ROUNDUP: Marineschiffbauer TKMS wächst und bestätigt Prognose - Aktie schwach


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KIEL (dpa-AFX) - Der Marineschiffbauer TKMS (TKMS thyssenkrupp Marine Systems) hat nach Zuwächsen im ersten Halbjahr seine Prognose für das laufende Jahr bestätigt. Dabei profitiert der U-Boot- und Fregatten-Bauer weiter von hohen Militärausgaben der Regierungen. Das zum Industriekonzern thyssenkrupp gehörende Unternehmen kann trotz Rückgängen beim Neugeschäft auf einen rekordhohen Auftragsbestand von 20,6 Milliarden Euro bauen.

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"TKMS ist auf Kurs und wächst weiter", kommentiert Konzernchef Oliver Burkhard die Entwicklung am Montag in Kiel. "Den aktuellen Auftragsbestand können wir wie geplant mit unseren eigenen Werftstandorten abdecken. Mit Blick nach vorne prüfen wir aber schon jetzt mögliche internationale Partnerschaften."

So hat TKMS jüngst eine Absichtserklärung mit der spanischen Werf Navantia über eine Zusammenarbeit geschlossen. Dabei würde es um den Bau von U-Booten von TKMS bei Navantia gehen, sprich eine Fertigungskooperation. Eine Übernahme sei nicht geplant, sagte Burkhard in einer Telefonkonferenz.

Anders sieht es beim Marineschiffsbauer German Naval Yards Kiel (GNYK) aus, für dem TKMS bereits Anfang Januar ein unverbindliches Angebot abgegeben hat. Diesem kommt nun jedoch der Rüstungskonzern Rheinmetall in die Quere, der ebenfalls ein Auge auf GNYK geworfen hat und vor wenigen Tagen eine nicht bindende Offerte abgegeben hat. "Wir führen weiter Gespräche", sagte Burkhard.

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Dabei sei eine Übernahme der Werft, die auf TKMS-Gelände liegt, operativ sinnvoll. Jedoch brauche TKMS GNYK nicht unbedingt. "Wir sind nicht bereit, jeden Preis der Welt zu zahlen", so der Konzernchef. Rheinmetall verfügt laut Burkhard zwar über mehr Geld, aber "Geld baut keine Schiffe". Rheinmetall, das vor allem für seine Panzer bekannt ist, war durch die Übernahme der Marinesparte der Bremer Werftengruppe Lürssen vor kurzem ebenfalls in den Schiffbau eingestiegen und will das Geschäft ausbauen. Burkhard hofft auf eine baldige Entscheidung.

Im ersten Halbjahr (per Ende März) verzeichnete TKMS weiteres Wachstum, so stieg der Umsatz um zehn Prozent auf 1,17 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Dabei stiegen die Erlöse im zweiten Quartal im Vergleich zum Jahresauftakt ebenfalls. Der Auftragseingang war zwar im Vergleich zum starken Vorjahresabschnitt, als TKMS von mehreren Großaufträgen profitierte, deutlich niedriger. Im zweiten Quartal warb TKMS jedoch bereits wieder ein milliardenschweres Neugeschäft ein.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um 14 Prozent auf 60 Millionen Euro. Grund dafür waren deutliche Verbesserungen im U-Boot-Geschäft sowie Ergebnissteigerungen bei Atlas Electronics. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen mit 27 Millionen Euro 41 Prozent weniger. So stiegen unter anderem die Kosten für Forschung und Entwicklung sowie den Vertrieb.

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Die Aktie kletterte zum Handelsauftakt zunächst um fast drei Prozent, konnte die Gewinne jedoch nicht halten. Am späten Vormittag lag das Papier mehr als vier Prozent im Minus und gehörte damit zu den schwächsten Werten im MDAX. Damit folgte TKMS den anderen Rüstungstiteln, die sich nach dem kurzen Zwischenhoch am Morgen wieder allgemein schwach entwickelten. Trotz Kursverlusten in den vergangenen Monaten kommt die TKMS-Aktie im laufenden Jahr noch auf ein Plus von knapp 15 Prozent.

Der Umsatz der Marinewerft habe die Erwartungen im zweiten Geschäftsquartal getoppt, die Marge insgesamt allerdings nicht, bemerkte Adrien Rabier von Bernstein Research. Positiv wertet er allerdings die weiter verbesserte Profitabilität im U-Boot-Geschäft sowie den insgesamt starken Auftragsbestand.

Für 2025/26 erwartet TKMS weiter ein Umsatzwachstum von zwei bis fünf Prozent sowie eine bereinigte operative Gewinnmarge von mehr als sechs Prozent. Im ersten Halbjahr lag diese bei 5,1 Prozent. Unternehmenschef Burkhard zufolge dürfte die Profitabilität in der zweiten Geschäftsjahreshälfte anziehen. Auch die Mittelfristziele wurden bestätigt./nas/mne/jha/

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Datum Rating Analyst
13:06 TKMS thyssenkrupp Marine Systems Outperform Bernstein Research
13.08.26 TKMS thyssenkrupp Marine Systems Buy Deutsche Bank AG
13.08.26 TKMS thyssenkrupp Marine Systems Outperform Bernstein Research
12.08.26 TKMS thyssenkrupp Marine Systems Market-Perform Bernstein Research
24.07.26 TKMS thyssenkrupp Marine Systems Buy Deutsche Bank AG

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