XETRA-SCHLUSS/Friedenshoffnung gebremst - Rally bei Infineon

02.06.26 17:57 Uhr

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DOW JONES--Freundlich, aber deutlich unter Tageshoch ist der deutsche Aktienmarkt am Dienstag aus dem Handel gegangen. Die erhofften Nachrichten über einen Frieden am Persischen Golf blieben aus. Stützend wirkte aber eine weltweite Rally der Technologiewerte. Der DAX stieg um 0,5 Prozent auf 25.124 Punkte. Die Hoffnungen auf einen Friedensschluss bei den Iran-US-Gesprächen materialisierten sich nicht. Die Wahrscheinlichkeit dafür galt als hoch, da der innenpolitische Druck über die US-Zwischenwahlen im Herbst auf US-Präsident Trump zunimmt. Jedoch soll Israel auch nach einem Telefonat zwischen Trump und Premier Netanjahu am Vorabend die Libanon-Angriffe fortgesetzt haben.

Diese Angriffe im Libanon gelten als entscheidender Stolperstein für die Iran-Gespräche. Der Brent-Ölpreis legte nach einer anfänglichen Entspannung von bis zu 2 Prozent Minus wieder zu. Am Öl hängt die globale Inflationsangst der Börsen, und damit auch die Renditen im längerfristigen Anleihe-Bereich.

Aktuelle Inflationsdaten aus dem Euroraum ließen den Markt kalt, da sie als Folge der Ölpreise gesehen wurden: Sie stiegen im Mai wie erwartet um 3,2 Prozent zum Vorjahr, die Energiepreise schossen um 10,9 Prozent nach oben.

Die weltweite Rally der Technologie-Werte ging weiter. Händler verwiesen darauf, dass der Markt "bis zum Börsengang von SpaceX unbedingt nach oben gezogen werden muss", um die fast 80 Milliarden Dollar dafür aus dem Markt zu bekommen. So haussierten Hewlett Packard Enterprise (HPE) an Wall Street um 24 Prozent, da die langfristigen Finanzziele vorgezogen wurden. Grund sei die rasant gestiegene Nachfrage von Kunden, die auf KI-Werkzeuge umsteigen. Technologiewerte sprangen daher europaweit um 3,3 Prozent.

In Deutschland haussierten Infineon um 9,5 Prozent und waren mit Abstand größter DAX-Gewinner. Suss Microtec stiegen um knapp 7 Prozent. Auch für Ausrüster von Datenzentren wie Siemens ging es bis zu 2,2 Prozent höher, für Zulieferer wie Siltronic um 5,6 Prozent.

SAP gaben indes um 3 Prozent nach. Händler wunderten sich darüber, da gerade am Vortag der Nvidia-CEO die Software-Industrie als absolut notwendig für den KI-Erfolg genannt hatte. Nach dem Kurssprung vom Montag sei die positive Stimmung aber genutzt worden, um sich von SAP-Aktien zu trennen. Die Hoffnung auf Frieden war nichts für Rüstungswerte: Entsprechend ging es in der Branche europaweit nach unten. In Deutschland ging es für Renk um 4,5 Prozent, für Rheinmetall um 1,4 Prozent und Hensoldt um 3,9 Prozent abwärts.

Bayer knickten im DAX um 2,9 Prozent ein. Hier sahen die Analysten von Bank of America eine mögliche Belastung für die Bereinigung der Glyphosat-Klagen durch den Wechsel des Gerichtsstandortes.

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Index zuletzt* +/- % +/- % YTD

DAX 25.124 +0,5 2,6

DAX-Future 25.172 +0,2 1,4

XDAX 25.141 +0,1 0,0

MDAX 32.948 +0,1 0,0

TecDAX 4.236 +1,3 17,0

SDAX 19.044 +0,4 0,0

zuletzt +/- Ticks

Bund-Future 126,08% +38,0

*gerundet

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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June 02, 2026 11:58 ET (15:58 GMT)

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