MÄRKTE USA/Schwach - Renditen holen Vortagesverluste wieder auf
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DOW JONES--Mit kräftigten Abgaben zeigt sich die Wall Street am Donnerstagmittag (Ortszeit). Der Dow-Jones-Index fällt um 0,9 Prozent auf 53.006 Punkte, belastet vom deutlichen Minus der Walmart-Aktie. Der breiter gefasste S&P-500 gibt um 0,4 Prozent nach und die technologielastigen Nasdaq-Indizes büßen bis zu 0,8 Prozent ein. Hauptthema sind weiterhin die Entwicklungen am US-Anleihemarkt, nachdem das US-Finanzministerium am Vortag angekündigt hatte, künftig mehr langlaufende Anleihen zurückzukaufen. Konkret sollen Rückkaufoperationen für Anleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren oder mehr mit Wirkung zum 9. September von derzeit 2 auf mindestens 4 Milliarden Dollar pro Operation verdoppelt werden.
Der Schritt wurde an der Wall Street als Signal gewertet, dass Finanzminister Scott Bessent über den Ausverkauf bei Anleihen beunruhigt ist. In der Folge ging es für die Renditen 10- und 30-jähriger steil nach unten. Doch die Renditen holen die Abgaben vom Vortag wieder fast vollständig auf. Analysten begründen dies damit, dass ein nachhaltiger Rückgang der Kreditkosten unwahrscheinlich sei, da es keine Anzeichen dafür gebe, dass die USA ihr Defizit eindämmen würden. So steigt die Rendite im Zehnjahresbereich um 5 Basispunkte auf 4,70 Prozent, bei den Langläufern geht es um 5 Basispunkte auf 5,24 Prozent nach oben.
Der Dollar stabilisiert sich nach den Vortagesverlusten und zeigt sich kaum verändert. Der Greenback sei nach der Entscheidung des US-Finanzministeriums anfälliger für eine Abwertung, so die Analysten der MUFG Bank. Es sei unwahrscheinlich, dass die USA das stetig wachsende Haushaltsdefizit angehen werden. Daher bestehe die Gefahr, dass sich der Rückkauf als kontraproduktiv erweise und die Nachfrage nach US-Anlagen verringere, was potenziell zum Verkauf von Staatsanleihen und des Dollar führen könnte, so die Analysten.
Der Goldpreis gibt einen kleinen Teil seiner Vortagesgewinne wieder ab. Die Feinunze fällt um 0,2 Prozent auf 4.510 Dollar, nach einem Hoch von rund 4.580 Dollar zur Wochenmitte in Folge der stark gefallenen Renditen. Teilnehmer verweisen nun auf die Erholung der Renditen.
Die Ölpreise legen weiter zu. Für Brent geht es um 2,3 Prozent auf 93,68 Dollar nach oben. "Die USA haben keine Gespräche mit dem Iran geplant, während die Lage in der Straße von Hormus weiter angespannt bleibt, mit eingeschränktem Schiffsverkehr und anhaltenden Meinungsverschiedenheiten über die Bedingungen für eine Wiedereröffnung", heißt es von Sucden Financial. Zudem hat US-Präsident Donald Trump damit gedroht, die USA würden beispiellose wirtschaftliche Maßnahmen gegen den Iran verhängen.
Die Konjunkturdaten des Tages liefern keinen Impuls. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der vergangenen Woche gesunken, nachdem sie fast einen Monat lang gestiegen war. Der Philadelphia-Fed-Index für August fiel mit 47,4 über der Prognose von 41,1 aus, die dem Wert aus dem Vormonat entsprochen hat. Die US-Frühindikatoren sind im Juli leicht gestiegen.
Bei den Einzelwerten reduzieren sich die Aktien von Walmart um 9,0 Prozent. Der Einzelhandelskonzern teilte mit, dass die vergleichbaren Umsätze in den USA, also aus stationären und digitalen Kanälen, um 2,6 Prozent gestiegen sind - der geringste vierteljährliche Anstieg seit 2020. Die Zahl wurde durch neue Preisvorschriften für Apotheken beeinträchtigt, ohne die Walmart ein Plus von 3,4 Prozent erzielt hätte. Die Schätzungen der Analysten hatten laut Factset auf eine Zunahme von 3,8 Prozent gelautet.
Für die Aktien von Krypto-Handelsplattformen geht es kräftig nach oben. US-Präsident Trump hat den Kongress aufgefordert, ein Kryptowährungsgesetz zu verabschieden. Dies schob den Bitcoin zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit Juni. Für den Bitcoin geht es um 4,6 Prozent auf 72.267 Dollar aufwärts. Am Aktienmarkt steigen Coinbase um 7,0 Prozent und Strategy um 6,8 Prozent.
Die Papiere von Wolfspeed knicken um 16,6 Prozent ein. Der Chip-Hersteller verzeichnete im vierten Geschäftsquartal einen deutlichen Umsatzrückgang. Zudem enttäuschte der Ausblick.
Die Aktien von Coty büßen 8,1 Prozent ein. Das Kosmetikunternehmen meldete einen höheren Verlust und prognostizierte für das laufende Quartal einen Umsatzrückgang, da die Verbraucher zunehmend wählerischer werden. Deere (+8,9%) übertraf im dritten Quartal die Erwartungen, obwohl das Geschäft mit großen Landmaschinen weiterhin schwach war. Der Konzern profitierte allerdings von Zollrückerstattungen.
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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
DJIA 53.006,24 -0,9 -456,81 53.463,05
S&P-500 7.677,96 -0,4 -30,02 7.707,98
NASDAQ Comp 26.117,53 -0,8 -213,56 26.331,09
NASDAQ 100 29.263,99 -0,6 -162,03 29.426,02
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief
2 Jahre 4,19 +0,01 4,20 4,16
5 Jahre 4,39 +0,04 4,40 4,33
10 Jahre 4,70 +0,05 4,71 4,63
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 18:12
EUR/USD 1,1675 -0,0 -0,0002 1,1677 1,1669
EUR/JPY 185,61 +0,5 0,9300 184,68 184,8500
EUR/CHF 0,9339 +0,3 0,0029 0,9310 0,9326
EUR/GBP 0,8563 -0,2 -0,0016 0,8579 0,8574
USD/JPY 158,96 +0,5 0,8000 158,16 158,3900
GBP/USD 1,3628 +0,2 0,0025 1,3603 1,3608
USD/CNY 6,7225 -0,1 -0,0070 6,7295 6,7295
USD/CNH 6,7257 -0,1 -0,0055 6,7312 6,7298
AUS/USD 0,7116 -0,1 -0,0007 0,7123 0,7125
Bitcoin/USD 72.266,87 +4,6 3.199,01 69.067,86 68.588,13
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 87,94 +2,5 2,11 85,83
Brent/ICE 93,68 +2,3 2,06 91,62
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.510,27 -0,2 -10,82 4.521,09
Silber 68,01 +1,6 1,10 66,92
Platin 1.825,47 +0,1 0,97 1.824,50
(Angaben ohne Gewähr)
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/ros/mgo
(END) Dow Jones Newswires
August 20, 2026 12:41 ET (16:41 GMT)
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