Rückkäufe ab Dezember

Micron-Aktie 2026 auf Höhenflug: Kommt der Milliarden-Turbo erst noch?


Micron-Aktie 2026 auf Höhenflug: Kommt der Milliarden-Turbo erst noch?

Micron will überschüssige Mittel künftig stärker an die Aktionäre zurückgeben. Ab Dezember könnte die Kapitalrückgabe deutlich an Fahrt gewinnen.

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  • Micron will überschüssigen Cash vor allem über Rückkäufe zurückgeben
  • Ein Förderrahmen bremst die Rückkäufe, bis die Beschränkung ausläuft
  • Rückkäufe als Kurstreiber, doch Gegenstimmen mahnen zu Investitionen
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Micron, Hersteller von Speicherchips, hat im August-Quartal einen bereinigten freien Cashflow erzielt, der Rekordniveau erreicht. Das Management kündigte an, überschüssiges Geld an die Aktionäre zurückzugeben, vor allem über Aktienrückkäufe. Als Startpunkt nannte Finanzchef Mark Murphy den 9. Dezember.

Cashflow auf Rekordniveau

Der bereinigte freie Cashflow von 33,2 Milliarden US-Dollar übertraf die zusammen 29,1 Milliarden US-Dollar der drei vorangegangenen Quartale. Im S&P 500 reichte das für Rang drei hinter JPMorgan und Goldman Sachs, vor Apple und NVIDIA. Vor drei Quartalen zählte Micron noch nicht einmal zu den 30 größten Unternehmen des Index.

Im Gesamtjahr 2026 erreichte der bereinigte freie Cashflow laut Pressemitteilung 62,31 Milliarden US-Dollar, nach 3,72 Milliarden im Vorjahr. Zum Geschäftsjahresende lagen Cash, marktfähige Anlagen und gesperrte Mittel bei 73,48 Milliarden US-Dollar, die Schulden bei 5,2 Milliarden. Davon stammen 12,7 Milliarden US-Dollar aus Kundenanzahlungen, die gegen Ende der Vertragslaufzeiten zurückfließen sollen.

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Rückkäufe ab dem 9. Dezember

Bislang bremst eine Beschränkung aus den CHIPS-Act-Fördervereinbarungen die Rückkäufe, sie läuft im Dezember aus. Im Geschäftsjahr 2026 flossen 650 Millionen US-Dollar in das Rückkaufprogramm, hinzu kamen 1,13 Milliarden US-Dollar für Steuern auf Mitarbeiteraktien. Die Quartalsdividende beträgt 0,15 US-Dollar je Aktie, zahlbar am 29. Oktober an Aktionäre mit Stichtag 14. Oktober.

Die aktuelle Ermächtigung liegt laut Murphy bei 2,2 Milliarden US-Dollar, eine höhere will er in naher Zukunft beantragen. Micron habe "the ability and the intent" zu höherer Kapitalrückgabe. Für das erste Geschäftsquartal 2027 erwartet Murphy einen freien Cashflow deutlich über 33 Milliarden US-Dollar.

Was Analysten erwarten

Cantor Fitzgerald rechnet MarketWatch zufolge mit einem freien Cashflow von rund 150 Milliarden US-Dollar im Jahr 2027 und rund 182 Milliarden im Jahr 2028. Analyst C.J. Muse halte es für wahrscheinlich, dass Anleger Micron-Aktien besitzen wollen, wenn die Rückkäufe beginnen. Morgan Stanley sehe in der künftigen Genehmigung neuer Rückkäufe einen möglichen Kurstreiber. UBS hielt im Juli für möglich, dass Micron nach Ablauf der Beschränkung zu damaligen Kursen über 40 Prozent der Aktien bis Ende 2028 zurückkauft. Das Unternehmen bestätigte das nicht.

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Tatsächlich plant Micron für das erste Quartal 2027 Investitionen von rund 11,5 Milliarden US-Dollar, im zweiten Halbjahr soll es mehr werden. Als Risiko nennt Micron selbst, dass Preise drehen können, wenn das Angebot schneller wächst als die Nachfrage.

Entscheidend wird, wie hoch die neue Rückkaufermächtigung ausfällt und wie schnell Micron sie nutzt. Auch die Frage, wie viel Geld in den Ausbau der Fabriken fließt, dürfte den Spielraum bestimmen.

Die geplante höhere Kapitalrückgabe kommt dabei zu einer Zeit, in der die Micron-Aktie bereits eine außergewöhnliche Rally hinter sich hat. Für Anleger stellt sich damit zunehmend die Frage, ob der hohe Cashflow und mögliche Milliarden-Rückkäufe den nächsten Kursschub auslösen können.

Micron-Aktie als Performance-Treiber in Anlegerdepots

Die Micron-Aktie hat sich 2026 bislang als überaus erfolgreiches Investment für Anleger präsentiert. 273 Prozent hat der Anteilsschein an der NASDAQ im bisherigen Jahresverlauf gewonnen, auf Sicht von zwölf Monaten fällt das Kurswachstum mit 473 Prozent nochmals deutlich beeindruckender aus. Ein Ende des Aufwärtstrends sehen zumindest Analysten aber bisher nicht: Bei TipRanks haben von 26 Experten, die die Aktie bewerten, 25 ein Buy-Rating vergeben, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 1.581,40 US-Dollar und damit nochmals rund 49 Prozent über dem Schlusskurs von Montag.

Nachbörslich zeigt sich zunächst allerdings wenig Bewegung, die Aktie notiert bei 1.064,35 US-Dollar um ihren Vortagesstand.

Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Sundry Photography / Shutterstock.com, Charles Knowles / Shutterstock.com

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