweg ausgeführt werden kann, wodurch Entwickler KI zu geringeren Gesamtkosten einsetzen können.

Cerebras Systems fallen um 16,5 Prozent, obwohl der KI-Chiphersteller bessere Ergebnisse als erwartet für das dritte Quartal gemeldet hat. Die Erwartungen waren vor der Veröffentlichung sehr hoch, da es sich um den ersten Bericht des Unternehmens seit dem Börsengang im Mai handelte.

SK Hynix will mit der geplanten Zweitnotiz an der Wall Street mehr als 29 Milliarden US-Dollar einnehmen. Ausländische Investoren sollen die Expansionspläne des südkoreanischen Chipkonzerns finanzieren, der von der hohen Nachfrage nach technisch führenden Halbleitern im Zuge des weltweiten KI-Booms profitiert. Das Unternehmen plant mit einem Handelsstart am 10. Juli.

Dollar legt weiter zu - Ölpreise fallen erneut

Der Dollar setzt seine Aufwärtsbewegung fort, der Dollar-Index gewinnt 0,2 Prozent. Weiter stützt die Aussicht auf steigende Zinsen durch die Fed im weiteren Jahresverlauf. "Die erwartete Straffung könnte die Dollar-Stärke weiter antreiben und die Anleiherenditen auf einem erhöhten Niveau belassen", sagt Bas Kooijman von DHF Capital S.A. Die PCE-Inflationsdaten, der bevorzugte Inflationsindikator der Fed, würden am Donnerstag im Mittelpunkt stehen, und ein starker Wert könnte die Erwartungen einer Zinserhöhung im September zementieren, so der Vermögensverwalter. Die Rendite zehnjähriger Anleihen verliert nach den jüngsten Gewinnen 9 Basispunkte auf 4,40 Prozent.

Die Ölpreise weiten ihre Verluste aus, nachdem US-Präsident Donald Trump in einem Social-Media-Beitrag mitgeteilt hat, der Iran habe den USA erklärt, er verlange oder kassiere keine Gebühren von Schiffen, die die Straße von Hormus befahren. Der Preis für ein Barrel Brent reduziert sich um 4 Prozent auf 74,02 Dollar. Dass die US-Ölvorräte in der vergangenene Woche stärker abgenommen haben als erwartet, hat zunächst keinen Einfluss auf die Preise.

Für den Goldpreis geht es um weitere 2,6 Prozent auf 4.003 Dollar je Feinunze nach unten; zeitweise fiel er unter die psychologisch wichtige Marke von 4.000 Dollar. Neben dem andauernd starken Dollar belastet auch die Aussicht auf steigende Zinsen das zinslose Edelmetall.

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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

DJIA 52.132,46 +0,9 +465,62 51.666,84

S&P-500 7.409,32 +0,6 +43,86 7.365,46

NASDAQ Comp 25.753,03 +0,6 +165,99 25.587,04

NASDAQ 100 29.451,56 +0,4 +104,29 29.347,27

US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 4,15 -0,05 4,21 4,15

5 Jahre 4,18 -0,08 4,27 4,18

10 Jahre 4,40 -0,09 4,50 4,40

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:02

EUR/USD 1,1351 -0,3 -0,0030 1,1381 1,1382

EUR/JPY 183,59 -0,1 -0,2600 183,85 183,8600

EUR/CHF 0,9219 +0,0 0,0004 0,9215 0,9213

EUR/GBP 0,8622 +0,0 0,0003 0,8619 0,8622

USD/JPY 161,75 +0,1 0,1800 161,57 161,5500

GBP/USD 1,3163 -0,3 -0,0040 1,3203 1,3198

USD/CNY 6,8106 +0,3 0,0206 6,7900 6,7894

USD/CNH 6,8136 +0,3 0,0190 6,7946 6,7938

AUS/USD 0,6895 -0,3 -0,0019 0,6914 0,6931

Bitcoin/USD 60.220,71 -3,5 -2.168,34 62.389,05 62.410,49

ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 70,36 -3,9 -2,85 73,21

Brent/ICE 74,02 -4,0 -3,06 77,08

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.002,89 -2,6 -105,46 4.108,35

Silber 58,72 -5,3 -3,31 62,03

Platin 1.583,65 -4,1 -68,15 1.651,80

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/ros

(END) Dow Jones Newswires

June 24, 2026 12:13 ET (16:13 GMT)

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21.05.2026NVIDIA KaufenDZ BANK
21.05.2026NVIDIA BuyUBS AG
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