Aktien im Blick: NVIDIA und SK Group starten Milliardeninitiative für KI-Infrastruktur
NVIDIA und die südkoreanische SK Group bauen ihre Zusammenarbeit bei KI-Rechenzentren und Hochleistungsspeichern aus.
Werte in diesem Artikel
- NVIDIA und SK Group bündeln Rechenzentren und Speicherchip-Entwicklung
- SK hynix will seine Wafer-Kapazität bis 2030 verdoppeln
- Erstes Rechenzentrum von SK Telecom soll 2027 an den Start gehen
Der amerikanische Chipkonzern NVIDIA und Südkoreas SK Group haben eine Initiative im Bereich künstliche Intelligenz mit einem Gesamtwert von mehr als 500 Milliarden US-Dollar vorgestellt. Wie Reuters berichtet, umfasst das Paket den Ausbau großer Rechenzentren und die gemeinsame Entwicklung der nächsten Generation von Speicherchips. Kernstück ist eine langfristige Vereinbarung zwischen NVIDIA und SK hynix zur Sicherung von Lieferungen fortschrittlicher Speicherchips. SK hynix ist bereits heute NVIDIAs größter Speicherchip-Lieferant.
SK hynix verdoppelt Kapazität, SK Telecom baut Rechenzentrum
Eine frühere Vereinbarung zwischen beiden Unternehmen sollte demnach mehr als zwei Jahre laufen, mit Verlängerungsoptionen, weil die Nachfrage von KI-Servern, Robotik und Supercomputern zunimmt. SK hynix plant zudem, seine Wafer-Kapazität bis 2030 zu verdoppeln. SK Telecom wiederum will ein Rechenzentrum mit zwei Gigawatt Leistung errichten, betrieben mit NVIDIAs Vera-Rubin-Prozessoren und dem HBM4-Speicher von SK hynix. Die erste Anlage soll 2027 den Betrieb aufnehmen und erweitert eine frühere Zusage von SK Telecom zu einer KI-Cloud mit Gigawatt-Leistung in Südkorea. Eine Finanzierung könnte auch globale Technologiekonzerne und ausländisches Kapital einbeziehen.
Zweites Projekt mit Naver und Brookfield
Speicher mit hoher Bandbreite gilt als einer der größten Engpässe in der KI-Lieferkette, weil dafür mehrere Speicherchips so verbunden werden müssen, dass sie die Datenübertragungsraten moderner Prozessoren liefern können. Die Partnerschaft zwischen NVIDIA und SK hynix soll die künftige Speicherproduktion enger an NVIDIAs Chip-Entwicklungsplan anpassen. In einem separaten Projekt wollen NVIDIA, Naver und Brookfield Asset Management die KI-Rechenzentren von Naver in Südkorea ausbauen. Naver hatte zuvor bereits angekündigt, NVIDIA-Technologie für KI-Fabriken im Gigawatt-Maßstab einzusetzen. Brookfield bringt dabei Zugang zu Energie- und Rechenzentrums-Infrastruktur ein. Der Vermögensverwalter hatte zuvor bereits ein eigenes KI-Infrastrukturprogramm über 100 Milliarden US-Dollar gestartet, gestützt auf einen eigenen Fonds von 10 Milliarden US-Dollar, an dem auch NVIDIA beteiligt ist.
Die Projekte rücken Südkoreas Speicherchip-Industrie damit ins Zentrum von NVIDIAs Plänen, seine Rechenkapazitäten in Asien auszubauen.
Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net
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