SpaceX-Aktie fällt abermals auf Rekordtief: Warum historische Daten auf eine langsame Erholung schließen lassen
Die SpaceX-Aktie hat am Donnerstag erstmals unter ihrem Ausgabepreis geschlossen. Historische Daten sprechen jedoch für eine gewisse Erholung in der Zukunft.
Werte in diesem Artikel
- Die SpaceX-Aktie schloss am 16. Juli 2026 erstmals unter ihrem Ausgabepreis
- Jefferies-Daten zeigen für Mega-IPOs nur 3,5 Prozent Rendite nach einem Jahr
- Im August vergrößern auslaufende Lock-up-Fristen das Aktienangebot deutlich
Die SpaceX-Aktie schloss am Donnerstag an der NASDAQ bei 131,11 US-Dollar, ein Minus von 3,08 Prozent, und blieb damit erstmals auch zum Handelsende unter ihren Ausgabepreis von 135 US-Dollar, nachdem sie die Schwelle bereits im laufenden Mittwochshandel zeitweise unterschritten hatte. Im Freitagshandel geht es dann um weitere 5,86 Prozent auf 123,43 US-Dollar bergab. Bei 122,12 US-Dollar erreichte die Aktie im Verlauf ein neues Rekordtief. Damit hat der Raketen- und KI-Konzern von Tesla-Chef Elon Musk seit seinem Allzeithoch eine Billion US-Dollar an Börsenwert verloren. Am dritten Handelstag nach dem Börsengang Mitte Juni lag sie bei der bisherigen Bestmarke von 225,64 Dollar noch bei 2,64 Billionen US-Dollar. Genau dieses Muster, bestehend aus einem fulminanten Start gefolgt von einer längeren Ernüchterung, zeigen auch Jefferies-Daten zu den größten Börsengängen der vergangenen 26 Jahre. Gleichzeitig lassen sie aber auch Hoffnung auf wieder höhere Kurse aufkommen.
Die Jefferies-Zahlen: Kurzer Rausch, mageres Jahr
Die Analyse von Jefferies, über die Barron's berichtete, wertete die Entwicklung der größten US-Börsengänge der vergangenen 26 Jahre aus. Mega-IPOs mit einer Bewertung von mehr als 10 Milliarden US-Dollar legten demnach in der ersten Handelswoche - ausgehend vom Eröffnungskurs - im Schnitt rund 26,5 Prozent zu. Doch danach folgt eine magere Zeitspanne. "Größere Börsengänge schneiden in der ersten Woche und im ersten Monat besser ab. Dieser Vorteil schwindet im Laufe der Zeit", so die Jefferies-Experten. Nach einem Jahr kämen die Mega-IPOs lediglich noch auf ein Plus von etwa 3,5 Prozent.
Sollte sich dieses Muster wiederholen, würde das für die SpaceX-Aktie jedoch bedeuten, dass sie in den kommenden Monaten wieder zulegen dürfte. Denn ein Plus von 3,5 Prozent ausgehend von ihrem ersten Kurs würde in etwa 155,25 US-Dollar entsprechen. Ausgehend vom gestrigen Schlusskurs ergäbe sich daraus ein Aufwärtspotenzial von rund 18,4 Prozent - allerdings erst bis Juni 2027.
Es bleibt allerdings Vorsicht geboten, denn die Bandbreite hinter dem von Jefferies errechneten Mittelwert ist groß: Einzelne Mega-IPOs der untersuchten 26 Jahre lagen nach zwölf Monaten deutlich im Plus, andere deutlich im Minus. Der Durchschnitt glättet diese Streuung, er sagt somit nichts darüber, in welche Richtung sich ein einzelner Titel wie SpaceX bewegen wird.
SpaceX-Aktie folgt dem Muster bislang exakt
Bislang scheint die SpaceX-Aktie dem Trend der bisherigen Mega-IPOs jedoch zu folgen. Am 12. Juni 2026 ging die Raumfahrt- und Satellitenfirma von Elon Musk mit einer Bewertung von rund 1,75 Billionen US-Dollar im Rahmen des größten Börsengangs der Geschichte an die NASDAQ. Bereits am dritten Handelstag, dem 16. Juni 2026, markierte das Papier mit 225,64 US-Dollar sein bisheriges Rekordhoch. Einen Monat später ist von der Euphorie jedoch kaum noch etwas übrig. Selbst Anleger, die den Anteilsschein zum Ausgabepreis von 135 US-Dollar ergattern konnten, liegen derzeit im Minus.
Die Analysten lassen sich jedoch bislang kaum von der hohen Bewertung des Konzerns oder der Kursentwicklung beirren. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 241 US-Dollar, rund drei Viertel der Einstufungen lauten auf Kaufen, und Raymond James Financial hält sogar 800 US-Dollar für gerechtfertigt. Citigroup-Analyst John Godyn nennt ein eigenes Kursziel von 200 US-Dollar nur einen Zwischenschritt auf dem Weg zu einem möglichen Szenario von 900 US-Dollar. Zwischen diesem Optimismus und dem Kurs, der unter dem Ausgabepreis notiert, klafft eine auffällige Lücke.
Nächste Belastungsprobe: die Lock-up-Fenster im August
Verschärfend kommt hinzu, dass bislang weniger als 5 Prozent der SpaceX-Aktien frei handelbar sind. Nach Reuters-Angaben laufen die ersten Lock-up-Fristen für Mitarbeiter und frühe Investoren zwei Handelstage nach dem ersten Quartalsbericht als börsennotiertes Unternehmen aus, der für Anfang August 2026 erwartet wird. Diese erste Tranche umfasst rund 911,5 Millionen Aktien. Das Angebot an handelbaren Papieren dürfte dann spürbar steigen und könnte den Kurs womöglich dann zunächst einmal noch weiter unter Druck setzen.
Carolin Ludwig, Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX
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Bildquellen: SpaceX, SpaceX
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| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 12:36 | SpaceX Outperform | Bernstein Research | |
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| 13.07.26 | SpaceX Outperform | Bernstein Research | |
| 09.07.26 | SpaceX Buy | UBS AG | |
| 07.07.26 | SpaceX Buy | Deutsche Bank AG |
