Rekordanleihe treibt Kurs

AMD-Aktie zieht nach Rekord-Finanzierung an: Milliarden-Deal sichert KI-Expansion


AMD-Aktie zieht nach Rekord-Finanzierung an: Milliarden-Deal sichert KI-Expansion

Mit der größten Dollar-Anleihe der Firmengeschichte sichert sich AMD frisches Kapital, und die Börse reagiert mit einem kräftigen Kurssprung.

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  • Anleger goutieren die milliardenschwere Finanzierungsrunde deutlich
  • Vierteilige Notes-Emission soll AI-Expansion und Schuldenfälligkeiten absichern
  • Analysten bleiben trotz steigender Verschuldung überwiegend optimistisch
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AMD hat gestern die größte Dollar-Anleihe seiner Firmengeschichte fixiert: 4,75 Milliarden US-Dollar in vier Tranchen mit Laufzeiten zwischen drei und zehn Jahren. Die Aktie reagierte an der NASDAQ mit einem Sprung um 6,5 Prozent auf 514,39 US-Dollar. Die starke Nachfrage nach den Notes dürfte als Vertrauenssignal für die Wachstumsstrategie des Chipherstellers gewertet worden sein.

Vier Tranchen, ein Ziel: Kapital für die KI-Offensive

Das Pricing Term Sheet, das AMD (Advanced Micro Devices) als US-Halbleiterkonzern für Prozessoren, Grafikchips und KI-Beschleuniger bei der US-Börsenaufsicht SEC einreichte, weist vier Tranchen aus: 1,25 Milliarden US-Dollar zu 4,6 Prozent mit Fälligkeit 2029, 1,5 Milliarden US-Dollar zu 5 Prozent mit Fälligkeit 2031, 1 Milliarde US-Dollar zu 5,25 Prozent mit Fälligkeit 2033 sowie weitere 1 Milliarde US-Dollar zu 5,5 Prozent mit Fälligkeit 2036. Die Risikoaufschläge gegenüber US-Staatsanleihen liegen zwischen 43 und 90 Basispunkten, je nach Laufzeit. Das Settlement der Notes ist für Montag vorgesehen, als Konsortialbanken fungieren unter anderem Barclays, Bank of America, Citigroup, JPMorgan, Morgan Stanley und Wells Fargo. Moody's und S&P vergaben vorläufig die Ratings A1 beziehungsweise A.

Bloomberg berichtete, die Konditionen hätten sich während der Preisfindung zugunsten von AMD verengt: Bei der längsten Laufzeit sank der Aufschlag gegenüber der ursprünglichen Guidance um rund 0,25 Prozentpunkte auf 0,9 Prozentpunkte über Treasuries. Laut Bloomberg deutete die Verengung auf eine starke institutionelle Nachfrage hin. Ursprünglich hatte AMD ein Volumen von bis zu 5 Milliarden US-Dollar angepeilt, platzierte am Ende aber 4,75 Milliarden US-Dollar. Die Erlöse sollen allgemeinen Unternehmenszwecken dienen, darunter die Rückzahlung von im September fällig werdenden Notes über 875 Millionen US-Dollar sowie strategische Investitionen in den Ausbau der KI-Kapazitäten.

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Rekordumsatz und Anthropic-Deal als Hintergrund

Die Emission übertrifft die bisher größte Investment-Grade-Anleihe von AMD aus dem März 2025 über 1,5 Milliarden US-Dollar um mehr als das Dreifache. Sie fällt in eine Phase, in der der Konzern für das zweite Quartal 2026 einen Umsatz von 11,5 Milliarden US-Dollar und liquide Mittel von 13,1 Milliarden US-Dollar auswies. Das Rechenzentrumsgeschäft wuchs im selben Zeitraum um 107 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Für das Gesamtjahr 2026 stellte AMD ein Umsatzwachstum von 47 Prozent auf über 51 Milliarden US-Dollar in Aussicht, im Servergeschäft wird für das zweite Halbjahr 2026 ein Plus von über 80 Prozent erwartet.

Parallel zur Anleihe stützt eine strategische Partnerschaft den Kapitalbedarf: AMD investiert bis zu 5 Milliarden US-Dollar in den KI-Spezialisten Anthropic und liefert im Gegenzug Rechenkapazität von bis zu zwei Gigawatt für dessen Helios-Systeme. Erste Auslieferungen sind für das erste Halbjahr 2027 geplant. Die Fremdkapitalaufnahme reiht sich damit in eine branchenweite Welle ein, die laut Bloomberg auch Wettbewerber wie NVIDIA bereits mit Milliardenanleihen befeuert hat.

Analysten bleiben mehrheitlich zuversichtlich für die AMD-Aktie

Die Einstufungen mehrerer Häuser fielen bereits vor der Anleihe-Nachricht überwiegend optimistisch aus. UBS bestätigte am 5. August ihr Buy-Rating mit einem Kursziel von 730 US-Dollar. Jefferies hatte das Ziel Ende Juli auf 640 US-Dollar angehoben, Bernstein Research stufte die Aktie am selben Tag auf Outperform mit einem Kursziel von 600 US-Dollar ein. Robert W. Baird verdoppelte sein Kursziel kurz darauf auf 1.250 US-Dollar bei einer Outperform-Empfehlung, während Bank of America ihr Buy-Rating mit einem auf 620 US-Dollar angehobenen Ziel bekräftigte. RBC Capital Markets bewertet das Papier hingegen mit Sector Perform und einem Kursziel von 540 US-Dollar zurückhaltender.

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Die Ratingagenturen wollen ihre finalen Bewertungen nach dem Settlement veröffentlichen. Anleger dürften zudem beobachten, wie sich die milliardenschweren Investitionen in die Anthropic-Partnerschaft und den Ausbau der Rechenzentrumskapazitäten in den kommenden Quartalszahlen niederschlagen.

Alexandra Hesse, Redaktion finanzen.net

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Datum Rating Analyst
14.09.26 AMD (Advanced Micro Devices) Outperform Bernstein Research
14.09.26 AMD (Advanced Micro Devices) Outperform Bernstein Research
06.08.26 AMD (Advanced Micro Devices) Neutral JP Morgan Chase & Co.
06.08.26 AMD (Advanced Micro Devices) Sector Perform RBC Capital Markets
05.08.26 AMD (Advanced Micro Devices) Buy UBS AG

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