Neue Richtlinien

Änderungen im App Store: Apple sagt Streamingdiensten von Microsoft und Google den Kampf an


Änderungen im App Store: Apple sagt Streamingdiensten von Microsoft und Google den Kampf an

Mitten in Apples Rechtsstreit mit Epic Games wurden plötzlich die Richtlinien für den App Store geändert - Apple hat damit eine weitere Front gegen die Giganten Google und Microsoft eröffnet.

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• Neue Apple-Richtlinien verbieten es Gamern, innerhalb ihres Gaming-Kataloges von Spiel zu Spiel zu springen
• Neuerungen betreffen auch Google Stania und Microsofts xCloud
• Apple will Bewertungen und Sicherheit aller Spiele gewährleisten

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Vor Kurzem hat Apple seine Richtlinien für den App Store aktualisiert. Das ist zunächst einmal nichts Ungewöhnliches. Aber: Mit einer kleinen Neuerung eröffnet der Konzern den Kampf gegen die Streaming-Dienstleistungen von Google und Microsoft - und das, obwohl Apple gerade eigentlich in einem Rechtsstreit mit dem Fortnite-Macher Epic Games steckt.

Apple erlaubt Katalog-Apps - es gibt aber einen Haken

Die neuen Apple-Richtlinien erlauben es Anbietern von Gaming-Streamingdiensten explizit, ihren Usern Katalog-Apps zur Verfügung zu stellen: "Gaming-Streamingdienste dürfen eine Katalog-App im App Store anbieten, um Usern zu helfen".

Aber: "Spiele, die in einem Gaming-Streamingdienst angeboten werden, müssen direkt im App Store heruntergeladen werden". Im Klartext bedeutet das, dass Handy-Gamer von nun an nicht mehr innerhalb der Streaming-App von Spiel zu Spiel springen können.

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Neben verschiedenen kleineren Anbietern sind auch Google Stadia und Microsofts xCloud davon betroffen.

Microsoft: "Das bedeutet ein schlechtes Erlebnis für Kunden"

The Verge zitiert einen Sprecher von Microsoft, der sich zu dem Apple-Update äußert: "Das bedeutet ein schlechtes Erlebnis für Kunden", so der Softwaregigant. "Gamer wollen direkt von ihrem Katalog zum Spiel springen, genau wie bei Filmen oder Songs […] Wir stellen die Gamer in das Zentrum von Allem, was wir tun - und ein gutes [Gaming-]Erlebnis zu bieten ist dabei das Kernstück."

Negativ wirkt sich die Neuerung jedoch nicht nur auf die User aus. Denn ebenfalls festgelegt wird in den Richtlinien, dass kostenpflichtige Features innerhalb einer App aus dem App Store nur über In-App Käufe freigeschaltet werden dürfen. Bei derlei Transaktionen erhalten die Betreiber der jeweiligen App 70 Prozent der Einnahmen - der Rest geht an Apple.

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Gaming-begeisterte Apple-User wechseln zu Android-Geräten

Aus diesen Gründen stößt die Aktualisierung der App-Store-Richtlinien auf viel Kritik. So ist die offizielle Begründung von Apple zwar, dass Katalog-Apps zu unübersichtlich für eine umfangreiche Bewertung und Gewährleistung der Sicherheit innerhalb der einzelnen Spiele beziehungsweise Apps seien - spekuliert wird allerdings, dass das Update auf die ein oder andere Art mit dem kürzlich begonnenen Rechtsstreit um die 70-Prozent-Regelung mit Epic Games zusammenhängt. Im Zuge dieses Rechtsstreits wurde auch das beliebte Spiel "Fortnite" von Apple aus dem App Store geworfen.

Auf Twitter machen sich User unterdessen über Apples Erklärung lustig: Als nächstes würde dann wohl auch der Browser Safari aus dem App Store genommen, weil Apple nicht jede einzelne Website kontrollieren und bewerten könne, heißt es dort beispielsweise.

Ob die Kampfansage gegen Google und Microsoft allerdings eine kluge Entscheidung war, ist nicht sicher - vielmehr könnte sich Apple damit selbst ins Knie geschossen haben. Denn während ein Rechtsstreit um die Richtlinie läuft, die Apple 30 Prozent der In-App Einnahmen zuschreibt, gibt es nun mit der Katalog-Regel eine weitere harte Front gegen die Giganten Google und Microsoft.

Und auch die Gaming-begeisterten Apple-Kunden sind nicht sehr begeistert von dem Update. Auf Twitter schreibt ein User: "Apple bestätigt damit, dass es schlussendlich Zeit für mich ist, mein iPhone aufzugeben und zu Android zu wechseln."

Olga Rogler / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Naypong / Shutterstock.com, 1000 Words / shutterstock

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31.07.26 Microsoft Buy UBS AG

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