DroneShield-Aktie gibt weiter nach: Höchste Shortquote aller ASX-Werte belastet
Seit Tagen keine Kursgewinne, dazu die höchste Shortquote der australischen Börse: DroneShield steht weiter im Spannungsfeld zwischen Fundamentaldaten und Wettgeschäften.
Werte in diesem Artikel
- Leerverkäufer bauen Wetten gegen DroneShield weiter aus
- Ein neuer Blogbeitrag kann den Abwärtstrend nicht stoppen
- Halbjahreszahlen zeigen Umsatzsprung, aber auch schrumpfende Marge
Die DroneShield-Aktie hat einen Großteil der Gewinne, die sie zum Start in den aktuellen Monat einfahren konnte, inzwischen wieder abgegeben. Am Dienstag schloss sie an der Börse Sydney bei 1,875 australischen Dollar mit einem Minus von 4,34 Prozent. Es war der achte Handelstag in Folge ohne Kursgewinne. Parallel dazu meldet die australische Aufsichtsbehörde ASIC für den Titel des Drohnenabwehrspezialisten die höchste Shortquote aller an der ASX gelisteten Werte.
DroneShield-Aktie wieder auf Talfahrt, Shortquote auf Rekordwert
Nach einem freundlichen Start in den August wechselte die DroneShield-Aktie ab dem 7. August wieder ins Minus und hat seitdem spürbar nachgegeben. Die Verluste über die vergangenen fünf Handelstage an der Börse in Sydney summieren sich auf 11,56 Prozent, Gewinne konnte die DroneShield-Aktie jedoch schon an den letzten acht Handelstagen nicht mehr einfahren. Dabei war sie noch stark in den August gestartet und hatte Hoffnung auf eine Erholung gemacht. Doch von dem Plus von rund 34,5 Prozent, das in den ersten vier Handelstagen des Monats aufgelaufen war, sind nun nur noch rund 10,6 Prozent übrig.
Gleichzeitig weist DroneShield weiterhin eine hohe Quote an Short-Wetten auf. Wie The Motley Fool berichtet, lag die Shortquote zuletzt bei 15,7 Prozent und damit klar über dem Wert aus der Vorwoche (15,1 Prozent). Laut Bericht der Australian Securities and Investments Commission ist das zudem der höchste Wert unter allen an der australischen Börse gelisteten Aktien. Auf den Rängen zwei und drei folgen mit deutlich niedrigeren Shortquoten Domino's Pizza (12,7 Prozent) und Boss Energy (12 Prozent).
Blogbeitrag sorgt nicht für positive Kursreaktion
Am Montag veröffentlichte DroneShield zudem einen Blogbeitrag mit dem Titel "Critical Infrastructure Now Requires Three-Dimensional Security", in dem für eine dreidimensionale Luftraumüberwachung kritischer Infrastruktur wie Flughäfen, Energieversorger, Häfen und Telekommunikationsnetze geworben wird. Das Unternehmen beschreibt darin ein Sicherheitsmodell, das auf passive RF-Detektion, sensorfusionsgestützte Architekturen und vorab definierte Reaktionsrahmen setzt - Bereiche, in denen auch DroneShield Produkte und Dienstleistungen anbietet. Auf den Kurs hatte der Beitrag jedoch keinen stützenden Effekt, die Aktie setzte ihre Abwärtsbewegung fort.
Zahlen mit zwei Gesichtern
Im Blick der Anleger stehen nach wie vor weiterhin die am 10. August veröffentlichten vorläufigen Halbjahreszahlen. Sie zeigten ein zweigeteiltes Bild: Der Umsatz kletterte um 74 Prozent auf 125,8 Millionen australische Dollar, davon entfielen 14,2 Millionen australische Dollar auf wiederkehrende Erlöse. Zugleich sank die Bruttomarge von 65 auf 60 Prozent, was das Management mit Umzugskosten und einer ERP-Systemumstellung begründet. Der Auftragsbestand für das Gesamtjahr 2026 lag Ende Juli bei 206 Millionen australische Dollar, nach 161 Millionen australische Dollar Ende Mai. Um das Umsatzziel von 250 bis 270 Millionen australische Dollar zu erreichen, muss DroneShield nach eigenen Angaben weitere 44 Millionen australische Dollar an Auftragseingang sichern und abarbeiten.
Für den 26. August werden nun die finalen Zahlen für das erste Halbjahr erwartet, an denen sich zeigen dürfte, ob sich die operative Erholung des Unternehmens fortsetzt oder ob die hohe Shortquote der Skepsis eines Teils des Marktes recht gibt.
Carolin Ludwig, Redaktion finanzen.net
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Bildquellen: Droneshield
