VDMA: Material- und Transportprobleme schlimmer als Mitte 2020


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Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Probleme der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer mit ihren Lieferketten haben sich nach Aussage des Branchenverbandes VDMA verschärft. Gleichwohl bestätigt der VDMA seine Prognose eines Produktionsanstiegs von 10 Prozent im laufenden Jahr und erwartet auch für das nächste Jahr einen Zuwachs von 5 Prozent. Mehr als zwei Drittel der Unternehmen wollen Änderungen an ihren Lieferketten vornehmen.

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"Laut unserer aktuellen VDMA-Blitzumfrage von Anfang September haben inzwischen 81 Prozent der Maschinenbaufirmen merkliche oder gravierende Beeinträchtigungen in ihren Lieferketten", sagt VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Drastisch zugenommen hätten insbesondere Knappheiten von elektrotechnischen und Elektronikkomponenten. Darüber hinaus litten knapp zwei Drittel der Befragten unter Beeinträchtigungen in der Logistik- und Transportabwicklung. "Das ist jeweils deutlich mehr als selbst zu Spitzenzeiten der Pandemie Mitte April 2020", erläuterte Wiechers.

Eine Entspannung speziell bei der Zulieferung von Vorprodukten ist nach seiner Einschätzung zumindest für die kommenden drei Monate nicht zu erwarten. "40 Prozent der befragten Maschinenbaufirmen rechnen sogar mit zunehmenden Problemen, 52 Prozent mit gleichbleibenden Herausforderungen", sagt Wiechers. Daher sei trotz der guten Auftragslage auch mit Blick auf das kommende Jahr noch Vorsicht geboten.

Laut VDMA lässt die Dynamik in einigen Ländern bereits deutlich nach, und die Delta-Variante sowie mangelnde Impffortschritte belasten in vielen Ländern das Wirtschaftsgeschehen. "Daher gehen wir für 2022 von einem etwas schwächeren Produktionszuwachs von real 5 Prozent aus", kalkuliert Wiechert. Insgesamt dürfte der Aufschwung aber intakt bleiben. Außerdem werde all das, was aus Knappheitsgründen in diesem Jahr nicht mehr gefertigt werden könne, im nächsten Jahr umgesetzt.

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Zu kämpfen haben die Maschinen- und Anlagenbauer auch mit Engpässen auf dem Arbeitsmarkt. "Auffällig sind vermehrte Meldungen über einen Fachkräftemangel, 61 Prozent der befragten Betriebe spüren dies merklich oder sogar gravierend. Gut zwei Drittel sehen zudem keine Entspannung und fast 30 Prozent sogar eine Verschärfung der Situation in den nächsten drei Monaten", resümiert der VDMA-Chefvolkswirt.

Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/mgo

(END) Dow Jones Newswires

September 16, 2021 02:41 ET (06:41 GMT)

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