Neue US-Zölle: DAX stabil erwartet -- Asiens Börsen tiefrot -- VW meldet schwache Zahlen -- SAP übertrifft Erwartungen -- Intel steigert Umsatz und Gewinn -- Oracle, Allianz, HSBC, Tesla, BMW im Fokus
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Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt dürfte zum Wochenschluss kaum verändert in den Handel starten.
So pendelt der DAX vorbörslich zeitweise um die Nulllinie.
Der TecDAX bewegt sich dagegen rund eine Stunde vor Börsenstart etwas tiefer.
Nach dem Kursrutsch vom Vortag versucht sich der DAX zum Wochenschluss zu stabilisieren. Bereits am Donnerstag war der DAX unter die 21- und die 50-Tage-Linie gerutscht und hatte sich damit dem tiefsten Stand seit Ende Juni angenähert. Diese Durchschnittslinien gelten als Indikatoren für den kurz- beziehungsweise mittelfristigen Trend am Aktienmarkt. Eine technische Unterstützung liegt bei etwa 24.700 Punkten.
Fundamental bleibt das Bild allerdings trüb. Neue Zweifel an KI-Investitionen und die Kriegslage im Nahen Osten belasten die Anleger zum Wochenende hin gleich mehrfach. US-Präsident Donald Trump setzte seine Angriffe auf den Iran mittlerweile die 13. Nacht in Folge fort und erhöht damit weiter den Druck im Konflikt um die Straße von Hormus. Zusätzlich verschärft wurde die Lage durch Angriffe der Huthi-Milizen auf saudi-arabische Schiffe im Roten Meer. Der Ölpreis der Nordsee-Sorte Brent notiert wieder über der Marke von 100 US-Dollar.
Hinzu kommt, dass die USA neue Zölle gegen 60 Handelspartner verhängen, darunter auch gegen Waren aus der Europäischen Union. Begründet wird dies diesmal mit angeblich unzureichenden Maßnahmen der betroffenen Länder gegen Zwangsarbeit. Diese neuen Abgaben ersetzen jedoch lediglich die auslaufenden Zölle, die Trump nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs kurzfristig eingeführt hatte, erklärte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Da es sich damit nicht um zusätzliche Belastungen handele, dürften die neuen Zölle an den Börsen keine großen Bewegungen auslösen.
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Die europäischen Aktienmärkte werden am Freitag nahe der Nulllinie erwartet.
Der EURO STOXX 50 tendiert vorbörslich zeitweise etwas leichter.
Die europäischen Aktienfutures tendieren am Freitagmorgen angesichts der negativen Vorgaben aus den USA und Asien etwas leichter. Die Ölpreise geben zwar leicht nach, dabei dürfte es sich aber vor allem um eine technische Gegenbewegung handeln, nachdem die Brent-Futures erstmals seit zwei Monaten wieder über die Marke von 100 Dollar pro Barrel gestiegen waren. Die Abgaben dürften angesichts wachsender Sorgen vor Lieferunterbrechungen im Nahen Osten aber begrenzt bleiben.
US-Präsident Donald Trump kündigte zudem an, den Iran künftig für Angriffe der Huthi-Milizen verantwortlich zu machen, nachdem die Gruppe zwei saudi-arabische Tanker im Roten Meer beschossen hatte. Die Analysten von ANZ Research verweisen darauf, dass die Feindseligkeiten im Roten Meer Sorgen vor weiteren Versorgungsengpässen geschürt hätten. Die Route gilt als Ausweichstrecke, über die Saudi-Arabien seit der Sperrung der Straße von Hormus Öl exportiert. Hinzu kommt die erwartete Fortsetzung der US-Zölle: Die USA kündigten neue Abgaben von 10 bis 12,5 Prozent gegenüber wichtigen Handelspartnern an, die die Trump-Regierung mit dem Kampf gegen Zwangsarbeit begründet. Die neuen Zölle sollen den befristeten globalen Zollsatz von 10 Prozent ersetzen, der am Freitag ausläuft.
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An der Wall Street waren die Verkäufer am Donnerstag in der Überzahl.
Der Dow Jones Industrial gab bis zum Handelende um 0,97 Prozent auf 51.711,65 Punkte nach. Bereits zu Handelsbeginn hatte er klar im Minus gelegen, daran hatte sich auch im Verlauf nicht viel geändert.
Der technologielastige NASDAQ Composite ging mit einem Verlust von 2,15 Prozent bei 25.137,69 Zählern aus der Sitzung. Auch er war schon zur Eröffnung kräftig gefallen und hatte die Abgaben dann mit der Zeit noch vergrößert.
Für die US-Aktienmärkte spielte sich am Donnerstag ein verlustreicher Handel ab. Belastet wurden die Börsen vor allem durch anhaltende Zweifel an den immensen KI-Investitionen, da jüngste Bilanzen und Ausblicke namhafter Technologiekonzerne die Skepsis der Anleger nicht ausräumen konnten.
Zusätzlich verschärfte sich die geopolitische Lage im Nahen Osten weiter. Nach Berichten über Angriffe der mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen auf zwei saudische Öltanker im Roten Meer sowie massiven US-Truppenverlegungen in die Region wuchs die Furcht vor einer weiteren Eskalationsstufe im Iran-Krieg.
Die Angriffe und die verhängte Seeblockade führen dazu, dass immer mehr Schiffe sowohl die Straße von Hormus als auch die Route durch das Rote Meer meiden. Dies ließ die Rohstoffpreise kräftig ansteigen. Laut Marktstrategen der Deutschen Bank rückten die damit verbundenen Inflationssorgen nun wieder vollends in den Mittelpunkt des Marktgeschehens.
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Am Freitag zeigen sich die Börsen in Fernost tiefrot.
Der Nikkei 225 verliert zeitweise kräftige 3,00 Prozent auf 64.430,98 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland ist ebenso ein kräftiges Minus zu sehen: Der Shanghai Composite gibt 1,2 Prozent auf 3.830,19 Zähler ab.
Mit Abgaben präsentiert sich auch der Markt in Hongkong, wo der Hang Seng 1,26 Prozent auf 24.891,84 Einheiten verliert.
Die Börsen in Ostasien geraten am Freitag deutlich unter Druck. Grund ist die erneute Zuspitzung im Handelskonflikt zwischen den USA und mehreren Ländern. US-Präsident Donald Trump kündigte neue Importzölle in Höhe von 10 bis 12 Prozent an - diesmal mit der Begründung, die betroffenen Staaten würden nicht ausreichend gegen Zwangsarbeit vorgehen. Die neuen Abgaben treten an die Stelle befristeter Zölle von 10 Prozent, die am Freitag auslaufen. Diese waren eingeführt worden, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA einen Großteil der zuvor von Trump verhängten Zölle gekippt hatte.
Zusätzlich belastet der anhaltende Konflikt um den Iran die Marktstimmung, der sich mittlerweile auch auf das Rote Meer ausgeweitet hat. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen griffen dort saudi-arabische Tanker an. Die Route durchs Rote Meer galt als Ausweichstrecke für Öltransporte, nachdem die Straße von Hormus zuvor blockiert worden war. Trump kündigte an, den Iran künftig für Angriffe der Huthis verantwortlich zu machen.
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